China/Rohstoffe: Nvidia-Chips überwacht, Occidental und Exxon mit gutem Q1, China lockert Geldpolitik
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China/Rohstoffe: Nvidia-Chips überwacht, Occidental und Exxon mit gutem Q1, China lockert Geldpolitik

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Carlo Schmid

USA wollen Nvidia-Chips verfolgen 

Ein US-Abgeordneter hat ein Gesetz vorgeschlagen, das es erlauben soll, den Standort von KI-Chips, etwa von Nvidia, nach dem Verkauf nachzuverfolgen. Ziel sei es, den illegalen Export der Hochleistungschips nach China zu stoppen. Der Demokratische Politiker Bill Foster plant dieses Vorhaben und will für Hochleistungschips Tracking und Nutzungsbeschränkungen einführen. Das Vorhaben erhält parteiübergreifende Unterstützung und basiert auf Berichten über weitverbreiteten Schmuggel von KI-Chips in China trotz bestehender Exportverbote.



KI-Chips von Nvidia sind zentral für Anwendungen wie Large Language Models, Chatbots, Bildgeneratoren und sogar sensible Projekte wie die Entwicklung von biologischen Waffen. Schon jetzt nutzen Unternehmen wie Google Technologien zur Standortverfolgung ihrer Chips, um selbst Missbrauch nachzuvollziehen und zu unterbinden. Nun soll das auch gesetzlich vorgeschrieben werden. Experten warnen seit einiger Zeit, dass China verbotene Chips für den Bau fortschrittlicher KI-Systeme verwendet.

Occidental Petroleum mit solidem Q1

Occidental Petroleum hat im ersten Quartal 2025 einen Gewinn von 0.87 US-Dollar pro Aktie erzielt und damit die Erwartungen von 0.73 Dollar deutlich übertroffen. Der Umsatz erreichte 6.84 Milliarden Dollar, blieb jedoch hinter den Prognosen von 7.2 Milliarden Dollar zurück. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, als sechs Milliarden Dollar umgesetzt wurden, legte das Unternehmen dennoch leicht zu. Trotzdem hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 20 Prozent an Wert verloren.


Occidental Petroleum ist einer der größten Öl- und Gasförderer in den USA. Der Kursrückgang seit Jahresbeginn liegt vor allem an gesunkenen Ölpreisen, höheren Finanzierungskosten und einer insgesamt schwachen Stimmung im Energiesektor. Obwohl das Unternehmen operativ solide Zahlen liefert, bleiben Anleger skeptisch, wie nachhaltig die Erholung sein kann. Insbesondere, weil der Umsatz, ein wichtiger Indikator für die Geschäftsdynamik, hinter den Erwartungen blieb.

Exxon Mobil übertrifft Erwartung

Exxon Mobil hat im ersten Quartal einen Gewinn von 7.7 Milliarden Dollar oder 1.76 Dollar pro Aktie erzielt und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz hingegen lag bei 83.1 Milliarden Dollar und damit unter den erwarteten 86.7 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahr sank der Gewinn um sechs Prozent, was vor allem auf gefallene Ölpreise zurückzuführen ist. Dennoch konnte Exxon seine Produktion um 20 Prozent steigern. Zusätzlich schüttete der Konzern 9.1 Milliarden Dollar an seine Aktionäre aus – 4.3 Milliarden Dollar über Dividenden und 4.8 Milliarden Dollar durch Aktienrückkäufe.

Aktienrückkäufe bedeuten, dass ein Unternehmen eigene Aktien vom Markt zurückkauft. Das erhöht den Wert der verbleibenden Aktien und zeigt oft, dass die Firma finanziell stark aufgestellt ist. Exxon setzt damit trotz sinkender Ölpreise auf die Stärkung der Aktionärsbeteiligung. Der Einbruch der Ölpreise hängt stark mit den neuen Zöllen der US-Regierung zusammen, die weltweit für Unsicherheit sorgen. Auch industrielle Schwäche in China und die breite Angst vor einer Rezession in den Vereinigten Staaten spielen eine Rolle.

Neue Liquidität aus China

Die chinesische Zentralbank hat am Mittwoch, den 7. Mai ein umfassendes geldpolitisches Maßnahmenpaket beschlossen. In Peking senkte die People's Bank of China den Leitzins sowie den Mindestreservesatz für Banken und stellte rund 139 Milliarden US-Dollar neue Liquidität bereit. Die Börsen reagierten positiv: Der Hang Seng-Index stieg um etwa zwei Prozent, während besonders Aktien von Tencent, Alibaba und Baidu zulegen konnten.


Ein gesenkter Leitzins bedeutet, dass Banken und Unternehmen günstiger Geld leihen können, was Investitionen und den Konsum stärken soll. Gleichzeitig unterstützt die Zentralbank gezielt den Auto-Sektor und den schwächelnden Immobilienmarkt. Mit dieser expansiven Geldpolitik will Peking Vertrauen schaffen, auch im Vorfeld neuer Handelsgespräche mit den USA. Chinesische Tech-Giganten wie Alibaba, Tencent oder Baidu verzeichneten in den letzten Handelstagen teils deutliche Anstiege.

Flug-Autos zur Börse? XPeng vor IPO

Das chinesische Elektroauto-Unternehmen XPeng prüft laut Bloomberg Möglichkeiten, seine Flugauto-Tochter Xpeng Aeroht an die Börse zu bringen. Dafür hat das Unternehmen wohl bereits Banken eingeladen, die bei einem möglichen Börsengang in Hongkong oder den USA unterstützen könnten. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt es bisher nicht. Ein Börsengang würde es Xpeng Aeroht ermöglichen, weitere Investoren anzuziehen und so die Entwicklung seiner fliegenden Autos deutlich zu beschleunigen.

Xpeng Aeroht wurde 2020 als Tochterfirma von XPeng gegründet. Die Sparte geht auf das Unternehmen Aeroht zurück, das seit 2013 Flugtechnologien in Südchina entwickelt.  Obwohl Aeroht 2024 schon 150 Millionen US-Dollar von Investoren bekommen hat, könnte ein Börsengang noch mehr Kapital bringen. Das wäre wichtig, da die Entwicklung von fliegenden Fahrzeugen teuer ist – etwa wegen aufwendiger Forschung, Produktion und den nötigen Zulassungen.

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Carlo Schmid

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