Nach falschen BlackRock-News: Altcoin HBAR springt fast 100 Prozent
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Nach falschen BlackRock-News: Altcoin HBAR springt fast 100 Prozent

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Florian Winter

Sowas passiert wahrscheinlich auch nur im Krypto-Sektor: Gestern geisterte eine Meldung durch die mediale Krypto-Bubble, welche beim Altcoin HBAR innerhalb weniger Stunden für einen knapp 100-prozentigen Kursanstieg sorgte. Im Detail wurde offenbar eine Ankündigung der HBAR Foundation falsch interpretiert, weshalb zahlreiche Marktteilnehmer davon ausgingen, dass der Vermögensverwalter BlackRock mit der Unterstützung der Unternehmen Archax und Ownera seinen $22.3 Milliarden schweren Investmentfonds ICS US Treasury Fund auf der Hedera-Blockchain tokenisieren würde. Wie sich jedoch in den Folgestunden herausstellte, wurde der Fonds zwar tokenisiert, BlackRock war hierbei aber nicht aktiv beteiligt.

In einer offiziellen Stellungnahme der HBAR Foundation war gestern etwas irreführend davon gesprochen worden, dass man „den weltweit größten Vermögensverwalter On-Chain bringen“ werde. Ein Posting auf X, vormals Twitter, das die Fehlinterpretation enthielt, erreichte in den Stunden danach über 1.6 Millionen Nutzer. Chris O’Connor, seinerseits Gründer des Cardano Ghost Fund DAO, fasst die Geschehnisse folgendermaßen zusammen: „Was tatsächlich passiert ist, war, dass ein HBAR-Projekt über den Sekundärmarkt Anteile eines BlackRock-Fonds tokenisiert hat. Ganz ähnlich wie ich eine Rolex kaufen, ein Foto machen und es auf meinem X-Konto posten kann. Das bedeutet nicht, dass Rolex mit mir zusammengearbeitet hat“.

Larry Fink: „Die Tokenisierung von Vermögenswerten ist die Zukunft“

Letztlich ist es nicht verwunderlich, dass viele Marktteilnehmer der BlackRock-HBAR-Ente aufsaßen, denn gerade jetzt ist der Hype um tokenisierte Anlageprodukte, sogenannte Real World Assets, so groß wie nie zuvor. Völlig außer Acht gelassen wurde dabei aber die goldene Krypto-Regel DYOR (engl.: Do your own Research; dt.: Führen Sie Ihre eigene Recherche durch). BlackRock-CEO Larry Fink sprach in jüngster Vergangenheit zudem immer wieder davon, dass die „Tokenisierung von Vermögenswerten die Zukunft“ und somit der nächste „Schritt der technologischen Revolution auf den Finanzmärkten“ sei – auch weil ein „tokenisiertes System jegliche Korruption“ eliminiere. Jedoch wurde von Fink in diesem Zusammenhang immer wieder die Ethereum-Blockchain und bisher eben nicht die HBAR-Blockchain Hedera Hashgraph genannt. Der kürzlich noch kryptoskeptische Fink vollzog in Sachen Bitcoin und Co. eine beeindruckende Kehrtwende – wohl primär wegen des im Januar gelaunchten Bitcoin-Spot-ETF, der erfolgreicher anlief als alle jemals zuvor auf den Markt gebrachten ETFs. Heute bezeichnet Fink den Bitcoin als „digitales Gold“.

Hashgraph: Der etwas andere Blockchain-Ansatz

Hedera Hashgraph wurde 2018 von Leemon Baird und Mance Harmon ins Leben gerufen. Die beiden verfolgten hierbei einen unkonventionellen Ansatz: Anstatt wie die meisten anderen Blockchain-Systeme auf eine chronologische Kette von Blöcken zu setzen, verwendet Hedera eine innovative Struktur namens Hashgraph. HBAR basiert auf dem Hashgraph-Konsensalgorithmus, der Transaktionen in Echtzeit verarbeitet und somit eine äußerst hohe Leistungsfähigkeit bietet. Im Gegensatz zu Blockchains, auf denen Transaktionen sequenziell abgearbeitet werden, ermöglicht Hashgraph eine parallele Verarbeitung, was zu erheblich schnelleren Transaktionszeiten führt. Damit bietet Hedera Hashgraph eine blitzschnelle Transaktionsverarbeitung und hohe Skalierbarkeit, ohne dabei die Sicherheit zu beeinträchtigen. Dadurch könnte das Projekt eine Vielzahl von Anwendungen unterstützen, von Zahlungen und Finanzdienstleistungen bis hin zu dezentralen Identitätslösungen und der Verfolgung von Lieferketten – oder eben die Tokenisierung von Vermögenswerten. Wie vielversprechend das Projekt einzuschätzen ist, zeigen Partnerschaften mit Google, IBM oder Boeing.

Wie geht’s mit HBAR auf den Charts weiter?

Abschließend möchten wir noch einen Blick auf unsere Chartanalyse zu Hedera Hashgraph werfen – natürlich auch deshalb, weil der dazugehörige Coin ein fixer Bestandteil unseres Altcoin-Pakets ist. Die technische Elliott-Wellen-Methode berücksichtigt einzig den Preisverlauf und ist daher gegen Fehlinformationen wie jene der HBAR-BlackRock-Kooperation „immun“. Besonders in einem emotional so aufgeladenen und sprunghaften Umfeld wie dem Krypto-Markt verhilft dieser technische Blick dazu, einen kühlen Kopf zu bewahren und lukrative Einstiege zu finden. Wir gehen bei HBAR primär davon aus, dass der korrektive Boden Anfang 2023 gefunden wurde. Entsprechend verorten wir den Coin seither in einem übergeordneten Aufwärtstrend, der ihn langfristig – unseren vorrangigen Berechnungen zufolge – bis deutlich über die runde $1-Marke führen sollte. Vom aktuellen Preislevel aus betrachtet könnte es hier also durchaus noch über 800 Prozent nach oben gehen. Für unsere Abonnenten haben wir auch bereits eine Zielzone für diesen Anstieg skizziert.

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Florian Winter

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