Das Wichtigste in Kürze:
- Siemens Energy übertrifft mit 11.4 Milliarden Euro die Umsatzerwartung.
- Das EPS wächst im Jahresvergleich um 80.3 Prozent.
- Der Auftragsbestand erreicht 162 Milliarden Euro.
| Q3 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | €11.447B | €11.20B |
| EPS | €1.28 | €1.17 |
| Gasdienstleistungen | €3.756B | k.A. |
| Netztechnologien | €3.624B | k.A. |
| Transformation der Industrie | €1.527B | k.A. |
Siemens Energy übertrifft im dritten Quartal 2026 die Erwartungen
Siemens Energy hat im dritten Geschäftsquartal 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis je Aktie besser abgeschnitten als vom Markt erwartet. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 17.5 Prozent auf 11 447 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich 11.20 Milliarden Euro prognostiziert. Damit übertraf Siemens Energy den Konsens um 247 Millionen Euro.
Auch beim Gewinn je Aktie lag Siemens Energy über den Erwartungen. Das EPS erreichte 1.28 Euro nach erwarteten 1.17 Euro und lag damit 0.11 Euro über der Schätzung. Im Jahresvergleich verbesserte sich das EPS um 80.3 Prozent. Der Gewinn nach Steuern belief sich auf 1188 Millionen Euro, während das bereinigte Ergebnis auf mehr als 1.6 Milliarden Euro stieg. Neben dem deutlichen Umsatzwachstum trugen eine bessere Projektabwicklung, eine höhere Kapazitätsauslastung und profitablere Aufträge zum Ergebnisanstieg bei. Die Zahlen zeigen, dass Siemens Energy seine operative Erholung zunehmend in messbares Gewinnwachstum übersetzt.
Netztechnologien und Gasdienstleistungen treiben Siemens Energy
Das stärkste Umsatzwachstum erzielte Siemens Energy bei den Netztechnologien. Der Segmentumsatz legte um 28.6 Prozent auf 3624 Millionen Euro zu. Das bereinigte Ergebnis stieg um 61.1 Prozent auf 722 Millionen Euro. Wesentliche Faktoren waren die Transformatorennachfrage von Rechenzentren, Investitionen in europäische und nordamerikanische Stromnetze sowie zusätzliche Produktionskapazitäten.
Die Gasdienstleistungen steigerten ihren Umsatz um 20.5 Prozent auf 3756 Millionen Euro. Für beide Segmente lagen keine belastbaren Konsensschätzungen vor, sodass sich eine Abweichung von den Erwartungen nicht quantifizieren lässt. Die Aufträge bei Gasdienstleistungen erreichten jedoch den Rekordwert von 9.97 Milliarden Euro, ein Plus von 61.9 Prozent. US-Rechenzentren sowie Kraftwerksprojekte im Nahen Osten und in Asien hoben die bereinigte Marge auf 17.3 Prozent. Zusätzlich kehrte Siemens Gamesa erstmals seit 2022 in die Quartalsprofitabilität zurück. Auf bereinigter Basis standen 75 Millionen Euro Gewinn einem Vorjahresverlust von 438 Millionen Euro gegenüber.
Analyse für Siemens Energy
Ein wesentlicher Aspekt der Quartalszahlen ist die Cashflow-Entwicklung. Der Free Cashflow erhöhte sich im Jahresvergleich um 690.6 Prozent auf 2111 Millionen Euro. Der operative Cashflow stieg um 251.7 Prozent auf 2525 Millionen Euro. Vor Steuern erreichte der Free Cashflow 2.32 Milliarden Euro. Verbesserte Projektausführung, höhere Kundenanzahlungen, Kapazitätserweiterungen und eine stärkere Cash Conversion lieferten dafür die Grundlage.
Auch die Profitabilität hat sich stabilisiert. Siemens Energy erzielte eine Bruttomarge von 23.3 Prozent und eine operative Marge von 13.2 Prozent. Gleichzeitig erreichten die Konzernaufträge mit 17.9 Milliarden Euro einen Rekordwert. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1.57 und der um 19.3 Prozent auf 162 Milliarden Euro gestiegene Auftragsbestand verbessern die Umsatzvisibilität. Im US-Markt stiegen die vergleichbaren Aufträge um 39.7 Prozent und der Umsatz um 47.6 Prozent. Für Investoren verbessert dies die Planbarkeit, erhöht aber zugleich die Bedeutung einer disziplinierten Abarbeitung des Auftragsbestands.
Elliot-Wellen-Analyse für Siemens Energy AG
Ausblick und Prognose für Siemens Energy
Siemens Energy bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Der Konzern erwartet ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 Prozent bis 16 Prozent. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten soll zwischen zehn Prozent und zwölf Prozent liegen, wobei das Management nun eine Entwicklung zum oberen Ende der Spanne erwartet. Der Gewinn nach Steuern wird weiterhin auf rund vier Milliarden Euro veranschlagt.
Beim Free Cashflow vor Steuern stellt Siemens Energy rund acht Milliarden Euro in Aussicht. Die bestätigte Prognose signalisiert, dass der Konzern trotz bereits hoher Vergleichswerte weiteres profitables Wachstum erwartet. Siemens Gamesa soll im Gesamtjahr unverändert die Gewinnschwelle erreichen, nachdem die Windkrafttochter im dritten Quartal erstmals seit 2022 wieder einen bereinigten Quartalsgewinn erzielt hat. Unterstützung liefern der Auftragsbestand von 162 Milliarden Euro und die hohe Nachfrage aus Rechenzentren, Netzausbau und Kraftwerksprojekten. Entscheidend bleiben die termingerechte Projektabwicklung, der Kapazitätsausbau und eine nachhaltige Stabilisierung des Windgeschäfts.
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