HKCM-Newsflash: Google vs. Elon Musk, BMW-Panne und Panik um Bitcoin-ETF
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HKCM-Newsflash: Google vs. Elon Musk, BMW-Panne und Panik um Bitcoin-ETF

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Murat Örs

Die Welt der Finanzen steht niemals still. Was in den vergangenen Stunden passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Newsflash an. Kurz, knapp und auf das Wichtigste reduziert.

Google vs. Elon Musk: Twitter-Streit um Wahl-Suchergebnisse

Elon Musk, CEO von Tesla und Eigentümer der Nachrichtenplattform X (ehemals Twitter), sorgte kürzlich mit einem Beitrag über Googles Suchergebnisse zur Wahl für Aufsehen. Er teilte einen Post, der nahelegte, Google zeige nur Wahllokale für Kamala Harris an, nicht jedoch für Trump. Google widersprach dieser Darstellung umgehend. Die Harris-Karte erschien lediglich, weil Harris auch der Name eines Bezirks in Texas ist. Ähnliches passiert bei der Suche nach Vance – ein Bezirk in North Carolina, der zufällig den Nachnamen von Trumps potenziellem Vize-Präsidenten teilt. Für Trump, das kein Bezirksname ist, wurden hingegen nur Nachrichten angezeigt. Google reagierte schnell und korrigierte das Ergebnis, sodass nun auch bei Where to vote for Harris nur Artikel erscheinen. Musk dankte für die Klarstellung, ließ das ursprüngliche Video jedoch online.

Gewinnrückgang bei Audi und BMW

Die Gewinne der beiden großen deutschen Automobilhersteller Audi und BMW sind im letzten Quartal deutlich eingebrochen. Audi verzeichnete einen dramatischen Rückgang von 91 Prozent auf nur noch 106€ Millionen. Der Absatz des Unternehmens sank um 16 Prozent. Dies ist vor allem dem Preiskampf auf dem chinesischen Markt geschuldet. Zudem belasteten finanzielle Rückstellungen für die geplante Schließung eines großen Brüsseler Werks das Ergebnis. Im Vorjahr hatte Audi noch ein doppelt so hohes Betriebsergebnis erzielt. Ähnlich sieht es bei BMW aus. Der Gewinn fiel um 83.8 Prozent auf 476€ Millionen. Die operative Marge im Automobilgeschäft schrumpfte von 10 auf 2.3 Prozent. Ein weiterer Rückschlag kam durch fehlerhafte Bremssysteme, die der Zulieferer Continental für BMW gefertigt hatte. Diese führten zu Lieferverzögerungen. Beide Unternehmen sehen sich in China mit stagnierender Nachfrage und einem intensiven Preisdumping konfrontiert. Audi plant zudem strukturelle Maßnahmen, um die Effizienz zu steigern und zurück zur Profitabilität zu finden.

Panik vor der Wahlnacht: $500 Millionen Outflows bei BTC-ETFs

Nur einen Tag vor der heiß umkämpften Präsidentschaftswahl verzeichneten die nordamerikanischen Bitcoin-ETFs den zweitgrößten Abfluss ihrer Geschichte. Rund $541.1 Millionen wurden am 4. November aus den elf Spot-Bitcoin-Fonds abgezogen. BlackRocks iShares Bitcoin Trust war mit einem Zufluss von $38.4 Millionen als einziger Anbieter in den grünen Zahlen. Experten wie CoinShares-Forscher James Butterfill führen die Abflüsse auf die politische Unsicherheit zurück. „Bitcoin ist aktuell unglaublich sensibel für politische Trends“, erklärte Butterfill. Vor allem Republikanische Wahlhoffnungen hatten den Krypto-Sektor jüngst beflügelt. Doch das enge Rennen zwischen Kamala Harris und Trump sorgte gestern für Nervosität. Als klar wurde, dass Donald Trump ins Weiße Haus einziehen wird, war die Unsicherheit vergessen. Mit seinen Bitcoin-freundlichen Aussagen während des Wahlkampfes gelang es Trump, viele Krypto-Unterstützer in den Vereinigten Staaten zu mobilisieren. Im Laufe der Wahlnacht schnellte BTC auf ein neues Allzeithoch.

Chinesische Provinzen drängen auf Wachstumsziele

In den letzten Wochen des Jahres 2024 erhöhen chinesische Provinzen den Druck auf ihre Beamten, um die wirtschaftlichen Jahresziele zu erreichen. Die Provinz Hainan forderte in einer Sitzung, „alles Nötige“ zu tun, um die anvisierten Entwicklungsziele einzuhalten. Die Provinz Shandong hob Investitionen und Konsum als Schlüsselbereiche hervor. Diese Initiativen folgen einer Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der die wirtschaftlichen Verantwortlichen dazu aufforderte, ihr „Bestes zu geben“, um die jährlichen Wachstumsziele zu erfüllen. Der Druck auf die lokalen Regierungen steigt angesichts eines herausfordernden globalen Wirtschaftsumfelds. Die verstärkten Maßnahmen verdeutlichen den Willen der chinesischen Provinzen und der Regierung, das Wirtschaftswachstum in einem schwierigen Jahr zu stabilisieren. Chinas Aktienmarkt leidet unter der Schieflage des heimischen Immobilienmarktes, der als Hauptinvestmentvehikel für die Bürger gilt.

Boeing beendet Streik und schreibt Verluste

Nach einem siebenwöchigen Streik erhöht Boeing die Löhne und erreicht eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern. Der neue Tarifvertrag sieht eine schrittweise Lohnerhöhung um insgesamt 38 Prozent über die nächsten vier Jahre vor. Sowohl die Gewerkschaftsführung als auch Boeings CEO Kelly Ortberg werten die Einigung als Erfolg. Der Streik hatte zu Produktionsstopps bei wichtigen Modellen wie der Boeing 737 Max, der 767 und der 777 geführt. Die Verluste für Boeing durch diese Unterbrechungen belaufen sich auf mehr als $1 Milliarde. Im dritten Quartal meldete Boeing daher einen Gesamtverlust von über $6 Milliarden und leitete eine Kapitalerhöhung ein, um eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit abzuwenden. Das Unternehmen befindet sich seit den folgenschweren Abstürzen der 737 Max in den Jahren 2018 und 2019, die durch Konstruktionsfehler und Qualitätsmängel verursacht wurden, in einer angespannten finanziellen Lage. Boeing ist nun dazu angehalten, eine umfassende Produktions- und Qualitätssicherung zu gewährleisten, um das Vertrauen in seine Produkte wiederherzustellen und langfristige Stabilität zu sichern.

Commerzbank plant Rekordgewinn – und will Unicredit abwehren

Die Commerzbank meldet für das dritte Quartal 2024 einen Gewinnrückgang von sechs Prozent auf 642€ Millionen, übertrifft dabei die Analystenerwartungen von 529€ Millionen aber deutlich. Hauptursachen für den Rückgang sind die Zinssenkungen der EZB und die schwächelnde deutsche Wirtschaft. Dennoch erwartet die Bank für das Gesamtjahr einen Rekordgewinn von 2.4€ Milliarden. Vorstandschefin Bettina Orlopp betonte in einer Stellungnahme, dass die aktuelle Strategie – mit Fokus auf das Mittelstandsgeschäft und die Vermögensverwaltung – Erfolg zeige. Gleichzeitig erhöht Unicredit unter CEO Andrea Orcel den Druck im Übernahmepoker und verweist auf die starken Wachstumszahlen seiner deutschen Tochter, der Münchener Hypovereinsbank. Orcel stellt zudem die Krisenresistenz der Commerzbank infrage, ein Seitenhieb auf die staatliche Rettung während der Finanzkrise 2008. Um die Übernahme abzuwehren, setzt die Commerzbank auf ein höheres Aktienniveau, um so die Übernahmebedingungen für Unicredit zu erschweren.

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Murat Örs

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