Die Facebook-Mutter Meta Platforms hat am gestrigen 30. April ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt und dabei positiv überrascht. Der Technologiekonzern steigerte seinen Umsatz um 16 Prozent auf gut 42 Milliarden US-Dollar und verzeichnete ein Gewinnplus von deutlich über Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit übertraf Meta die Erwartungen vieler Analysten deutlich. Gleichzeitig wächst die Zahl der täglich aktiven Nutzer. Neue Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz stärken außerdem das Kerngeschäft.
Meta-Quartalszahlen im Überblick
Im Zeitraum von Januar bis März 2025 erzielte Meta einen Umsatz von 42.3 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auch der Nettogewinn legte kräftig zu und erreichte 16.6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 35 Prozent. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 6.43 US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen vieler Analysten, die im Durchschnitt mit 5.28 US-Dollar gerechnet hatten.
Meta steigerte seinen Umsatz um 16 Prozent und den Gewinn um noch stärkere 35 Prozent. Auch die Nutzerbasis wächst kontinuierlich.
Die Zahl der täglich aktiven Nutzerinnen und Nutzer in Metas App-Familie – zu der unter anderem Facebook, Instagram und WhatsApp gehören – wuchs auf 3.43 Milliarden Menschen. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Preis pro Werbeanzeige um zehn Prozent. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung von Metas Künstlicher Intelligenz: Die Meta AI wird mittlerweile von fast einer Milliarde Menschen monatlich genutzt. Zu verdanken hat Meta diesen Nutzer-Anstieg der Integration ihres eigenen KI-Chatbots in die jeweiligen Konzern-Apps.
Zuckerberg sieht Meta “gut positioniert”
Meta-CEO Mark Zuckerberg zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des ersten Quartals. "Unser Geschäft entwickelt sich sehr gut und wir sind gut positioniert, um die wirtschaftlichen Unsicherheiten zu bewältigen", erklärte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Gleichzeitig betonte er die Fortschritte bei den Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz und Virtual-Reality-Brillen.
Die Meta-Aktie hat unsere ausgegraute Zielzone abgearbeitet und dürfte noch ein gutes Stück weiter steigen. Danach steht eine lange Korrektur an.
Finanzchefin Susan Li ergänzte, dass Meta die Erwartungen für das nun anstehende zweite Quartal in Bezug auf den Umsatz in der Spanne von 42.5 bis 45.5 Milliarden US-Dollar sehe. Das Wachstum soll sich also fortsetzen – an das ausgesprochen starke vierte Quartal des Vorjahres kommt man aber wohl erstmal nicht heran. Sorgen bereiten laut Susan Li außerdem erste Anzeichen für einen Rückgang der Werbeausgaben asiatischer E-Commerce-Unternehmen.
EU und China drücken Meta-Prognose
Trotz der starken Zahlen steht Meta vor einigen Herausforderungen. Besonders die regulatorischen Anforderungen in Europa könnten das Geschäft belasten. Die Europäische Kommission entschied kürzlich, dass Metas werbefreies Abo-Modell nicht mit dem neuen Digital Markets Act vereinbar sei. Meta kündigte an, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, erwartet aber dennoch, dass mögliche Anpassungen das Nutzererlebnis verschlechtern und die Einnahmen in Europa ab dem dritten Quartal 2025 beeinträchtigen könnten.
Darüber hinaus hob Meta seine Ausgaben-Prognose für das laufende Jahr deutlich an. Meta hatte ursprünglich Investitionsausgaben für das Gesamtjahr 2025 in einer Spanne von 60 bis 65 Milliarden US-Dollar geplant. Mit der neuen Prognose nach den Q1-Zahlen wurde diese Spanne auf 64 bis 72 Milliarden US-Dollar angehoben. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene Kosten für Infrastruktur und zusätzliche Ausgaben für Rechenzentren, die vor allem der Weiterentwicklung von KI-Anwendungen dienen.
Meta-Aktie in der Analyse: Jetzt kaufen?
Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen reagierten die Märkte positiv: Die Meta-Aktie stieg vom gestrigen Tief, das nach Bekanntgabe der schwachen US-Wirtschaftsdaten erreicht wurde, vorbörslich um mehr als zehn Prozent. Analysten zeigten sich angesichts der soliden Umsatzentwicklung und der positiven Perspektiven für das zweite Quartal optimistisch. Dennoch bleiben Risiken bestehen, vor allem aufgrund der regulatorischen Unsicherheiten und der schwankenden Werbeausgaben in einzelnen Regionen.
Nach der langen Korrektur der beigen Welle IV besitzt die Meta-Aktie das Potenzial, in der Impulswelle V neue Rekordstände zu erreichen.
Laut unserer Analyse sollte die Meta-Aktie ihren jüngsten Anstieg noch etwas fortsetzen – auch, wenn die aktuelle Rallye korrektiv bleiben dürfte. Kurzfristig dürfte noch Platz nach oben bis in Richtung der runden 700-Dollar-Marke sein, dann allerdings rechnen wir mit dem finalen Abverkauf der übergeordneten Korrekturstruktur, die Meta gerade durchläuft. Diese letzte Abwärts-Etappe kann das Wertpapier bis unter 400 Dollar drücken, bevor es im nächsten Aufwärts-Impuls in Richtung neuer Rekordstände oberhalb der 750 Dollar gehen kann.




