Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was in der Welt der Finanzen passiert ist, betrachten wir in unserem Wochenrückblick.
Montag - Trump startet zweite Amtszeit
Am Montag ist Donald Trump für seine zweite Amtszeit angelobt worden. Prompt erwirkte er per Exekutivbefehl den Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen und der Weltgesundheitsorganisation sowie die Aufhebung von Förderbeschränkungen für Rohöl und Erdgas in mehreren Naturschutzgebieten. „Das goldene Zeitalter Amerikas beginnt jetzt", erklärte Trump in seiner Antrittsrede.
„Dem ganzen Planeten wird es besser gehen“, versprach er auch in seiner Ansprache auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Mitte der Woche. Trump erklärte, er habe mit Saudi-Arabien über eine Senkung der Ölpreise gesprochen, um den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen. Zudem kündigte er massive Steuersenkungen und Deregulierungen in den USA an und warnte Unternehmen vor hohen Zöllen, falls sie nicht in Amerika produzieren.
Dienstag - Adidas streicht 500 Stellen in Herzogenaurach
Adidas plant den Abbau von bis zu 500 Stellen am Hauptsitz in Herzogenaurach. „Unsere Unternehmensstruktur ist zu komplex für eine sich ständig verändernde Welt“, erklärte eine Sprecherin des Sportartikelherstellers.
Trotz eines Umsatzwachstums von elf Prozent und einem operativen Gewinn von 1.34 Milliarden Euro im Jahr 2024 setzt Geschäftsführer Björn Gulden auf eine Vereinfachung der Strukturen. Gulden treibt seit seinem Amtsantritt im Januar 2023 die Dezentralisierung voran, um mehr Verantwortung in die einzelnen Märkte zu verlagern. Die Stellenstreichungen betreffen rund neun Prozent der Belegschaft in Herzogenaurach.
Mittwoch – Hohe Schoko-Preise wegen Kakao-Knappheit
Die Schokoladenindustrie kämpft mit steigenden Kakaopreisen, die durch schlechte Ernten und den Klimawandel verursacht werden. „Kakao ist knapp auf den Weltmärkten. Das treibt die Preise nach oben“, erklärte WWF-Expertin Kerstin Weber.
Hersteller wie Lindt & Sprüngli, Milka und Ritter Sport haben ihre Preise bereits erhöht und planen weitere Anhebungen für 2025. Der Schweizer Zulieferer Barry Callebaut meldet sinkende Verkaufsvolumen, während der Umsatz durch höhere Preise stark gestiegen ist. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war eine Schokoladentafel im Dezember 2024 durchschnittlich 14.6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.
Donnerstag – Cannabis Made in Germany bei Aurora
Aurora Cannabis bringt mit IndiMed die erste in Deutschland angebaute medizinische Cannabismarke auf den Markt. Island Sweet Skunk, eine Sativa-Sorte mit 20 Prozent THC und weniger als einem Prozent CBD, wird ab dem 27. Januar 2025 erhältlich sein.
Die Produktion erfolgt in Einklang mit den EU-Richtlinien zur Qualitätssicherung bei Produktionen von Arzneimitteln in Aurors Produktionsstätte bei Leuna, Sachsen-Anhalt statt. Aurora ist eines von nur drei Unternehmen mit einer Anbaulizenz in Deutschland. Die lokale Produktion reduziert Importkosten und entspricht den Präferenzen des deutschen Gesundheitswesens für regionale Produkte.
Bank of Japan schraubt Zinsen auf höchsten Stand seit 2008
Die Bank of Japan hat ihren Leitzins erstmals seit 17 Jahren auf 0.5 Prozent angehoben. Die Entscheidung bekräftigt den Kurswechsel nach Jahren ultralockerer Geldpolitik, den die Bank of Japan bereits im August 2024 mit ihrer ersten Zinsanhebung seit 2006 eingeläutet hatte. Die Zinserhöhung erfolgt angesichts einer anhaltenden Inflation von knapp drei Prozent und einem schwachen Yen.
Die BOJ plant eine behutsame Normalisierung der Geldpolitik, um wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Nach der jahrelangen Deflation hatte die BoJ mit ihrer Zinsanhebung im August die globalen Finanzmärkte erschüttert und hofft auf nun auf eine Erholung der Wirtschaft im eigenen Land.
Das war’s schon mit dem Wochenrückblick, der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Freitag.
Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






