Disbelief – das war in den letzten Wochen das Schlagwort schlechthin unter Krypto-Enthusiasten. Unglaube und Zweifel dominierten unter neuen und erfahrenen Anlegern: Keiner konnte so recht glauben, was da gerade passiert, der aufkeimende Optimismus auf Social Media wurde argwöhnisch beäugt. Dabei gelten sogenannte Disbelief-Rallyes in der Börsenwelt als erste Vorzeichen eines neuen Bull Runs: Die Preise steigen, aber das allgemeine Interesse ist gering. Diejenigen, die schon im Markt sind, trauen dem Braten nach den eben erst ausgestandenen Strapazen des letzten Bärenmarktes noch nicht. Trotz anhaltender Kursgewinne werden Wetten auf fallende Preise abgeschlossen. Das Short-Volumen auf den Börsen schießt in die Höhe, nur um beim nächsten Anstieg liquidiert und als Katalysator für noch stärkere Zuwächse genutzt zu werden. Die Disbelief-Aufwärtsspirale entsteht.
Eine typische Disbelief-Rallye scheint sich gerade beim Bitcoin zu entfalten. Die Präsenz in den Mainstream-Medien nahm in den letzten Wochen zwar leicht zu, bleibt insgesamt aber spärlich. Rund um die Spot-ETF-Zulassung im Januar stieg das Interesse bei den globalen Google-Such-Trends, mittlerweile ist auch dieser Indikator aber wieder abgekühlt. Und trotz der leicht positiven Bitcoin-Performance stellte der Februar die Nerven aller Krypto-Fans bisher auf eine harte Probe. Die zuletzt hartnäckige Seitwärtsphase sorgte für Unruhe, historisch hatte der zweite Monat des Jahres häufig Abverkäufe gebracht. Und dann steht ja auch noch das Halving-Event vor der Tür, ein weiteres vermeintliches Anzeichen für Abgabedruck – kurz vor den letzten Halbierungen war der Bitcoin stets abgerutscht und konnte sich erst nach empfindlichen Korrekturen wieder aufrappeln.
ETF-Rekord gegen den Februar-Fluch
Der Februar-Fluch scheint nun aber gebannt zu sein, mehr als zehn Prozent wurde der Bitcoin-Preis in den letzten Stunden aufwärts gepeitscht. Gleich mehrere positive Meldungen aus den traditionellen Märkten befeuerten Anfang der Woche die Bitcoin-Euphorie: Im aktuellen Quartal will Ferrari in Europa und weiteren wichtigen Absatzmärkten erstmals Bitcoin als Bezahlung für seine Sportwagen akzeptieren, das Software-Unternehmen MicroStrategy kaufte weitere 3000 Bitcoins für $155 Millionen, um sein pralles Portfolio von bald 20 000 BTC weiter zu füllen und die beliebte Social-Media-Plattform Reddit gab im Vorfeld ihres geplanten Börsengangs bekannt, einen Teil der Gewinne in Bitcoin investiert zu haben. Zum finalen Ausbruch aus der jüngsten Monotonie verhalf dem Krypto-Flaggschiff schließlich ein Rekordvolumen bei den Bitcoin-Spot-ETFs von BlackRock, Ark Invest, Fidelity und Co. Nachdem die letzten Wochen fast durchgehend mit täglichen Nettozuflüssen oberhalb der $100-Millionen-Marke aufgewartet hatten, übertraf der gestrige Montag mit $2.4 Milliarden Handelsvolumen das bisherige Rekordhoch vom 11. Januar, dem ersten Tag nach der aufsehenerregenden Zulassung durch die nordamerikanische Börsenaufsicht (engl.: Securities and Exchange Commission; kurz: SEC). Dürfen sich nun all jene bestätigt fühlen, die aufgrund der ETF-Zulassung ein Halving ohne signifikanten Abverkauf und damit eine historische Anomalie im Krypto-Markt prophezeien?
Im Moment sollte man zumindest nicht dagegen wetten, auch hier gilt die alte (Trader-)Weisheit: The Trend is Your Friend. Und der zeigt zweifellos aufwärts. Allein der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock, der die ETF-Dynamik in den zurückliegenden Monaten erst so richtig ins Rollen gebracht hatte, verzeichnete gestern in seinem IBIT-ETF ein Volumen von rund $1.3 Milliarden und verantwortete damit mehr als die Hälfte der gesamten Handelsaktivität in allen BTC-ETFs in den letzten 24 Stunden. Allein BlackRock und Fidelity halten mittlerweile mehr als $10 Milliarden in Bitcoin. Alle neun ETFs kommen auf ein Vermögen von mehr als 300 000 BTC, was etwa 1.5 Prozent der gesamten möglichen Umlaufmenge der größten Kryptowährung entspricht. Die Erklärung für die aktuell starken Anstiege ist recht einfach: Während sowohl die institutionelle als auch die private Nachfrage den Bitcoin-Preis nach oben treiben, nehmen die Reserven auf den Börsen seit Sommer 2020 stetig ab und markierten vor wenigen Tagen ein Sechsjahrestief. Das verknappte Angebot in Kombination mit dem anhaltend starken Kaufdruck fungiert also als wichtigster Preistreiber, Short-Liquidationen in Höhe von rund $200 Millionen unterstützen den nahezu parabolischen Anstieg der vergangenen Stunden. Und mit dieser bullischen Dynamik könnte es auch erstmal weitergehen.
Wann erreicht Bitcoin ein neues Allzeithoch?
Laut unserer technischen Analyse hat der Bitcoin-Kurs imminent noch etwas Platz nach oben und könnte sich bis zum Abschluss des aktuellen Aufwärtsimpulses der $60 000-Marke annähern. Anschließend erwarten wir eine deutlichere Korrektur, genaue Preisziele geben wir an unsere Abonnenten heraus, sobald die turbulente Marktentwicklung präzise Berechnungen erlaubt. Schon seit Wochen deuten unsere Elliott-Wellen-Metriken auf das nun eingetretene starke Kursplus hin, die übergeordnete Impulsstruktur sollte den Bitcoin trotz zwischenzeitiger Abverkäufe bald in Richtung eines neuen Allzeithochs tragen. Wie in allen Märkten verläuft dieser Anstieg aber nicht linear, auch in den kommenden Wochen und Monaten werden sich für alle, die ihre Positionierung im Markt noch ausbauen wollen, neue Einstiegschancen bieten. Gerade in derart volatilen Marktphasen entscheidet das richtige Timing über hohe Gewinne und schmerzhafte Verluste. Deshalb geben wir in den Analysen unseres Bitcoin/Ethereum- respektive unseres Altcoin-Pakets konkrete Signale für lukrative Einstiegs- und Handelsmöglichkeiten. Der Krypto-Markt birgt zwar verhältnismäßig hohes Risiko – wie hoch aber die Rendite beim richtig gesetzten Einstieg sein kann, wird gerade ein weiteres Mal deutlich.




