Die Welt der Finanzen steht niemals still. Was in den vergangenen Stunden passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Newsflash an. Kurz, knapp und auf das Wichtigste reduziert.
Wie bei BTC: SEC verschiebt Entscheidung über Ethereum-Spot-ETF
Der Weg zur Genehmigung der Bitcoin-Spot-ETFs im Januar war eine regelrechte Odyssee – inklusive Deadline-Verschiebungen und Kommunikationspannen seitens der nordamerikanischen Börsenaufsicht (engl.: United States Securities and Exchange Commission; kurz: SEC). Dem Erfolg der börsengehandelten Fonds tat dies aber keinen Abbruch: In den ersten Wochen verzeichneten sie so umfangreiche Zuflüsse wie kein anderer ETF zuvor. Nun beschäftigt sich die SEC mit Anträgen für Ethereum-Spot-ETFs, die von insgesamt acht potenziellen Emittenten eingereicht wurden, darunter Vermögensverwalter-Giganten wie BlackRock und Fidelity. Wie erwartet haben die Börsenaufseher ihre Entscheidung vorerst vertagt, die neue Deadline ist nun der 5. Juli. In Expertenkreisen ist man sich uneinig, ob die SEC den Anträgen stattgeben wird. Der ursprünglich eher optimistische Bloomberg ETF-Analyst James Seyffart geht inzwischen davon aus, dass alle Anträge abgelehnt werden. BlackRock-CEO Larry Fink ist derweil überzeugt, dass die SEC die Fonds genehmigen wird. Sollten die ETH-Spot-ETFs zugelassen werden, könnte dies natürlich – wie beim Bitcoin – zu massiven Zuflüssen führen. Wie wir die zukünftige Kursentwicklung des Ethereum-Coins einschätzen – und zwar rein auf Basis der Elliott-Wellen-Analysemethode – erfahren die Abonnenten unseres Bitcoin/Ethereum-Pakets in den täglichen Updates.
Tech-Giganten Softbank, Microsoft und Nvidia investieren in KI-Startup Wayve
Die Technologien rund um Künstliche Intelligenz waren der Treiber schlechthin für die massive Rallye an den Aktienmärkten der vergangenen Monate. Entsprechend begehrt sind zuletzt auch KI-Start-ups – vor allen Dingen beim wertvollsten Unternehmen der Welt: So steckte Microsoft deutlich über $10 Milliarden in den Pionier OpenAI, der inzwischen bereits mit $80 Milliarden bewertet wird. Auch in Richtung des französischen Unternehmens Mistral sowie der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Firma G42 flossen zuletzt Microsoft-Milliarden. Nun streckt der Technologiegigant abermals seine Fühler nach einem aufstrebenden KI-Stern aus – und dieses Mal tut er dies in Kooperation mit zwei weiteren Branchen-Giganten: Gemeinsam mit Nvidia, dem Börsenshootingstar der letzten Monate, und dem japanischen Tech-Konzern Softbank investiert Microsoft mehr als $1 Milliarde in das britische KI-Start-up Wayve. Damit sorgt das Trio für den bislang umfangreichsten KI-Deal in Europa. Wayve beschäftigt sich primär mit Technologien im Bereich des autonomen Fahrens. Die sogenannte Embodied AI-Technologie basiert darauf, dass KI-gestützte Systeme nicht nur die Fahrumgebung analysieren, sondern auch das Verhalten von menschlichen Fahrern studieren und daraus lernen. Somit könnte Wayve das autonome Fahren effizienter und sicherer machen sowie die Integration dieser Fahrzeuge in menschlich geprägte Verkehrssysteme erleichtern.
ACDC: Apple tüftelt an einem eigenen KI-Chip
Bleiben wir doch noch kurz beim Thema Künstliche Intelligenz: Zwar präsentierte Apple zuletzt gute Quartalszahlen und kündigte den umfangreichsten Aktienrückkauf der Unternehmensgeschichte an – dennoch hinkt man in Sachen KI der Konkurrenz um Microsoft, Amazon, Google und Co. deutlich hinterher. Erst vor kurzem wurde das Projekt eines selbstfahrenden Autos eingestampft, um personelle Kapazität für die Arbeit im Bereich KI freizuschaufeln – denn natürlich möchte auch der iPhone-Konzern ein Stück vom umkämpfen KI-Kuchen. Medienberichten zufolge arbeitet Apple jetzt an einem eigenen KI-Spezialchip namens ACDC. Im Vergleich zu den Chips vom Branchenführer Nvidia, welche vorrangig beim Training von KI-Modellen eingesetzt werden, zielen Apples Chips auf den reinen Betrieb von KI-Anwendungen ab. Das Projekt soll bereits seit einigen Jahren laufen, jedoch ist bislang nicht bekannt, wann der neue Chip vorgestellt wird. Apple äußerte sich bisher nicht zu den Berichten.
Weiter Anschlag geplant? Tesla stoppt die Bänder in Grünheide
Tesla muss die Produktion in der Gigafactory Berlin-Brandenburg erneut aussetzen. Grund dafür sind weitere angekündigte Proteste gegen den Ausbau der Anlage. Wenngleich das Tesla-Wertpapier in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Rallye hinlegte, läuft es beim nordamerikanischen Autobauer zuletzt alles andere als rosig: Im ersten Quartal 2024 verzeichnete das von Elon Musk geführte Unternehmen den stärksten Umsatzrückgang seit über zehn Jahren, der CEO begründete diese schwachen Zahlen mit den anhaltenden Unruhen im Roten Meer und daraus resultierenden Problemen in der Lieferkette. Auch der „perfide Anschlag“ auf die Gigafactory in Grünheide soll mitverantwortlich für den schleppenden Absatz sein. Damals musste die Produktion aufgrund eines in Brand gesetzten Strommasts mehrere Tage ausgesetzt werden. Nun stehen die Tesla-Bänder in Grünheide abermals still, Grund hierfür sind angekündigte Proteste. Aus einer E-Mail an die Belegschaft geht hervor, dass die Produktion aufgrund einer Empfehlung der „zuständigen Behörden“ von Mittwochabend bis Sonntagabend ausgesetzt wird, die Polizei rechnet mit mehreren Hundert Aktivisten und dementsprechend „einem größeren Einsatz“.
Corona-Impfung aus der Mode: Pharma-Riesen straucheln
Das Geschäft mit Corona-Medikamenten läuft nicht mehr. Heute gab der britische Pharmakonzern AstraZeneca bekannt, seinen Corona-Impfstoff in Europa, im Nahen Osten und dem arabischen Raum vom Markt zu nehmen. Laut einer öffentlichen Stellungnahme sei die Nachfrage gering, weshalb das Präparat „nicht mehr hergestellt oder geliefert“ werde. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Dienstag verkündet, die Marktzulassung auf Wunsch des Herstellers zu annullieren. Weltweit hat AstraZeneca laut eigenen Angaben drei Milliarden Impfdosen ausgeliefert. Wegen Nebenwirkungen verlor die Marke schon während der Pandemie an Vertrauen. In London muss sich der Konzern aktuell in einer Sammelklage verantworten und soll vor Gericht die Nebenwirkungen eingestanden haben. Bei einem Schuldspruch droht eine Strafe von über 100€ Millionen. Während der Pandemie konnte in Deutschland vor allem Biontech mit seinem mRNA-Impfstoff auftrumpfen. Auch der Mainzer Konzern knabbert aber am kaum noch vorhandenen Corona-Geschäft. Im ersten Quartal verzeichnete man einen Nettoverlust von rund 315€ Millionen, der Umsatz brach auf knapp 190€ Millionen ein. Im ersten Quartal 2023 hatte man noch fast 1.3€ Milliarden eingenommen. Ein neues Corona-Präparat soll dennoch für die nahende Impfsaison kommen.
Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!





