US-Angriff auf Iran: BTC fällt unter 100 000 Dollar
Der Bitcoin ist am Wochenende nach dem US-Luftangriff auf iranische Atomanlagen unter die wichtige Marke von 100 000 US-Dollar gefallen. Auch der deutsche Leitindex DAX und andere internationale Märkte verzeichneten Verluste, während Investoren nervös auf mögliche iranische Reaktionen wie eine Blockade der Straße von Hormus blicken. Einzelne Rüstungsaktien legten hingegen zu, ebenso wie einige Börsen im Nahen Osten.
Der Angriff hat geopolitische Unsicherheit ausgelöst. Zwar schlossen einige Märkte im Nahen Osten im Plus, doch die Angst vor einer Eskalation bleibt. Analysten sprechen von „politischen Börsen mit kurzen Beinen“, was bedeutet: Solche Kursschwankungen beruhigen sich oft schnell – es sei denn, der Konflikt verschärft sich. Der US-Vizepräsident JD Vance sagte in einem Interview: „Wir führen keinen Krieg gegen den Iran, sondern gegen Irans Atomprogramm.“ Er betonte ebenfalls, dass die USA bereit seien, wieder an den diplomatischen Verhandlungstisch zu kommen. Der Iran gibt sich bisher nicht gesprächsbereit und warf den Vereinigten Staaten vor, gleich mehrere rote Linien übertreten zu haben.
Circle-Aktie explodiert nach Börsengang und GENIUS Act
Die Aktie des Stablecoin-Giganten und USDC-Herausgebers Circle ist am Freitag um 20 Prozent gestiegen, nachdem das Unternehmen seine erste Kaufempfehlung vom Investment-Riesen Seaport Global erhalten hat. Auslöser war der GENIUS Act des US-Senats, der erstmals klare Regeln für Stablecoins wie den USDC schafft. Seaport Global, ein renommiertes US-Analysehaus für Finanz- und Aktienmärkte, sieht großes Potenzial für Circle – mit einem Kursziel von 235 Dollar und einer möglichen Umsatzsteigerung auf 3.5 Milliarden US-Dollar im kommenden Jahr.
Hintergrund: Circle ist der Herausgeber von USDC, dem zweitgrößten Stablecoin, der fest an den US-Dollar gekoppelt ist. Stablecoins sollen digitale Zahlungen schneller und sicherer machen, ähnlich wie Paypal, aber auf Blockchain-Basis. Der sogenannte GENIUS Act gilt als Meilenstein für die Branche, weil er Vertrauen schafft und Investoren anlockt. Gleichzeitig startet Circle ein eigenes Zahlungsnetzwerk und kooperiert mit Shopify.
Tron-Blockchain geht dank Trump-Sohn an die Börse
Die Kryptoplattform Tron plant den Börsengang über eine Hintertür: Durch die Übernahme des börsennotierten US-Unternehmens SRM Entertainment will sich Tron in Tron Inc. umbenennen und so an die US-Technologiebörse Nasdaq kommen. Das Deal-Volumen liegt bei bis zu 210 Millionen Dollar, Gründer Justin Sun soll als Berater an Bord kommen. Organisiert wurde der Deal von der Investmentbank Dominari, in deren Führung sitzen seit Kurzem Donald Trumps Söhne Donald Jr. und Eric Trump.
Tron gehört zu den größten Blockchain-Plattformen für Smart Contracts und dezentrale Anwendungen. Der Börsengang über eine sogenannte Reverse-Merger-Struktur gilt als schneller und günstiger Weg aufs Parkett – besonders bei Tech-Startups. Dabei fusioniert ein privates Unternehmen mit einer bereits börsennotierten Mantelgesellschaft. Justin Sun, der in der Vergangenheit rechtlich unter Druck geriet, investierte zuvor bereits in Trumps Stablecoin-Projekt USD1. Die SRM-Aktie schoss nach Bekanntgabe des Deals zeitweise um über 300 Prozent in die Höhe.
Norwegen will Krypto-Mining verbieten
Die norwegische Regierung plant, das energieintensive Mining von Proof-of-Work-Kryptowährungen wie Bitcoin vorübergehend zu verbieten. Der Vorschlag wurde am Freitag vorgestellt und betrifft Regionen mit Stromknappheit. Ziel ist es, das Stromnetz zu entlasten und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Gesetzentwurf könnte bereits ab Januar 2026 in Kraft treten – eine endgültige Entscheidung fällt im Herbst.
Krypto-Mining verbraucht enorme Mengen an Strom, da Rechenzentren rund um die Uhr komplexe Aufgaben lösen. Besonders in Norwegen, wo viele Miner wegen günstiger Energiepreise angesiedelt sind, steigt der Druck auf das Netz. Das geplante Verbot ist Teil einer größeren Initiative, den Stromverbrauch besser zu steuern – vor allem in Zeiten hoher Nachfrage und knapper Ressourcen.
Chinesische Miner-Hersteller kommen wegen Zöllen in die USA
Die führenden chinesischen Hersteller von Bitcoin-Mining-Geräten, darunter Bitmain und MicroBT, haben angekündigt, künftig in den USA zu produzieren. Grund ist die geplante Erhöhung der US-Zölle auf chinesische Technologieprodukte ab August. Die Unternehmen wollen so zusätzliche Importkosten vermeiden und ihre Marktanteile in den Vereinigten Staaten sichern.
Hintergrund: Mining-Geräte sind spezialisierte Computer, die komplexe Rechenaufgaben lösen, um neue Bitcoins zu generieren. Bisher wurden sie fast ausschließlich in China gefertigt. Mit dem Schritt reagieren die Hersteller nicht nur auf politische Spannungen, sondern auch auf die steigende Nachfrage nach lokaler Produktion. MicroBT etwa wird seine Geräte künftig in Pittsburgh fertigen – in Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner, um Arbeitsplätze zu schaffen und schneller liefern zu können.
Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag!







