Das Wichtigste in Kürze:
- Umsatz steigt auf 9.7 Milliarden Euro, Gewinn legt deutlich zu.
- Gas Services und Grid Technologies tragen Hauptteil zum Ergebnis bei.
- Windgeschäft reduziert Verluste, bleibt aber unter Druck.
Siemens Energy legt bei Umsatz und Gewinn zu
Siemens Energy steigerte den Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 9.68 Milliarden Euro und erreichte damit ein spürbares Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn legte deutlich zu. Das Ergebnis vor Sondereffekten belief sich auf rund 1.16 Milliarden Euro.
Auch der Auftragseingang entwickelte sich dynamisch und erreichte 17.61 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs auf 146 Milliarden Euro und sichert die Auslastung über mehrere Jahre. Der Free Cashflow vor Steuern betrug 2.87 Milliarden Euro. Das Unternehmen profitierte dabei von einer starken operativen Entwicklung sowie von Anzahlungen im Projektgeschäft. Für Investoren signalisiert das Quartal eine verbesserte Ertragskraft und eine stabilisierte Bilanzstruktur.
Siemens Energy: Gas Services und Grid Technologies
Innerhalb des Konzerns zeigen zwei Bereiche besondere Dynamik. Gas Services erzielte einen Umsatz von 3.1 Milliarden Euro. Das Segment erwirtschaftete einen Gewinn von 567 Millionen Euro. Die Marge lag bei 18.3 Prozent. Vor Sondereffekten erreichte der Gewinn 515 Millionen Euro, was einer Marge von 16.6 Prozent entspricht. Wachstumstreiber waren ein starkes Neuanlagengeschäft sowie Serviceaufträge.
Auch Grid Technologies entwickelte sich robust. Der Umsatz belief sich auf 3.05 Milliarden Euro. Das Ergebnis erreichte 538 Millionen Euro bei einer Marge von 17.6 Prozent. Der Ausbau der Stromnetze und eine hohe Nachfrage nach Übertragungstechnik stützten die Entwicklung. Transformation of Industry steuerte 1.3 Milliarden Euro Umsatz und 152 Millionen Euro Gewinn bei. Die Marge lag hier bei 11.7 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass insbesondere Gas Services und das Netzgeschäft maßgeblich zur Ergebnisverbesserung beitragen.
Siemens Energy: Windgeschäft stabilisiert sich und Ausblick bleibt positiv
Siemens Gamesa bleibt trotz Fortschritten eine Herausforderung. Der Umsatz lag bei 2.36 Milliarden Euro. Das Segment verzeichnete einen Verlust von 221 Millionen Euro. Vor Sondereffekten reduzierte sich das Minus jedoch auf 46 Millionen Euro. Das deutet auf operative Verbesserungen hin, auch wenn das Geschäftsumfeld anspruchsvoll bleibt. Der Auftragseingang lag bei 1.56 Milliarden Euro und damit unter dem Vorjahreswert.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Siemens Energy ein Umsatzwachstum von elf bis 13 Prozent. Die Marge vor Sondereffekten soll zwischen neun und elf Prozent liegen. Für Investoren ist entscheidend, dass die profitablen Bereiche Gas Services und Grid Technologies die Ergebnisbasis verbreitern, während das Windgeschäft schrittweise stabilisiert wird. Das Quartal liefert damit eine klare Struktur der Ertragsquellen und gibt Orientierung für die weitere Bewertung der Aktie.
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FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Siemens und Siemens Energy?
Siemens ist ein Technologiekonzern mit Schwerpunkten auf Automatisierung, Digitalisierung, Infrastruktur und Mobilität. Siemens Energy hingegen konzentriert sich auf Energieerzeugung, Energieübertragung und Windkraft und agiert als eigenständiges Unternehmen.
Warum wurde Siemens Energy aufgespalten?
Die Abspaltung sollte es beiden Unternehmen ermöglichen, sich strategisch klarer auf ihre jeweiligen Kernmärkte zu fokussieren. Zudem sollten Kapitalallokation, Risikoprofil und operative Steuerung transparenter und unabhängiger gestaltet werden.




