Krypto-Newsflash: Bitcoin-Allzeithoch, Krypto-Woche in den USA, Pump.fun-ICO
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Krypto-Newsflash: Bitcoin-Allzeithoch, Krypto-Woche in den USA, Pump.fun-ICO

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Carlo Schmid

Bitcoin erreicht 120 000 Dollar, Strategy kauft 600 000 BTC

Der Bitcoin hat am Montag erstmals die Marke von 120 000 US-Dollar überschritten und kurzzeitig ein Rekordhoch von fast 123 000 Dollar erreicht. Der Anstieg wird getrieben durch die Aussicht auf neue US-Gesetze zur Kryptoregulierung und die Unterstützung von Präsident Trump. Gleichzeitig setzt das Unternehmen Strategy mit Chef Michael Saylor seine aggressive Kaufstrategie fort, schon vor zwei Wochen stockte der Konzern seine Bitcoin-Bestände auf mehr als 597 000 BTC im Wert von 70.9 Milliarden Dollar auf.

Strategy, vormals MicroStrategy, zählt zu den größten Bitcoin-Investoren weltweit und finanziert seine Käufe über Anleihen und Aktien. Analysten sehen in der starken Nachfrage institutioneller Investoren einen möglichen Kurstreiber, warnen aber vor den Risiken dieser schuldengetriebenen Strategie. Ein Angebotsengpass könnte die Preise kurzfristig weiter steigen lassen. Wenn viele kaufen wollen, aber nur wenige verkaufen, treibt das den Kurs nach oben. Dieses Prinzip funktioniert aber nur, solange die Nachfrage anhält und Großinvestoren nicht beginnen, ihre Bestände wieder abzustoßen.

BTC- und Stablecoins: "Krypto-Woche" in den USA

In den USA startet diese Woche die sogenannte Crypto Week. Gemeint ist die Woche vom 14. bis 18. Juli, in der das Repräsentantenhaus über drei wichtige Krypto-Gesetze beraten und abstimmen will. Im Fokus stehen Regeln für Stablecoins, die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden und ein mögliches Verbot einer digitalen Zentralbankwährung. Unterstützt von Lobbygruppen und über 70 000 Bürgern fordert die Krypto-Industrie klare Regeln zur Regulierung von Kryptowährungen.

Zur Debatte stehen der CLARITY Act, der klären soll, ob Börsen und Token-Verkäufe von der Börsenaufsicht (SEC) oder der Rohstoffaufsicht (CFTC) überwacht werden. Der GENIUS Act will einen gesetzlichen Rahmen für Stablecoins schaffen, also digitale Münzen, die an Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind. Der Anti-CBDC Act soll verhindern, dass die US-Zentralbank eine eigene digitale Währung einführt, aus Sorge vor Überwachung und Kontrollmöglichkeiten durch den Staat. Alle drei Gesetze könnten den Kryptomarkt in den USA und weltweit grundlegend verändern.

Memecoin-Plattform Pump.fun launcht Token nach Milliarden-ICO

Die Memecoin-Plattform Pump.fun hat am Samstag mit ihrem öffentlichen Token-Verkauf 600 Millionen US-Dollar in nur zwölf Minuten eingenommen. Zusammen mit einer privaten Vorabplatzierung kommt der Gesamtbetrag auf 1.32 Milliarden Dollar. Die Käufer erhielten PUMP-Token zum Preis von 0.004 US-Dollar pro Stück. Allerdings nur außerhalb der USA, der EU und Großbritanniens. Der Verkauf lief über die Pump.fun-Website und Partnerbörsen wie KuCoin und Bitget.

Hinter Pump.fun steckt ein 2024 gegründetes Start-up, das auf der Solana-Blockchain läuft. Die Plattform ermöglicht es jedem, mit wenigen Klicks eigene Memecoins zu erstellen und öffentlich zu handeln. Nutzer zahlen Gebühren für das Listen neuer Coins, die Plattform verdient an jedem Handel mit. Wegen regulatorischer Risiken bleibt Pump.fun für US‑, EU‑ und UK-Investoren gesperrt. Die Gründer sehen ihr Projekt als Mischung aus Social Media, Trading-Plattform und Meme-Community.

Die Ethereum Foundation hat am 10. Juli in einem außerbörslichen Handel 10 000 ETH im Wert von rund 25.7 Millionen US-Dollar an Sharplink Gaming verkauft. Der erste Deal dieser Art mit einem börsennotierten Unternehmen. Sharplink will die Token nicht traden, sondern staken und damit langfristig im Ethereum-Netzwerk binden.

Beim Staking werden Coins fest im Netzwerk hinterlegt, um Transaktionen abzusichern und das System zu stabilisieren. Dafür gibt es als Belohnung Zinsen in Form von neuen Coins. Im Unterschied zum Handel (Traden), bei dem man auf Kursgewinne setzt, stärkt Staking die Blockchain und nimmt Coins aus dem Umlauf. Genau das will Sharplink tun: ETH staken, um langfristig Rendite zu erzielen und das Ethereum-Ökosystem aktiv zu unterstützen. Und der Deal kommt nicht von ungefähr, denn Sharplink wird von Joseph Lubin geleitet, einem Mitgründer von Ethereum.

Bank of England warnt Banken vor Stablecoins

Der britische Notenbankchef Andrew Bailey hat am Wochenende die weltweit größten Banken davor gewarnt, eigene Stablecoins herauszugeben. Er erklärte, es wäre ihm lieber, Banken würden digitale Einlagen in Form sogenannter tokenisierter Bankguthaben anbieten. Bailey befürchtet, dass Stablecoins Geld aus dem traditionellen Bankensystem abziehen und so die Kreditvergabe gefährden könnten.

Stablecoins sind digitale Währungen, die an den Wert klassischer Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind. Anders als beim klassischen Bankengeld bewegen sie sich oft außerhalb regulierter Systeme, was Risiken wie plötzliche Wertverluste oder Geldwäsche begünstigen kann. Bailey sprach sich auch gegen eine digitale Zentralbankwährung für Großbritannien aus und plädiert stattdessen für die Digitalisierung klassischer Bankeinlagen.

Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag.

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