HKCM-Newsflash: Neue Krypto-ETFs kommen, Apple und Google kassieren Milliarden-Strafen
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HKCM-Newsflash: Neue Krypto-ETFs kommen, Apple und Google kassieren Milliarden-Strafen

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Murat Örs
State Street und Galaxy launchen ETFs für Krypto-Unternehmen

Die Vermögensverwalter State Street Global Advisors und Galaxy Asset Management haben am 10. September drei neue börsengehandelte Fonds (ETFs) mit dem Fokus auf Kryptowährungen aufgelegt, wie State Street mitteilte. State Street ist der viertgrößte Vermögensverwalter der Welt, während Galaxy zu den größten Krypto-Investmentfondsgesellschaften gehört. Zu den Fonds, die auf das Wachstum von Web3, also den Fortschritt im Blockchain-Space setzen wollen, gehören der SPDR Galaxy Digital Asset Ecosystem ETF (DECO), der SPDR Galaxy Hedged Digital Asset Ecosystem ETF (HECO) und der SPDR Galaxy Transformative Tech Accelerators ETF (TEKX). „Wir glauben, dass die nächste Entwicklung dieses Marktes die Einführung aktiv verwalteter Digital Asset Portfolios sein wird“, sagte Anna Paglia, Chief Business Officer von State Street, in einer Erklärung. HECO und DECO von State Street sind einzigartig unter den ETFs, da sie in eine Mischung aus Aktien und Kryptowährungen investieren. Sie zielen darauf ab, ein „Portfolio von Unternehmen zu halten, die gut positioniert sind, um von der wachsenden Akzeptanz der Blockchain- und Digital-Asset-Industrie sowie von Kryptowährungs-Engagements durch ETFs und Futures zu profitieren“, erklärte State Street. Zu den größten Positionen des SPDR Galaxy Digital Asset Ecosystem ETF zählen Chiphersteller wie Taiwan Semiconductor, Mining-Unternehmen wie Hut 8 sowie die Facebook-Mutter Meta und der Kreditkartenriese Visa.

Die Probleme von Volkswagen nehmen kein Ende

Die Probleme von Volkswagen nehmen kein Ende, der Wolfsburger Konzern muss auf dem nordamerikanischen Markt eine Rückrufaktion in die Wege leiten. Bei einigen der in den USA gebauten VW ID.4-Modellen öffneten sich während der Fahrt unerwartet die Türen. VW konnte das Problem identifizieren und hat daraufhin den Verkauf in den USA und Kanada gestoppt. Ursache ist das Eindringen von Wasser in eine unzureichend geschützte Leiterplatte, die in der Tür verbaut ist und zu Fehlfunktionen führen kann. Betroffen sind ID.4-Modelle der Baujahre 2021–2024. Ein Rückruf von etwa 100 000 Fahrzeugen wurde angekündigt. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus dem VW-Werk in Chattanooga, Tennessee. Bereits 2023 wurden erste Vorfälle gemeldet, und VW startete Untersuchungen in Zusammenarbeit mit dem japanischen Zulieferer U-Shin. Eine technische Lösung ist noch nicht verfügbar, Ersatzteile fehlen derzeit. In Deutschland produzierte Modelle sind nicht betroffen. An anderer Stelle machen dem VW-Konzern Hohe Produktionskosten, Margendruck, zurückgehende Verkaufszahlen und die Konkurrenz aus Fernost zu schaffen. Eine Ursachenanalyse folgt demnächst.

Apple präsentiert das iPhone 16

Apple hat gestern Abend seine neuen iPhone-Modelle präsentiert, die das Unternehmen in die Ära der Künstlichen Intelligenz (KI) führen sollen. Trotz der Erwartungen an die KI-Funktionen rechnen Marktbeobachter nur mit begrenzten positiven Kursimpulsen, da das Unternehmen im KI-Bereich weiter der Konkurrenz hinterherhinkt. Die Alphabet-Tochter Google hatte bereits im August mit ihrem neuen Smartphone Pixel 9 zahlreiche KI-Tools präsentiert und der chinesische Konkurrent Huawei hat dem US-Konzern bereits starke Marktanteile in China abgenommen, was den Wettbewerbsdruck auf Apple weiter erhöht. Auch eine zeitnahe Einführung der fortgeschrittenen KI-Technik in der EU soll vorerst nicht erfolgen, da EU-Datenschutzrichtlinien große Herausforderungen darstellen. Laut Ben Bajarin, Chef des Research-Hauses Creative Strategies, wird sich Apple zunächst auf Verbesserungen der Hardware konzentrieren müssen, bevor der Konzern sich den Herausforderungen im KI-Segment zuwendet. Im Juni stellte Apple bereits Apple Intelligence vor, das tief in die neuen Betriebssysteme integriert ist. Viele der KI-Eigenschaften sollen direkt auf den Geräten ausgeführt werden, während komplexere Aufgaben in spezielle Apple-Rechenzentren ausgelagert werden. Trotz eines Kursanstiegs von knapp 15 Prozent seit Jahresbeginn bleibt Apple hinter anderen Tech-Giganten wie Nvidia zurück. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp $3.4 Billionen behält Apple jedoch seine Position als wertvollstes Unternehmen der Welt.

BYD will mehr Autos verkaufen

Der chinesische Elektroautohersteller BYD will in diesem Jahr vier Millionen Fahrzeuge verkaufen und hat damit sein Absatzziel für 2024 um elf Prozent angehoben. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht von Morgan Stanley hervor. BYD führt das erwartete Absatzwachstum auf die Einführung neuer Modelle mit der neuesten Plug-in-Hybridtechnologie DM-i 5.0 zurück, die auch die Gewinnmargen verbessern soll. Mit diesen Verkaufszahlen würde BYD fast das Niveau von Ford erreichen, wo im Jahr 2023 weltweit 4,4 Millionen Fahrzeuge verkauft wurden. Die DM-i 5.0-Technologie, die im Mai 2024 auf den Markt kam, senkt den Kraftstoffverbrauch und führt zu Kosteneinsparungen. Bei entladenen Batterien erreicht die Technologie einen besonders niedrigen Verbrauch von 2,9 Litern pro 100 Kilometer. Während Automobil-Giganten weltweit mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen haben und unter geopolitischen Spannungen leiden, verschärft sich der Konkurrenzdruck besonders im chinesischen Markt, der für westliche Anbieter immer größere Bedeutung gewinnt. Selbst die Prophezeiung eines “Blutbads” unter chinesischen E-Auto-Bauern scheint BYD aber kalt zu lassen.

 

Prognosen gekürzt: heftiger Kursrutsch bei BMW

Der Münchener Automobilkonzern BMW hat überraschend seine Jahresprognose gesenkt. Dadurch sind die Aktien des Unternehmens sowie die des Zulieferers Continental erheblich belastet worden. Der Grund ist ein Streit über das von Continental gelieferte Bremssystem MK C2, das bei 1.5 Millionen BMW-Fahrzeugen potenziell fehlerhaft ist. BMW hat bereits 1.2 Millionen dieser Fahrzeuge ausgeliefert und musste für 320 000 weitere einen Auslieferungsstopp verhängen. Die daraus entstehenden Kosten allein für das dritte Quartal belaufen sich laut den Bayern auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. BMW prüft derzeit Schadensersatzansprüche gegen Continental. Das Unternehmen hat dafür nur Rückstellungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich gebildet, was BMW als unzureichend ansieht. Neben den Bremsproblemen leidet BMW unter einer anhaltenden Nachfrageschwäche in China. Dies führte dazu, dass BMW für 2024 nun einen leichten Absatzrückgang statt eines Wachstums erwartet. Der Gewinn vor Steuern wird deutlich zurückgehen, und die operative Marge im Autogeschäft voraussichtlich auf sechs bis sieben Prozent fallen, anstatt der vorher prognostizierten acht bis zehn Prozent. Den freien Cashflow schätzen die Münchener auf rund 4 Milliarden Euro, was in etwa 2 Milliarden Euro weniger ist als zuvor angenommen. Seit dem Zwischenhoch vom 10. April dieses Jahres ist der Aktienkurs von BMW um 40 Prozent zurückgegangen, was im Übrigen auch seit längerem unserer Prognose entspricht.

Google und Apple kassieren Milliarden-Strafen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute zwei richtungsweisende Urteile gegen die Tech-Giganten Google und Apple gefällt. Beide müssen erhebliche Steuersummen nachzahlen oder sogar zusätzliche Strafen berappen. In einem Fall bestätigte der EuGH eine Geldbuße in Höhe von 2.4€ Milliarden gegen Google, die ursprünglich von der EU-Kommission wegen des Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung im Bereich der Online-Suche verhängt wurde. In einem separaten Urteil entschied das Gericht, dass Apple 13€ Milliarden Euro an Steuern nachzahlen muss, was das Ergebnis einer langjährigen Auseinandersetzung um Steuervergünstigungen in Irland ist. Diese Urteile signalisieren eine härtere Gangart der EU gegenüber großen Technologieunternehmen und unterstreichen die Bemühungen der europäischen Behörden, faire Wettbewerbsbedingungen im digitalen Markt zu schaffen und aggressive Steuervermeidungsstrategien zu bekämpfen. Die finanziellen Folgen für beide Unternehmen sind beträchtlich, wobei Apple mit 13€ Milliarden die höhere Summe zu begleichen hat. Diese Entscheidungen könnten auch Präzedenzfälle für zukünftige Verfahren gegen andere Tech-Unternehmen schaffen. Es bleibt abzuwarten, wie Google und Apple auf diese Entscheidungen reagieren und welche langfristigen Auswirkungen sie auf ihre Geschäftspraktiken in Europa haben werden.

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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Murat Örs

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