DAX-Newsflash: Industrie streicht Stellen, Telekom & Co. wachsen, deutsche Firmen toppen USA
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DAX-Newsflash: Industrie streicht Stellen, Telekom & Co. wachsen, deutsche Firmen toppen USA

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Carlo Schmid

Industrie in Deutschland streicht 100 000 Stellen

Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr rund 101 000 Stellen gestrichen, das entspricht einem Rückgang von 1.8  Prozent. Besonders betroffen war die Autobranche, die alleine über 45 000 Jobs verlor. Laut einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY), die auf Daten des Statistischen Bundesamts basiert, beschäftigt die Industrie aktuell 5.46 Millionen Menschen. Auch in der Metall- und Textilbranche gingen Tausende Stellen verloren. Weitere 70 000 Jobs könnten laut EY bis Ende des Jahres wegfallen.

Hintergrund des Stellenabbaus ist die anhaltende Wirtschaftsschwäche: Niedrige Nachfrage, hohe Energie- und Personalkosten sowie starker Preisdruck durch chinesische Konkurrenten setzen viele Firmen unter Druck. Zusätzlich erschweren Handelskonflikte, etwa mit den USA, den Export. Besonders hart trifft es den Maschinenbau und die Autoindustrie, wo Unternehmen bereits Sparprogramme gestartet haben, um gegenzusteuern.

Wertvollste deutsche Marken übersteigen 500 Milliarden Dollar

Die 50 wertvollsten Marken aus Deutschland bringen es gemeinsam auf einen Markenwert von über 500 Milliarden US-Dollar. Angeführt wird das Ranking von der Deutschen Telekom mit rund 73 Milliarden Dollar, gefolgt von SAP, Mercedes-Benz, BMW und Siemens. Die Analyse stammt vom US-Beratungsunternehmen Brand Finance, das jährlich Marken weltweit nach ihrem finanziellen Wert einstuft. Neueinsteiger im Ranking sind unter anderem Aldi Nord, Aldi Süd, Rossmann und 1&1.

Ermittelt wird der Markenwert auf Basis von Umsatzprognosen, Markenstärke und dem wirtschaftlichen Einfluss auf das Konsumentenverhalten. Besonders erfolgreich sind Unternehmen, die ihre Marke global aufgestellt haben und stark in Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit investieren. Die Telekom profitiert etwa vom globalen T-Mobile-Geschäft in den USA, während SAP mit Unternehmenssoftware weltweit punktet.

Hier die Top 10 im Überblick:

  1. Deutsche Telekom – 73.3 Milliarden US-Dollar
  2. SAP – 50.9 Milliarden US-Dollar
  3. Mercedes-Benz – 41.2 Milliarden US-Dollar
  4. BMW – 40.3 Milliarden US-Dollar
  5. Siemens – 34.2 Milliarden US-Dollar
  6. Allianz – 24.6 Milliarden US-Dollar
  7. Adidas – 17.9 Milliarden US-Dollar
  8. Volkswagen – 17.1 Milliarden US-Dollar
  9. Audi – 15.1 Milliarden US-Dollar
  10. Porsche – 13.2 Milliarden US-Dollar

Deutsche Unternehmensgewinne sollen USA überholen

Laut dem Nachrichtenportal Bloomberg erwarten Analysten, dass die DAX-Konzerne 2026 beim Gewinnwachstum den US-Leitindex S&P 500 verhältnismäßig übertreffen. Während im ersten Halbjahr 2025 noch ein Rückgang von zwei Prozent prognostiziert wird, soll der Gewinn je Aktie im Gesamtjahr um bis zu 15 Prozent steigen – mehr als die erwarteten 13.5 Prozent beim S&P 500. Besonders Unternehmen aus der Rüstungsindustrie wie Rheinmetall und Airbus sollen zum Wachstum beitragen. Treiber sind steigende Staatsausgaben, allen voran für Verteidigung und Infrastruktur.

Der Optimismus kommt nicht von ungefähr: Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat massive Investitionspakete beschlossen, darunter ein Infrastrukturfonds von 500 Milliarden Euro und Steuererleichterungen für Unternehmen. Während US-Märkte unter Konjunktursorgen und Trumps Zollpolitik leiden, erscheinen deutsche Aktien international als attraktive Alternative. Besonders gefragt seien Firmen mit Fokus auf den Heimatmarkt und Wachstumsfeldern wie Künstliche Intelligenz, Energiewende und Elektromobilität.

China exportiert mehr nach Deutschland, weniger in die USA

Im Mai 2025 hat China seine Exporte nach Deutschland um 21.5 Prozent gesteigert, während die Ausfuhren in die USA im gleichen Zeitraum um deutliche 34.5 Prozent eingebrochen sind. Auch die chinesischen Importe aus den USA gingen um 18.1 Prozent zurück. Das zeigen aktuelle Zahlen der chinesischen Zollbehörde. Trotz der Probleme mit den USA wuchs Chinas gesamter Außenhandel, die Ausfuhren stiegen weltweit um 4.8 Prozent.

Der Rückgang im Handel mit den USA steht im Zusammenhang mit dem anhaltenden Zollkonflikt, der zuletzt zwar etwas entschärft wurde, aber weiterhin belastet. Ein Handelsüberschuss von 103 Milliarden US-Dollar zeigt, dass China dennoch stark exportiert. Gleichzeitig kämpft das Land mit einer schwachen Inlandsnachfrage und Problemen im Immobiliensektor. Um gegenzusteuern, setzt Peking auf Zinssenkungen und staatliche Subventionen – etwa für Konsumgüter und Maschinen.

BYD will 5000 E-Autos auf deutsche Straßen bringen

Der chinesische Elektroautobauer BYD wird ab Juli 2025 gemeinsam mit dem Auto-Abo-Anbieter Finn bis zu 5000 Elektrofahrzeuge auf den deutschen Markt bringen. Die Fahrzeuge, darunter Modelle wie der Dolphin, sollen vor allem über Abonnements an Privatkunden vermittelt werden. Bislang war BYD in Deutschland vor allem im Geschäftskundenbereich aktiv – mit der neuen Kooperation will das Unternehmen nun seine Präsenz auf den Straßen deutlich steigern und breitere Kundengruppen ansprechen.

Parallel dazu hat BYD angekündigt, in Europa ein eigenes Netz von ultraschnellen Megawatt Flash Chargern mit Ladeleistungen über 1000 Kilowatt aufzubauen. Erste Standorte sollen innerhalb eines Jahres entstehen. Die Ladesäulen sind speziell auf die neue Super E-Plattform und die Blade-Batterie ausgelegt, mit der sich 400 km Reichweite in nur fünf Minuten laden lassen sollen. Damit will BYD laut eigenen Aussagen, die Ladeinfrastruktur für seine kommenden Modelle wie Han L und Tang L stärken und sich als Technologieführer im europäischen Markt positionieren.

Das war's schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Dienstag.

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Carlo Schmid

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