Das Wichtigste in Kürze:
- Siemens steigert Gewinn im Industriegeschäft um 15 Prozent.
- Die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 wird auf bis zu 11.10 Euro je Aktie erhöht.
- Die Aktie erreicht 273.30 Euro und überholt SAP im Dax.
Starker Jahresauftakt bringt neue Dynamik
Siemens legt einen überzeugenden Start ins Geschäftsjahr 2025/26 vor. Der Technologiekonzern hebt nach dem ersten Quartal die Gewinnprognose an und sorgt für neue Impulse an der Börse. Das Ergebnis im Industriegeschäft stieg um 15 Prozent auf 2.9 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs auf vergleichbarer Basis um 8 Prozent auf 19.1 Milliarden Euro.
Der Auftragseingang erhöhte sich um 10 Prozent auf 21.4 Milliarden Euro, womit der Auftragsbestand einen Rekordwert von 120 Milliarden Euro erreichte. Unter dem Strich erzielte Siemens einen Gewinn von 2.2 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal hatte ein Sondereffekt aus dem Verkauf von Innomotics das Ergebnis auf 3.9 Milliarden Euro erhöht.
Prognoseerhöhung und neue Bestmarke an der Börse
Nach dem starken Quartal hebt Vorstandschef Roland Busch die Erwartung für das bereinigte Ergebnis je Aktie an. Für 2025/26 rechnet Siemens nun mit 10.70 bis 11.10 Euro statt zuvor 10.40 bis 11.00 Euro. An der Börse reagierten Anleger unmittelbar: Die Aktie stieg um mehr als 6 Prozent auf ein Rekordhoch von 273.30 Euro.
Mit einer Marktkapitalisierung von über 217 Milliarden Euro zog Siemens an SAP vorbei und ist damit aktuell das wertvollste Unternehmen im Dax. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 14 Prozent im Plus. SAP hingegen verzeichnet im gleichen Zeitraum ein Minus von 19 Prozent. Analysten sprechen von einem starken operativen Auftakt bei robuster Auftragslage.
Wachstumstreiber KI und robuste Spartenentwicklung
Treiber der Entwicklung sind vor allem die Industriegeschäfte. Die Sparte Digital Industries steigerte Auftragseingang und Umsatz zweistellig, unterstützt durch das Softwaregeschäft und Zukäufe in den USA. Smart Infrastructure profitierte vom anhaltenden Ausbau von Rechenzentren, insbesondere in Nordamerika, und erzielte einen Rekordauftragseingang. Die operative Marge im Industriegeschäft verbesserte sich auf 15.6 Prozent nach 14.1 Prozent im Vorjahr.
Belastend wirkte hingegen der Free Cashflow, der auf 677 Millionen Euro zurückging. Hintergrund sind unter anderem höhere Mittelbindungen im Working Capital sowie Zahlungen im Zusammenhang mit der Entsorgung nuklearer Altlasten. Für Investoren zeigt sich: Siemens kombiniert Wachstum, steigende Profitabilität und eine angehobene Prognose. Die strategische Fokussierung auf industrielle KI und margenstarke Software stärkt die Visibilität für das laufende Geschäftsjahr.
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FAQ
Ist Siemens noch eine deutsche Firma?
Ja. Siemens hat seinen Hauptsitz in München und ist im Dax gelistet. Das Unternehmen wurde 1847 in Deutschland gegründet und ist rechtlich sowie operativ weiterhin ein deutsches Unternehmen mit globaler Präsenz.
Wie reich ist die Familie Siemens?
Die Familie von Siemens gehört mit einem geschätzten Vermögen von rund 12.4 Milliarden Euro (Stand 2025) zu den reichsten Familien Deutschlands. Die Nachfahren halten über Beteiligungsgesellschaften einen bedeutenden Anteil am Unternehmen.






