Das Wichtigste in Kürze:
- BNB, TRX, TAO, VIRTUAL und XLM neu in unserer Altcoin-Analyse!
- Altcoin-Indikatoren deuten auf Expansion hin.
- Kommt die nächste Altcoin-Season früher als die meisten denken?
Laut dem offiziellen Bitcoin-ist-tot-Zähler (ja, sowas gibt es wirklich) wurde Bitcoin seit seiner Entstehung 471-mal öffentlich für tot erklärt. Gezählt werden Zeitungsartikel in renommierten Medien wie Forbes, wissenschaftliche Publikationen sowie öffentliche Statements von einflussreichen Persönlichkeiten wie etwa Warren Buffett, die Bitcoin für gescheitert oder wertlos erklären. Hätte man zu jedem dieser 471 Zeitpunkte je 100 US-Dollar investiert (also eine Gesamtsumme von 47 100 Dollar), wären daraus bis heute satte 70 Millionen geworden.
Die jüngsten Signale des Bitcoin-ist-tot-Zählers kamen in den letzten Wochen vom notorischen Bitcoin-Zweifler Peter Schiff, von Star-Investor Michael Burry sowie von CNN und Bloomberg. Ironischerweise boten solche Phasen in der Vergangenheit stets die besten Einstiegsmöglichkeiten. Und tatsächlich deuten einige Indikatoren auf eine baldige Expansion im Kryptomarkt hin. Der perfekte Zeitpunkt, um unsere Altcoin-Analyse zu erweitern: Das sind unsere fünf neuen Krypto-Favoriten!
Altcoins sind tot! Oder etwa nicht?
In jedem Zyklus ist es dasselbe: Ein jahrelanger Bärenmarkt erodiert den Glauben an die Zukunft von Kryptowährungen – vor allem kleiner Altcoin-Projekte, die in ausgedehnten Korrekturen gerne mal mehr als 90 Prozent ihres Kurswerts verlieren. Dieser Bullrun war für Altcoin-Fans besonders herausfordernd: Während Bitcoin vom Bärenmarkttief im Winter 2022 bei gut 15 000 Dollar auf sein bisheriges Zyklushoch bei rund 126 000 Dollar im vergangenen Oktober stieg, kam der Altcoin-Sektor nicht in die Gänge. Eher im Gegenteil: Viele kleinere Kryptowährungen verlieren seit Jahren sukzessive an Wert und erreichen neue Tiefstände.
In früheren Zyklen sorgten Bitcoin-Anstiege für Feuerwerk im Altcoin-Sektor. Diesmal blieb die große Altcoin-Season aus. Ein wichtiger Grund: Die Makro-Situation war ungünstig für Hochrisiko-Anlagen wie Altcoins. Dazu beigetragen haben geopolitische Unsicherheiten, Zollkriege und die Zurückhaltung der US-Notenbank Federal Reserve in der Lockerung ihrer Geldpolitik. Das belastete wichtige Konjunktur-Indikatoren und kleine Aktien, die historisch gesehen eng mit den Altcoin-Sektor korrelieren.
2016 und 2020 folgte auf den Ausbruch des Smallcap-Index Russell 2000 mit etwas Verzögerung eine Altcoin-Season. Kurz davor wurden Altcoins jedes Mal für tot erklärt. Ähnlich bullische Signale sendet der US-Einkaufsmanagerindex (PMI), einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten. Brach er in der Vergangenheit nachhaltig über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten aus, folgte jeweils ein Krypto-Bullrun. Aktuell befindet sich der PMI zum ersten Mal seit 2022 für mehr als einen Monat in Expansion.
Trotz der miesen Stimmung im Kryptomarkt stehen die makroökonomischen Zeichen also alles andere als schlecht für starke Bitcoin- und Altcoin-Anstiege in den kommenden Monaten. Bei Millionen verschiedener Kryptowährungen ist es aber gar nicht so einfach, die besten Kandidaten für eine mögliche Altcoin-Season herauszufiltern. Genau deshalb wählen unsere Analysten die spannendsten Kryptowährungen neben Bitcoin und Ethereum für Sie aus und analysieren sie im Altcoin-Paket täglich. Mit dem heutigen Montag wird das Analysepaket um fünf neue Werte erweitert, die wir im Folgenden vorstellen.
Binance Coin (BNB) und Tron (TRX): Skandalnudeln aus alten Tagen
Am 29. November 2024 entstand ein Bild für die Ewigkeit. Justin Sun, chinesischer Krypto-Milliardär und Gründer der Blockchain Tron mit ihrem nativen Token TRX, hatte bei einer Auktion soeben für sechs Millionen Dollar ein Kunstwerk gekauft, das aus einer leeren Leinwand bestand, auf der eine Banane mit Klebeband befestigt war. Sun grinste, löste das Klebeband, schälte die Banane und biss hinein. Anschließend versprach er, 100 000 weitere Bananen bei jenem Lebensmittelgeschäft zu kaufen, von dem das Sechs-Millionen-Dollar-Original an seinem Kunstwerk stammte.
Sun ist aber nicht erst seit dem Bananen-PR-Stunt ein prominentes Gesicht. In der Kryptobranche ist er bekannt für aggressives Marketing und spektakuläre Ankündigungen, die ihm viel Aufmerksamkeit, aber auch Kritik eingebracht haben. Zudem gab es Vorwürfe rund um Plagiate im ursprünglichen Tron-Whitepaper und rechtliche Konflikte mit der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Dadurch gilt Sun als eine der polarisierendsten Figuren der Kryptoindustrie.
Suns Image schadet Tron aber keineswegs, eher im Gegenteil. Die Blockchain wurde ursprünglich als Infrastruktur für dezentrale Internet-Apps entwickelt, wird heute aber vor allem für den Transfer von Stablecoins genutzt. Besonders wichtig ist dabei Tether (USDT). Viele Nutzer schicken USDT über TRON, weil Transaktionen schnell sind und nur sehr geringe Gebühren kosten. Dadurch hat sich TRON zu einem der weltweit wichtigsten Netzwerke für Stablecoin-Zahlungen entwickelt.
Ähnlich skandalumwittert wie Justin Sun, aber noch etwas erfolgreicher ist Binance-Gründer Changpeng Zhao, kurz CZ. Er gilt als einflussreich, aber auch umstritten. Kritiker werfen Binance lange Zeit laxe Compliance-Regeln vor, und Behörden – darunter die USEC – leiteten Verfahren gegen das Unternehmen ein. Zhao trat 2023 als CEO zurück, nachdem Binance in den USA Verstöße gegen Finanzregeln eingeräumt hatte und CZ zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Trump begnadigte den Milliardär vor wenigen Monaten, Binance bleibt umstritten.
Die Kryptowährung BNB entstand ursprünglich als Utility-Token der Börse Binance, mit dem Nutzer Handelsgebühren günstiger bezahlen konnten. Heute ist BNB auch der zentrale Token der BNB-Blockchain, auf der zahlreiche DeFi-Apps und Krypto-Projekte laufen. Das Binance-Ökosystem konzentriert sich stark auf Trading-Infrastruktur, DeFi und Stablecoin-Handel, wodurch die BNB-Chain zu einer wichtigen Plattform für Krypto-Finanzanwendungen geworden ist. BNB und Tron sind die ersten beiden Neuzugänge in unserem Altcoin-Paket!
Virtuals und TAO: Die KI-Revolution auf der Blockchain
Blockchain und künstliche Intelligenz, das ist ein Traumpaar. Über die Blockchain können Daten gesammelt, verifiziert und gehandelt werden, die für das Training von KI-Modellen benötigt werden. Auch sind dezentrale Krypto-Zahlungsnetzwerke dafür prädestiniert, von autonomen KI-Programmen, sogenannten Agenten, für Mikrotransaktionen genutzt zu werden. Neben Fetch.ai (FET) und RENDER, die bereits in unserem Altcoin-Paket enthalten sind, finden nun zwei weitere wichtige KI-Protokolle Eingang in unsere regelmäßige Analyse: Virtuals Protocol und Bittensor.
Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das Projekt Virtuals Protocol. Die Plattform versucht, eine Infrastruktur zu schaffen, auf der KI-Agenten als eigene digitale Einheiten existieren können. Entwickler können Agenten erstellen, die über Blockchain-Token finanziert werden und eigenständig Dienstleistungen anbieten oder Inhalte generieren. Die Idee dahinter: KI-Agenten sollen über die Blockchain bezahlt werden können und eine eigene wirtschaftliche Rolle im Internet einnehmen.
Als ambitioniertestes Blockchain-Projekt für dezentralisierte künstliche Intelligenz gilt Bittensor mit dem nativen Token TAO. Bittensor verfolgt das Ziel, ein offenes Netzwerk für maschinelles Lernen aufzubauen. Teilnehmer stellen Rechenleistung oder KI-Modelle bereit und werden dafür mit TAO belohnt. Das System will ein dezentrales Marktmodell für KI schaffen, bei dem Nutzer gemeinsam Modelle trainieren und verbessern, um das Monopol großer KI-Unternehmen zu brechen.
XLM: Kleine XRP-Schwester ganz groß!
Jeder kennt Ripple (XRP), aber wie sieht es mit der kleinen Schwester Stellar aus? Stellar wurde von einem Ripple-Mitgründer ins Leben gerufen und hat sich auf kostengünstige internationale Geldüberweisungen spezialisiert. Ziel ist es, Zahlungen zwischen Privatpersonen, Unternehmen oder Finanzsystemen einfacher zu machen. Im Vergleich zu XRP, das stärker mit Banken und Finanzinstitutionen zusammenarbeitet, verfolgte Stellar ursprünglich die Idee, Finanzzugang weltweit auch für Menschen ohne Bankkonto zu erleichtern.
XRP und Stellar sind beide für sehr schnelle Transaktionen bekannt, unterscheiden sich aber in ihrer strategischen Ausrichtung. Ripple fokussiert sich stärker auf institutionelle Zahlungsabwicklung, Stellar zielt mehr auf einfache Peer-to-Peer-Transfers ab. Der Token Stellar Lumens (XLM) dient im Stellar-Netzwerk als sogenannte Brückenwährung und wird genutzt, um Transaktionen zu verbilligen und das Netzwerk vor Spam zu schützen. Dadurch sollen internationale Überweisungen auch für Menschen mit kleinen Beträgen praktikabel bleiben.
Besser als Bitcoin? Unsere Favoriten für die Altcoin-Season
Die Auswahl der Kryptowährungen im Altcoin-Paket basiert auf mehreren Kriterien. Entscheidend ist neben fundamentaler Gesundheit und vielversprechenden Anwendungsfällen auch die technische Qualität des Charts. Alle im Altcoin-Paket vertretenen Kryptowährungen wurden von unseren Analysten vor ihrer Aufnahme geprüft, ob ihre historische Preisentwicklung auf Basis der Elliott-Wellen-Theorie auf eine positive künftige Entwicklung hindeutet.
Neben den fünf neuen Altcoins finden sich im Analysepaket zwölf weitere Top-Projekte aus den verschiedensten Bereichen der Blockchain-Ökonomie. Neben starken Layer-1-Lösungen wie Solana, Avalanche, Sui, VeChain und Polkadot finden sich echte Klassiker wie XRP, Cardano, Litecoin, Polygon und Hedera Hashgraph. Fetch.ai und RENDER vertreten den KI-Sektor, Chainlink ist als größter Krypto-Daten-Provider dabei und MANA repräsentiert das Metaverse. Neben BNB ist als zweite Börsen-Blockchain der Crypto.com-Coin Cronos am Start. Alle Infos zur Analyse finden Sie hier.
Leseempfehlung: Skandal schreibt man mit B: Binance Coin (BNB) jetzt in der HKCM-Analyse!
Die wichtigsten Fragen zur Altcoin-Season
Was sind Altcoins?
Altcoins sind alle Kryptowährungen außer Bitcoin und stellen alternative Blockchain-Projekte mit unterschiedlichen Funktionen dar. Sie können etwa als Infrastruktur für dezentrale Anwendungen, als Zahlungsnetzwerke oder für spezielle Technologien dienen. In unserem Altcoin-Analysepaket finden sich beispielsweise Layer-1-Blockchains wie Solana oder Avalanche sowie Infrastrukturprojekte wie Chainlink.
Was ist eine Altcoin-Season?
Eine Altcoin-Season beschreibt eine Marktphase, in der viele Altcoins deutlich stärker steigen als Bitcoin. Häufig passiert das, nachdem Bitcoin bereits stark gestiegen ist und Kapital verstärkt in kleinere Projekte fließt. Besonders profitieren dann innovative Bereiche wie neue Blockchain-Netzwerke (z. B. Polkadot) oder KI-Projekte wie Fetch.ai.
Was sind die Top-10-Altcoins?
Zu den wichtigen Altcoins zählen vor allem große Blockchain-Plattformen wie Ethereum, Binance Chain (BNB) oder Cardano und Infrastrukturprojekte wie XLM oder Hedera Hashgraph. In unserem Altcoin-Analysepaket finden sich neben den genannten Kryptowährungen auch leistungsstarke Netzwerke für dezentrale Anwendungen wie Solana und Avalanche, Zahlungsnetzwerke wie XRP sowie technische Infrastruktur für Smart Contracts wie Chainlink.
Welche Altcoins haben Zukunft?
Altcoins mit klaren technologischen Anwendungen gelten als besonders vielversprechend. Dazu zählen moderne Layer-1-Blockchains wie Sui, Netzwerke für dezentrale Anwendungen wie Polkadot sowie neue Bereiche wie KI-Blockchain-Projekte, etwa Bittensor oder Fetch.ai. Diese verbinden Blockchain-Technologie mit Zukunftstrends wie künstlicher Intelligenz.


Fast 500-mal wurde Bitcoin in den letzten Jahren von prominenten Medien und Personen für tot erklärt. Das waren oft die besten Kaufchancen.
Brach der Russell 2000 in früheren Zyklen auf neue Allzeithochs aus, erreichten Bitcoin ihr letztes Bärenmarkttief. Wiederholt sich das Muster?
In früheren Zyklen fielen Krypto-Bullenmärkte mit Expansionen im PMI zusammen. Zum ersten Mal seit 2022 ist der PMI zwei Monate lang über 50 Punkten.
Seit Ende 2020 haben BNB und TRX deutlich besser performt als Bitcoin. In der jüngsten Korrektur litten beide. Ergeben sich jetzt neue Kaufchancen?
Virtuals launchte erst 2024 den VIRTUAL-Token und explodierte im KI-Agenten-Hype Anfang 2025 prompt. Seither haben viele KI-Projekte (auch TAO) deutlich korrigiert.
Kleine XRP-Schwester, aber so viel kleiner dann auch nicht: Stellar (XLM; weiß) performte von Ende 2020 bis zum Top 2021 sogar besser.

