HKCM-Newsflash: Solana-ETF, Disney in Japan, Porsche im Rückwärtsgang
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HKCM-Newsflash: Solana-ETF, Disney in Japan, Porsche im Rückwärtsgang

Author

Murat Örs

Die Welt der Finanzen steht niemals still. Was in den vergangenen Stunden passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Newsflash an. Kurz, knapp und auf das Wichtigste reduziert.

Cboe beantragt SEC-Zulassung für Solana-ETFs


Der Börsenbetreiber Cboe Global Markets hat am Montag bei der nordamerikanischen Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) einen Antrag auf Zulassung von ETFs von VanEck und 21 Shares eingereicht, die an die Kryptowährung Solana gekoppelt sind. Nach den Regeln der SEC hat die Behörde nun 240 Kalendertage Zeit, um zu entscheiden, ob sie den 19b-4-Antrag von Cboe auf Zulassung der Produkte genehmigt oder ablehnt. VanEck und 21Shares hatten im Juni bei der SEC die Zulassung der neuen Produkte beantragt. Es wären die ersten ETFs, die den Preis von Solana, der aktuell nach Marktkapitalisierung fünftgrößten Kryptowährung, abbilden. Im Januar genehmigte die SEC ETFs, die an den Preis von Bitcoin gekoppelt sind, was einen Wendepunkt für die Branche darstellte. VanEck, 21Shares und andere Emittenten haben jüngst zudem grünes Licht von der SEC bekommen, um ETFs aufzulegen, die an den Kurs der zweitgrößten Kryptowährung Ethereum geknüpft sind.

Paramount-Übernahme: $8-Milliarden-Deal läutet neue Ära in Hollywood ein

Im Rahmen einer Mega-Übernahme, die über die Filmbranche hinaus für Aufsehen sorgt, übernimmt die Produktionsfirma Skydance Media das traditionsreiche Hollywood-Studio Paramount. Der auf etwa $8 Milliarden geschätzte Deal markiert das Ende der Ära von Shari Redstone und läutet somit einen bedeutenden Machtwechsel in der Traumfabrik ein. David Ellison, Sohn des Oracle-Gründers Larry Ellison, steigt zum neuen CEO auf und wird damit zu einem der einflussreichsten Akteure in Hollywood. Die Transaktion, die noch rechtlicher Prüfung bedarf, sieht vor, dass Redstone $2.4 Milliarden für ihre Anteile erhält, während Ellison und Partner weitere $6 Milliarden investieren. Die Übernahme verspricht, frischen Wind in das finanziell angeschlagene Paramount-Studio zu bringen, das seit Ende 2019 einen Wertverlust von fast $17 Milliarden verzeichnete. Die Fusion vereint die Erfahrung eines traditionsreichen Studios mit der Innovationskraft einer aufstrebenden Produktionsfirma und könnte entsprechend die Zukunft der Filmindustrie maßgeblich beeinflussen.

Absatz deutlich rückläufig: Porsche strauchelt


Der Stuttgarter Autohersteller Porsche setzte in den zurückliegenden zwei Quartalen global betrachtet deutlich weniger Autos ab als im Vorjahresvergleichszeitraum. In der ersten Jahreshälfte wurden global rund 156 000 Nobelkarossen verkauft. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang von 6.8 Prozent. In China wurden dabei sogar ein Drittel weniger Autos verkauft, in Nordamerika ging der Absatz um sechs Prozent zurück. Als Grund wird zum einen die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage genannt, zuvorderst in China, aber auch die Überarbeitung mehrerer Modelle, was zu Angebotslücken führte. In Deutschland stieg die Zahl der Porsche-Neuwagen hingegen um 22 Prozent und auch europaweit konnten sechs Prozent zugewonnen werden. Das beliebteste Modell war der 911er, für den Porsche sogar acht Prozent mehr Abnehmer finden konnte. Der Absatz des Geländewagens Cayenne wurde derweil um 16 Prozent nach oben geschraubt. Die größten Einbußen verzeichneten die Modelle Macan, Panamera und Taycan.

Deutschland: mehr Insolvenzen als erwartet

Die Zahl der mittleren und großen Unternehmen in Deutschland, die in der ersten Hälfte dieses Jahres Insolvenz anmelden mussten, ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41 Prozent gestiegen. Dies berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf eine Analyse der Sanierungsberatung Falkensteg. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 meldeten 162 Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als €10 Millionen Insolvenz an. Diese Zahl liegt deutlich über dem Anstieg von 30 Prozent, den die Marktanalysten zu Beginn des Jahres erwartet hatten. Besonders betroffen sind Immobilienunternehmen, Automobilzulieferer und Maschinenbauunternehmen. Als Gründe für die Insolvenzwelle werden die Nachwirkungen der Pandemie, die Inflation, steigende Energie- und Materialkosten sowie eine schwächelnde Nachfrage genannt. Zudem machen globale Krisen, schlechte Konjunkturaussichten und hohe Zinsen Umstrukturierungen und Investitionen in angeschlagene Unternehmen zunehmend unattraktiv.

Disney setzt Segel für Expansion: Neues Kreuzfahrtschiff in Tokio geplant

Der nordamerikanische Entertainment-Konzern Disney und die japanische Oriental Land Company (OLC) haben am Dienstag Pläne für ein neues Kreuzfahrtschiff vorgestellt, das ab 2029 von Tokio aus in See stechen soll. Das neunte Schiff in Disneys Flotte, modelliert nach dem Vorbild der Wish – dem bisher größten Schiff des Unterhaltungsriesen –, soll 4000 Passagiere aufnehmen und jährlich etwa $620 Millionen Umsatz generieren. Diese Expansion ist Teil eines $60-Milliarden-Plans zur Erweiterung von Disneys Themenpark- und Kreuzfahrtgeschäft über die nächsten zehn Jahre. Das Kreuzfahrtgeschäft machte im letzten Quartal über ein Drittel des Unternehmensumsatzes und fast 60 Prozent des Betriebsgewinns aus. Thomas Mazloum, Präsident von Disney Signature Experiences, betonte die Bedeutung dieses Schrittes: „Der Start von Japan aus wird Disney-Seereisen für japanische Gäste, die zu unseren größten Fans gehören, zugänglicher machen.”  Disney baut damit seine Präsenz im Familiensegment des Kreuzfahrtmarktes weiter aus.

BP meldet milliardenschwere Abschreibungen

Der britische Ölkonzern BP kündigte für das zweite Quartal Abschreibungen in Höhe von bis zu $2Milliarden an. Ein erheblicher Teil dieser Wertkorrekturen betrifft die Raffinerie in Gelsenkirchen, die aufgrund hoher Kosten und sinkender Nachfrage verkleinert wird. BP hatte bereits im März Pläne zur Verkleinerung des Standorts bekanntgegeben, da europäische Raffinerien zunehmend unter Wettbewerbsdruck durch Importe aus dem Nahen Osten und Asien stehen. Diese Regionen haben ihre Rohölproduktion in den letzten Jahren stark erhöht. BP warnte zudem vor sinkenden Raffineriemargen und niedrigeren Ölpreisen, die den Gewinn im zweiten Quartal beeinträchtigen könnten. Die Margenverluste könnten sich auf $500 bis $700 Millionen belaufen. Quasi zeitgleich hat auch der Shell-Konzern Abschreibungen von bis zu $2 Milliarden für das zweite Quartal gemeldet, unter anderem wegen Verzögerungen beim Bau einer Biospritanlage in Rotterdam.

 

 

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Murat Örs

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