Krypto-News: CZ geht in die Offensive, Ethereum und Solana im Clinch
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Krypto-News: CZ geht in die Offensive, Ethereum und Solana im Clinch

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Carlo Schmid

Vier Milliarden Dollar Zuflüsse für Bitcoin-ETFs im Oktober

Im Oktober sind über 4.21 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETFs geflossen, nachdem der Markt zuvor Abflüsse verzeichnet hatte. Die größten Zuflüsse kamen von BlackRocks iShares Bitcoin Trust mit 210.9 Millionen US-Dollar sowie von ETFs von ARK 21Shares und Fidelity. Insgesamt kontrollieren diese Anbieter mehr als 110 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Vermögen. Die starke Nachfrage sorgte dafür, dass der Bitcoin-Preis sich auf über 111.000 US-Dollar erholte und die institutionelle Beteiligung ein Rekordniveau erreicht hat.

Die ETF-Zuflüsse haben ein deutliches Signal gesetzt. Institutionelle Anleger setzen verstärkt auf Bitcoin als digitales Gold und nutzen regulierte Finanzprodukte wie ETFs, um Bestände aufzubauen. Diese Produkte entziehen dem Markt große Mengen an verfügbaren Coins, was Angebot und Nachfrage in Richtung steigender Preise verschieben kann. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass Bitcoin immer stärker Teil klassischer Finanzstrukturen wird, während Ethereum-ETFs gleichzeitig Abflüsse verzeichnet haben.

Nach Trumps Begnadigung: CZ plant sein Comeback

Der Binance-Gründer Changpeng CZ Zhao ist nach seiner Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump wieder frei für Führungsaufgaben. Die juristischen Einschränkungen aufgrund seines früheren Schuldeingeständnisses und der Geldwäsche-Vorwürfe entfallen damit, wodurch ein mögliches Comeback bei Binance erneut im Raum steht. Der BNB-Kurs reagierte unmittelbar mit einem deutlichen Anstieg und Beobachter erwarten, dass Binance nun verstärkt den lukrativen US-Markt angreifen könnte.

Im Hintergrund schwelen politische Spannungen, weil die Begnadigung nach Angaben von Kritikern ein Gefälligkeitsdeal für einen einflussreichen Krypto-Unternehmer gewesen sei. Gleichzeitig sehen Branchenexperten Chancen in einer stärkeren Integration von Binance US in das globale Geschäft und auf eine Führungsrolle, die CZ nun wieder einnehmen könnte. Ob er tatsächlich auf den CEO-Posten zurückkehrt, bleibt jedoch abzuwarten.

Japan führt weltweit ersten Stablecoin mit Yen-Bindung ein

In Japan ist am Montag der erste Stablecoin gestartet, der fest an den Yen gekoppelt ist. Das Startup JPYC gibt diese digitale Währung aus, die vollständig in Yen umtauschbar ist und durch heimische Spareinlagen sowie japanische Staatsanleihen gedeckt wird. JPYC plant, innerhalb von drei Jahren Stablecoins im Wert von zehn Billionen Yen auszugeben und setzt zunächst auf kostenlose Transaktionen, um die Nutzung zu fördern. Neben JPYC bereiten auch Japans drei Megabanken eigene Stablecoins vor.

Es hat den Anschein, als wolle Japan sein Finanzsystem modernisieren und digitale Zahlungen attraktiver machen. Stablecoins, also digitale Token mit festem Wert, sollen schnellere und günstigere Transaktionen ermöglichen. Experten bleiben jedoch vorsichtig und verweisen auf Unsicherheiten, ob sich Yen-Stablecoins im Inland durchsetzen, zumal der US-Dollar global dominiert. Die japanische Zentralbank warnt zudem, dass Stablecoins die Rolle klassischer Bankeinlagen schwächen könnten.

Stablecoin-Zahlungen steigen seit US-Regulierung um 70 Prozent

Seit der Verabschiedung des sogenannten Genius Act im Juli in den USA haben Zahlungen mit Stablecoins kräftig zugelegt. Laut einem Bericht des Blockchain-Datenanbieters Artemis sind im August über 10 Milliarden US-Dollar für Waren, Dienstleistungen und Transfers geflossen, verglichen mit 6 Milliarden US-Dollar im Februar. Das entspricht einem Anstieg von 70 Prozent. Mit rund 6.4 Milliarden US-Dollar monatlich dominiert der Geschäftsverkehr die Nutzung, während Peer-to-Peer-Zahlungen stabil bei 1.6 Milliarden US-Dollar liegen.

Es hat ein wachsendes Vertrauen gegeben, seit das Gesetz Stablecoin-Anbieter verpflichtet, Tokens mit sehr liquiden Vermögenswerten wie US-Staatsanleihen zu hinterlegen. Diese digitalen Dollar-Abbilder sollen Banküberweisungen schneller machen und internationale Zahlungsketten abkürzen. Laut Artemis ist der Trend klar: Unternehmen setzen zunehmend auf Stablecoins, weil klassische Überweisungen oft langsam sind.

Ethereum-Layer-2: ETH-Gründer und Solana-CEO streiten

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin und Solana-Chef Anatoly Yakovenko haben sich öffentlich über die Sicherheit von Ethereum-Layer-2-Netzwerken gestritten. Buterin erklärte, dass Layer-2-Projekte wie Arbitrum oder Optimism bei einem 51-Prozent-Angriff geschützt seien, weil sie die Sicherheit des Ethereum-Hauptnetzwerks erben und dadurch Nutzervermögen nicht gefährdet werde. Yakovenko widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich und bezeichnete die Behauptung als falsch, was die Spannung im Wettbewerb um Marktanteile verstärkt.

Die Diskussion hat gezeigt, dass die Blockchain-Welt weiter um die beste Skalierungsstrategie ringt. Layer-2-Netzwerke sollen Ethereum schneller und billiger machen, indem Transaktionen ausgelagert werden. Yakovenko hat aber infrage gestellt, ob diese Technologie wirklich dieselbe Sicherheit wie die Haupt-Blockchain bieten kann. Buterin hat klargestellt, dass Risiken entstehen, sobald Validatoren Aufgaben übernehmen, die außerhalb der Kontrolle der Blockchain liegen. Die Rivalität zwischen Ethereum und Solana erhält damit zusätzlichen Zündstoff.

Das war es schon wieder mit unserem Krypto-Newsflash. Der nächste kommt wie gewohnt nächste Woche Montag. Wir wünschen allen einen guten Start in die Handelswoche.

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Carlo Schmid

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