BlackRocks offener Ethereum-Geheimplan: Das verändert alles für Altcoins!
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BlackRocks offener Ethereum-Geheimplan: Das verändert alles für Altcoins!

Author

Simeon Koch

Das Wichtigste in Kürze:

  • BlackRock launcht seinen ersten Ethereum-Staking-ETF.
  • ETHB macht Krypto für Institutionelle deutlich attraktiver.
  • Wallstreet-Firmen kaufen Krypto, während der Markt schläft.

Noch vor einem Jahr hätte diese Nachricht Begeisterungsstürme rund um Bitcoin und vor allem um Altcoins ausgelöst: Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat gestern seinen ersten Staking-ETF für Ethereum (Ticker: ETHB) an der US-Technologiebörse Nasdaq gelauncht. Erstmals bietet BlackRock einen Krypto-Fonds mit laufenden Renditen an. Und kaum jemand bemerkt es.

BlackRock steigt immer größer in den Altcoin-Markt ein. Das ist kein Geheimnis, aber niemand scheint darauf zu achten. Der neue ETHB-Fonds mit seiner Dividendenstruktur macht Krypto-Anlagen für institutionelle Investoren deutlich attraktiver. Und auch kleinere Altcoins zeigen still und heimlich Stärke, während das Interesse an Bitcoin und Co. am Nullpunkt ankommt. Kaufen Institutionelle gerade heimlich Krypto, während Retail-Anleger wegschauen?

Ethereum schlägt Bitcoin: Die Institutionellen kommen!

Selten war die Stimmung so schlecht im Kryptomarkt. Die Angst vor einem weiteren Bitcoin-Absturz nach den harten Korrekturen der letzten Wochen lähmt den Sektor. Die meisten Kleinanleger, die noch vor ein paar Monaten jede Preisbewegung von Bitcoin mit Argusaugen verfolgt haben, sind raus aus dem Markt. Nach der Frustration rund um die 50-Prozent-Korrektur, die BTC seit Oktober hingelegt hat, ist nun Stille eingetreten.

Wer ein Gefühl dafür bekommen möchte, wie wenig öffentliches Interesse gerade auf den Kryptomarkt gerichtet ist, muss sich nur ansehen, wie viel Euphorie in den letzten Tagen rund um die Listung des ersten Ethereum-Staking-ETFs von BlackRock aufgekommen ist. Nämlich gar keine. Dabei ist dieser Staking-ETF ein Meilenstein für den Kryptosektor – besonders aus Sicht institutioneller Anleger, die diesen Bitcoin-Zyklus bisher maßgeblich geprägt haben.


Ohne die ETF-Zuflüsse (grün) wäre Bitcoin heute nicht, wo er ist. Erlebt Ethereum mit dem neuen Staking-ETF einen ähnlichen Boom?


Ohne die neuen Krypto-ETFs, die BlackRocks IBIT mit gut 50 Milliarden Dollar an gehaltenen Bitcoin unangefochten anführt, stünde BTC heute wohl wesentlich schlechter da. Das Interesse von Kleinanlegern am Kryptomarkt hat seit dem Bärenmarkt-Tief im Winter 2022 zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd so hohe Levels erreicht wie noch im letzten Bullenmarkt 2021. Dennoch stieg Bitcoin stetig an und erreichte im Oktober sein bisheriges Zyklushoch von rund 126 000 Dollar.

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Altcoins blieben dabei weitestgehend auf der Strecke, weil ihnen die institutionellen Zuflüsse fehlten. Die Ethereum-ETFs etwa wurden erst ein halbes Jahr später gelauncht und kamen zu Beginn nicht annähernd so gut an wie die BTC-Fonds. Ein Grund dafür: Ethereum konnte seinen größten Wettbewerbsvorteil gegenüber Bitcoin – nämlich die Möglichkeit, laufende Renditen durch Staking zu erwirtschaften – bisher nicht ausspielen. Da griffen Institutionelle lieber zum Benchmark-Asset BTC.


Es ist kein Zufall, dass Ethereum gegenüber Bitcoin im Sommer 2025 Stärke zeigte: Die Trendwende im Juli war begleitet von wachsendem institutionellem Interesse am ETH-ETF.


Es dauerte bis Sommer 2025, also ein gutes Jahr, bis die Ethereum-ETFs erstmals stärkere Zuflüsse verzeichneten als die Bitcoin-Produkte: Am 17. Juli des vergangenen Jahres kauften Anleger Ethereum-Anteile für 602 Millionen Dollar, während die Bitcoin-ETFs nur gut 520 Millionen verbuchten. Von diesem Zeitpunkt an gelang es Ethereum immer wieder, den großen Bruder Bitcoin im ETF-Geschäft auch mal für längere Phasen zu übertrumpfen.

Es ist kein Zufall, dass dieser Wendepunkt bei den ETF-Zuflüssen mit dem bisherigen Zyklustief der ETH/BTC-Valuation (also der Bewertung von Ethereum relativ zu Bitcoin) zusammenfiel. Über den gesamten Sommer zeigte Ethereum relative Stärke gegenüber Bitcoin, gestützt von der plötzlich aufkommenden institutionellen Nachfrage. Das bullische ETH-Momentum relativ zu Bitcoin ebbte seit September zwar wieder ab, die neuen Staking-ETFs von BlackRock könnten aber neuen Schwung bringen. Und das hat einen ganz bestimmten Grund.

Neuer Ethereum-ETF: Kaufen institutionelle heimlich Krypto?

Anders als der frühere iShares Ethereum Trust ETF von BlackRock (ETHA) hält der neue ETHB-Fonds nicht nur Ethereum, sondern setzt einen Großteil davon aktiv im Staking ein. Dabei werden die Ethereum-Bestände zu großen Teilen im Netzwerk gebunden, um Transaktionen zu validieren. Als Gegenleistung erhält der Fonds Staking-Belohnungen, die in Cash umgewandelt und monatlich an Investoren ausgeschüttet werden.

Für institutionelle Anleger wird der ETF dadurch deutlich attraktiver. Während klassische Spot-ETFs lediglich die Kursentwicklung von Ethereum abbilden, generiert ein Staking-ETF zusätzliche laufende Erträge. Da zwischen etwa 70 und 95 Prozent der Bestände gestakt werden können, entsteht eine zusätzliche Rendite von derzeit rund drei Prozent jährlich. Diese Krypto-Dividende macht den Ethereum-ETF auf einen Schlag konkurrenzfähig mit klassischen Aktien- oder Indexfonds, die ebenfalls laufende Erträge abwerfen.


Während Bitcoin gecrasht ist, arbeitet die gesammelte Marktkapitalisierung der kleineren Altcoins (Others) an bullischen Strukturen: MACD und RSI kreuzen nach oben.


Regulatorisch war die Integration von Staking in börsengehandelte Fonds lange umstritten. US-Aufsichtsbehörden befürchteten, dass Staking-Erträge als wertpapierähnliche Ausschüttungen gelten könnten. Zudem besteht beim Staking das sogenannte Slashing-Risiko: Validatoren können bestraft werden, wenn sie technische Fehler machen oder gegen Netzwerkregeln verstoßen. Erst mit klareren steuerlichen Leitlinien und institutionellen Verwahrstrukturen wurde das Modell ETF-fähig.

Mehr als ETH-Hype: Warum Altcoins jetzt Stärke zeigen

Der Altcoin-Sektor wird damit nicht nur zugänglicher, sondern auch attraktiver für institutionelle Investoren. Bisher waren eigene Ertragsmodelle der Blockchain-Ökonomie, wie etwa Staking, für Großanleger nicht nutzbar. Damit fiel ein großer Marktvorteil vieler Altcoin-Projekte (allen voran von Ethereum) weg. Ohnehin verlagert sich das Interesse der Wallstreet-Riesen immer mehr in Richtung Altcoin-Sektor. Ähnlich wie bei der ETH/BTC-Valuation im Sommer 2025 scheint es auch diesmal kein Zufall zu sein, dass Altcoins ausgerechnet jetzt still und leise Stärke gegenüber Bitcoin zeigen.

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Dass institutionelle Investoren aktiv in den Altcoin-Sektor investieren, ist längst kein Gerücht mehr. Anfang Februar gab BlackRock bekannt, seinen auf Ethereum tokenisierten Geldmarkt-Fonds BUIDL (mit bald drei Milliarden Dollar der größte seiner Art im Blockchainsektor) über die dezentralisierte ETH-Börse Uniswap handelbar zu machen. Außerdem wurde von BlackRock ein „strategisches Investment im Uniswap-Ökosystem“ angekündigt – vieles deutet auf den nativen UNI-Token hin.


Der Markt schläft: Als BlackRock öffentlich in UNI investierte, sprang der Kurs kurz, wurde aber sofort wieder abverkauft. Institutionelle kaufen, Retail schaut weg.


Beinahe gleichzeitig gab das US-amerikanische Private-Equity-Unternehmen Apollo Global Management – ebenfalls viele hundert Milliarden schwer – ein Investment in das DeFi-Protokoll Morpho bekannt. Ethereum selbst ist weiterhin ganz oben auf der Wunschliste zahlreicher Treasury-Firmen: 30 börsengelistete Unternehmen aus sieben Ländern halten mit aktuell rund 6.5 Millionen Ethereum fast 5.5 Prozent der gesamten ETH-Umlaufmenge. Spitzenreiter ist mit großem Abstand BitMine Immersion von Star-Investor Tom Lee mit mehr als 4.5 Millionen ETH.

Startet BlackRocks ETH-Offensive die Altcoin-Season?

Dass Altcoins immer mehr in den Fokus institutioneller Anleger rücken, ist kein Zufall. Nach vier Jahren hartem Bärenmarkt hellt sich die makroökonomische Lage für kleinere Kryptowährungen immer weiter auf. Das liegt vor allem an der Entwicklung der Zentralbank-Liquidität (primär getrieben von der US-Notenbank Federal Reserve). Steigt sie an, performen Altcoins in der Regel stark. Die letzten beiden Altcoin-Seasons gingen mit starken Expansionen der Zentralbank-Liquidität einher.


Steigt die Zentralbank-Liquidität (geldpolitische Lockerung), zeigen Altcoins gegenüber Bitcoin Stärke. Wiederholen sich die großen Anstiege von 2017 und 2021?


Stark vereinfacht erklärt: Je offener die Geld-Schleusen der Zentralbanken, desto risikofreudiger wird der Markt und desto volatilere Assets werden gesucht, um die wachsende Inflation zu übertrumpfen. Frisches Zentralbankgeld belebt die Wirtschaft und damit den Finanzmarkt – zumindest kurzfristig, wie die Corona-Krise gezeigt hat. Dass die Fed im Dezember ihr quantitatives Straffungsprogramm nach vier Jahren beendet hat, scheint sich bereits in der Krypto-Nachfrage widerzuspiegeln. Das ist noch kein klassisches Quantitative Easing (ultralockere Geldpolitik) wie 2021, aber eine Art Vorstufe.


Steigt die Zentralbank-Liquidität stark, performen Altcoins stärker als Bitcoin und die BTC-Dominanz fällt: Dieses Muster führte 2017 und 2021 zur Altcoin-Season.


Wie der obige Chart zeigt, entwickelte sich die Bitcoin-Dominanz in den letzten zehn Jahren stets gegenläufig zur Zentralbank-Liquidität: Kommt frisches Geld ins System, blühen Altcoins auf und holen sich Marktanteile von Bitcoin zurück. Sollte die geldpolitische Lockerung fortgesetzt und noch beschleunigt werden (wodurch die Zentralbank-Liquidität anstiege), könnten Altcoins ähnliche Stärke zeigen wie 2017 und 2021. Während Kleinanleger dem Markt den Rücken zuwenden, scheinen sich Institutionelle bereits zu positionieren. Und BlackRocks neuer ETHB-Staking-ETF fungiert dabei als wichtiger neuer Marktzugang.

Dass BlackRock und Co. in Altcoin-Projekte investieren, bedeutet zwar nicht unbedingt, dass sie auf eine sofortige Altcoin-Season wetten. Die Botschaft ist aber klar: Wallstreet-Riesen trauen dem Kryptomarkt eine erfolgreiche Zukunft zu. Wenn institutionelles Geld fließt, sollten Kleinanleger nicht wegschauen. Wer frühzeitig von Anstiegen profitieren möchte, findet in unserem frisch erweiterten Altcoin-Paket konkrete Einstiegszonen zu unseren Krypto-Favoriten für den nächsten Altcoin-Boom. Disclaimer: Unsere Analyse ist keine Anlageberatung!

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Ethereum

 

Was steckt hinter Ethereum?

Die Ethereum-Blockchain mit ihrer nativen Währung Ether (Ticker ETH) wurde 2015 aufgesetzt und vom kanadisch-russischen Programmierer Vitalik Buterin entwickelt. Ethereum gilt als erste Smart-Contract-Plattform im Blockchain-Sektor und ermöglicht im Unterschied zu Bitcoin weit mehr als nur Geldtransfers. Auf Ethereum können etwa dezentralisierte Apps (dApps) programmiert und (Finanz-) Transaktionen aller Art ohne Mittelsmann durchgeführt werden.

Was wird 1 Ethereum 2030 wert sein?

Beim Initial Coin Offering (ICO), einer Art Vorverkauf, kostete ein ETH im Jahr 2014 rund 30 Cent. Im Jahr 2025 erreichte Ethereum ein neues Allzeithoch von rund 5000 Dollar. Dass sich die Preisentwicklung so explosiv fortsetzt ist aufgrund der heutigen Größe der Blockchain unwahrscheinlich, das Wachstumspotenzial ist aber groß. Viele Experten gehen davon aus, dass Ethereum in den nächsten Jahren fünfstellige Kurse erreichen kann (keine Anlageberatung!).

Hat Ethereum noch Zukunft?

Mit dem Staking-ETF von BlackRock beginnt für Ethereum eine neue Zeitrechnung, bereits die Spot-ETF-Zulassung 2024 war ein historischer Meilenstein. Das institutionelle Interesse an Ethereum wächst, große Banken und börsengelistete Unternehmen nutzen die Blockchain und akkumulieren ETH. Als Speerspitze der Smart-Contract-Branche und wichtigste Stablecoin-Blockchain dürfte Ethereums Zukunft vorerst gesichert sein.

Was ist besser, Ethereum oder Bitcoin?

Ob Bitcoin oder Ethereum besser ist, hängt vom individuellen Profil jedes Anlegers ab. Bitcoin gilt als digitales Gold und fungiert wegen der begrenzten Umlaufmenge von 21 Millionen BTC primär als Wertspeicher. Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung hinter Bitcoin und hat eine ganz andere technische Funktionslogik. Ethereum ist darauf ausgelegt, Anwendungen aus der klassischen Finanzbranche auf die Blockchain zu bringen und versteht sich selbst als dezentraler Weltcomputer.

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