HKCM-Newsflash: Telekom wird Bitcoin-Miner, Tesla hat Probleme
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HKCM-Newsflash: Telekom wird Bitcoin-Miner, Tesla hat Probleme

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Murat Örs

Die Welt der Finanzen steht niemals still. Was in den vergangenen Stunden passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Newsflash an. Kurz, knapp und auf das Wichtigste reduziert.

Auslieferungsprobleme bei Teslas Cybertruck

Wieder mal sorgt ein Produktionsmangel bei dem Elektro-Pick-up von Tesla für einen Auslieferungsstopp. Tesla selbst hält sich über die Hintergründe bedeckt, im Forum des Cybertruck Owners Club schrieben jedoch einige Mitglieder, dass es Probleme mit den Scheibenwischern geben soll. Inzwischen soll Tesla auch einige Kunden darüber informiert haben, dass sich die Auslieferung ihrer Fahrzeuge um mindestens eine Woche verzögert. Auch einige der bereits zugelassenen Cybertrucks sollen Probleme mit den Scheibenwischern aufweisen. Hinzu kommen offenbar Schwierigkeiten bei der Ersatzteillieferung, denn einige Besitzer berichteten, dass sie bis zu zwei Wochen auf die Reparatur ihrer Scheibenwischer warten mussten. Die Mängelliste des Cybertrucks wird immer länger: Marketing-Fails, Elektronikprobleme und Rost machen dem futuristischen Gefährt zu schaffen. Erst im April wurde bekannt gegeben, dass knapp 4000 Fahrzeuge zurückgerufen werden müssen. Aufgrund eines Produktionsfehlers bei den ersten Fabrikaten konnten die Gaspedale festklemmen und die Autos ungewollt beschleunigen.

Telekom will Bitcoin minen

Die Deutsche Telekom will ins Mining der Kryptowährung Bitcoin einsteigen. Das gab das Unternehmen am vergangenen Freitag auf der Kryptowährungskonferenz BTC Prague bekannt. Dirk Röder, Web3-Chef bei der Telekom-Tochter T-Systems MMS sagte: "Seit 2023 betreiben wir eine Bitcoin-Node und wir betreiben auch Bitcoin-Lightning-Nodes“. Röder wies dann auf ein bevorstehendes Projekt hin und sagte: "Mit einem Herzen voller Stolz möchte ich Sie in ein kleines Geheimnis einweihen: Wir werden uns bald an der digitalen monetären Photosynthese beteiligen." Der Bitcoin-Influencer Joe Nakamoto fragte daraufhin, ob die Telekom auch Bitcoins minen werde, worauf Röder antwortete: „Wir werden“. In den vergangenen Jahren hat die Telekom ihr Engagement in verschiedenen Blockchain-Projekten kontinuierlich ausgebaut. Seit 2022 unterstützt das Unternehmen das Ethereum-Netzwerk als Validator, also Betreiber eines Knotenpunktes zur Validierung von Transaktionen und Blockchain-Operationen. Zudem arbeitet es mit dem Liquid Staking-Protokoll StakeWise zusammen.

NATO investiert eine Milliarde Euro in KI, Raumfahrt und Robotik

Ein Konsortium von NATO-Bündnispartnern hat die erste Tranche von Unternehmen bestätigt, die im Rahmen ihres mit einer Milliarde Euro ausgestatteten Innovationsfonds gefördert werden. Damit will das Bündnis europäische Verteidigungstechnologien fördern, um den aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit zu begegnen. Zu den ersten europäischen Unternehmen, die Investitionen erhalten, gehören das deutsche Unternehmen ARX Robotics und die britischen Unternehmen Fractile, iComat und Space Forge. Die Unternehmen sind in den Bereichen Robotik, Chiptechnologie sowie Luft- und Raumfahrt tätig.  Der Fonds hat auch in vier Risikokapitalfonds investiert, die sich auf Deep Tech konzentrieren also etwa das Internet of Things (IoT). Das Bündnis stellte den Fonds im Sommer 2022 vor, Monate nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine, und versprach, in Technologien zu investieren, die seine Verteidigung verbessern würden. Der Fonds wird von 24 der 32 NATO-Mitgliedstaaten unterstützt, darunter auch Finnland und Schweden, die dem Bündnis Anfang des Jahres beigetreten sind.

Deutsche Bauindustrie schwächelt weiter

Der Wohnungsbau in Deutschland kriselt weiterhin, im April sind die Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17% gesunken. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden ca. 71 100 Genehmigungen für Um- und Neubauten vergeben, das waren sogar 21% weniger als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. In den zurückliegenden zwei Jahren haben es vor allem hohe Kreditzinsen, Material- und Energiekosten dem Baugewerbe schwer gemacht zu florieren. Das führte zum stärksten Preissturz seit 60 Jahren. Gleichzeitig herrscht gerade in den Ballungsräumen ein eklatanter Wohnungsmangel, weshalb Verbände der Immobilien- und Baubranche auf noch mehr staatliche Förderung drängen. Auch Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen Vonovia hält sich mit dem Bau von neuen Immobilien zurück, hob sogar die Mieten um durchschnittlich 3.8% an und verkaufte zuletzt Wohnungen im Gesamtwert von rund 4€ Milliarden. Unklar bleibt zum jetzigen Zeitpunkt auch, wann Vonovia wieder neue Wohnungen bauen wird.

Burger mit KI: McDonald’s revolutioniert McDrive

McDonald's plant, Bestellungen am Drive-In-Schalter (McDrive) künftig von Künstlicher Intelligenz (KI) annehmen zu lassen. Nach einem rund zweijährigen Testlauf an über 100 Standorten in den USA gemeinsam mit IBM wird das Vorhaben vorerst beendet. Das Unternehmen ist aber überzeugt, dass "eine Lösung für Sprachbestellungen im Drive-thru ein Teil der Zukunft unserer Restaurants sein wird". Gerade im Bestellvorgang biete sich der Einsatz generativer KI, wie ChatGPT, an, da es hier einer überschaubaren Anzahl an Wörtern bedürfe. Bis Jahresende sollen verschiedene technische Möglichkeiten geprüft und eine Lösung festgelegt werden. McDonald's schloss im Dezember eine Partnerschaft mit Google zur Nutzung generativer KI, nähere Details blieben bisher unter Verschluss. Andere Fast-Food-Ketten wie Wendy's und Carl's Jr. experimentieren ebenfalls mit der automatisierten Annahme gesprochener Bestellungen. Laut einer Studie des McKinsey Global Institute (MGI) können bis 2030 rund drei Millionen Jobs oder sieben Prozent der Gesamtbeschäftigung in Deutschland durch KI beeinflusst werden. Es besteht die Gefahr eines Überangebots an Arbeitskräften im Niedriglohnsektor, während hochqualifizierte Arbeitsplätze kaum besetzt werden könnten.

Datenleak bei X.com – Planung der Everything-App

Geleakte Dokumente offenbaren Details zu Elon Musks Plänen für einen internen Bezahldienst auf der Social-Media-Plattform X, vormals Twitter. Laut E-Mails, die X an Regulierungsbehörden in elf Bundesstaaten übermittelt wurden, sollen Nutzer in der Lage sein, Geld auf ihrem X-Konto zu hinterlegen und andere Nutzer oder Unternehmen zu bezahlen. Auch sollen physische Waren verkauft und gehandelt werden. Die mehr als 350 Seiten umfassenden Unterlagen, darunter Finanzberichte, Geschäftspläne und Organigramme, zeigen Musks Bestrebungen, X zu einer Venmo-ähnlichen Plattform auszubauen. Inhaber und Tesla-Geschäftsführer Musk strebt offenbar an, den Bezahldienst ohne signifikante Gebühren anzubieten. Ziel sei es, die Nutzerbeteiligung und Kundenbindung auf der Plattform zu erhöhen und neue Einnahmequellen abseits der Werbung zu erschließen. Die Dokumente geben auch Einblicke in die finanziellen Schwierigkeiten von X seit Musks $44-Milliarden-Übernahme im Jahr 2022. Der Umsatz von X ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Musk zielt laut eigener Aussage darauf ab, X zu einer Everything App auszubauen und eine der größten Finanzinstitutionen der Welt zu werden. Bemühungen, auch Kryptowährungen wie Bitcoin oder Dogecoin in die X-Zahlungsinfrastruktur zu integrieren sind derzeit offenbar nicht geplant.

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Murat Örs

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