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im Tech-Sektor trudeln die Geschäftszahlen fürs zweite Quartal ein. Und die Earnings haben es in sich: Tesla steigerte den Gewinn, enttäuschte aber die Umsatzprognose; die TSLA-Aktie beendete den Handelstag bei -3.5 Prozent. International Business Machines (IBM) übertraf die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, krachte bis zum Börsenschluss aber satte 8.3 Prozent tiefer. Und obwohl Atlassian und Salesforce erst in den nächsten Wochen ihre Bücher öffnen, stürzten beide Software-Aktien um rund 8.6 Prozent ab. Der Markt hat weiterhin Angst vor einem KI-Massaker – aber es gibt nicht nur Verlierer.
Raus aus dem Schatten: Der unerwartete KI-Gewinner des Quartals
Ausgerechnet ein Tech-Urgestein, das im KI-Sektor bisher unterm Radar fliegt, dessen Geräte aber seit Jahrzehnten in Millionen Hosentaschen herumgetragen werden, sorgt im Chip-Wettrennen für Aufsehen: Der Taschenrechner-Konzern Texas Instruments hat starke Quartalszahlen vorgelegt und überzeugte mit einem Ausblick weit über den Analystenerwartungen.
Für das kommende Vierteljahr erwartet Texas Instruments einen Umsatz von bis zu 5.4 Milliarden US-Dollar, die Prognosen lagen bis dahin unterhalb der Fünf-Milliarden-Marke. Mit zuletzt 4.83 Milliarden Dollar hatte der Chip-Oldie schon im zurückliegenden ersten Quartal die Erwartungen von 4.52 Milliarden übertroffen. Und auch die Profitabilität soll wachsen.
Im zweiten Quartal erwartet Texas Instruments einen Gewinn je Aktie zwischen 1.77 und 2.05 US-Dollar, was erneut über den bisherigen Schätzungen von 1.57 Dollar liegt. Zwischen Januar und März erreichte TI starke 1.68 US-Dollar EPS, der Markt hatte mit maximal 1.40 Dollar gerechnet. Den gestrigen Handelstag beendete die TXN-Aktie mit beinahe 20 Prozent im Plus, auf Jahressicht ist das Papier bereits um mehr als 60 Prozent gestiegen.
Indizes rot, Bitcoin stagniert: Nerven sind gefragt!
Inmitten der KI- und Software-Turbulenzen findet der Markt also immer noch KI-Gewinner – auch, wenn es zunehmend unerwartete Aktien trifft. Der überwiegende Rest der prominenten Tech-Aktien blieb gestern hingegen blass, der Nasdaq-100 schloss mit einem kleinen Minus von 0.57 Prozent bei 26 782 Punkten, der S&P 500 beendete den Tag bei 7108 Punkten (-0.41 Prozent).
Nerven sind vor allem im Kryptomarkt gefragt. Bitcoin kämpft weiterhin mit den 78 000 US-Dollar, Ethereum versucht, die 2300 Dollar-Marke zu verteidigen. Obwohl der gesamte Kryptosektor im vergangenen Monat um kräftige sieben Prozent zugelegt hat, stagnieren viele Altcoins nahe ihren Zyklustiefs. Folgerichtig kletterte die Bitcoin-Dominanz zurück über 60 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Wochen.
Im breiten Risikosektor sieht es nicht viel besser aus: Nachdem in den vergangenen Tagen kurze Euphorie rund um Cannabis- und Psychedelika-Aktien aufgekommen war, gaben Tilray (gestern -11.82 Prozent), Canopy Growth (-11.59 Prozent), Organigram (-9.75 Prozent) und Aurora (-13.68 Prozent) einen Gutteil der Gewinne wieder ab. Voller Fokus liegt im Risiko-Sektor auf der künftigen Geldpolitik des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh, der jetzt sein (Krypto-) Portfolio offenlegen musste.
HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
| Texas Instruments | +19.43 |
Molina Healthcare | +14.18 |
L'Oréal S.A. | +8.99 |
Keel Infrastructure | +6.58 |
Aurora Cannabis | -13.68 |
| Tilray | -11.82 |
Earnings
Procter & Gamble (erw. EPS: 1.56 USD)
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HKCM-Signal
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