Gerüchte um Kooperation zwischen Cardano und Ripple: Wie hoch steigen ADA und XRP?
#Kryptowährungen

Gerüchte um Kooperation zwischen Cardano und Ripple: Wie hoch steigen ADA und XRP?

Author

Simeon Koch

Lange galten sie als große Enttäuschungen im Altcoin-Sektor im aktuellen Zyklus – jetzt schmieden sie gemeinsame Pläne, die den ganzen Kryptomarkt aufwühlen: Ripple und Cardano wollen enger zusammenarbeiten, wie aus Gesprächen zwischen Ripple-CEO Brad Garlinghouse und Charles Hoskinson, dem Gründer von Cardano, hervorgeht. Dabei ging es um Cardanos datenschutzorientierte Sidechain Midnight und Ripples Stablecoin RLUSD – zwei wichtige Zukunftsprojekte ihrer jeweiligen Entwickler.

Die Nachricht sorgte für Euphorie um die vermeintlichen Dino-Coins, XRP und ADA konnten ihren Kurswert in den letzten zwei Wochen fast verdreifachen. Wie aber kam es zu dieser Annäherung, was steckt hinter den Gerüchten – und wie hoch können XRP und ADA jetzt steigen?

Charles Hoskinson entschuldigt sich nach XRP-Streit

Im ersten Moment war die XRP-Community gar nicht erfreut, als die Gespräche zwischen Ripple-CEO Brad Garlinghouse und Cardano-Gründer Charles Hoskinson publik wurden. Über Jahre standen Hoskinson und ein großer Teil der Ripple-Fangemeinde auf Kriegsfuß: Vor ziemlich genau zwei Jahren hatten Ripple-Fans Gerüchte verbreitet, Hoskinson sei an der SEC-Klage beteiligt gewesen, die Ripple nach Jahren juristischer Streitigkeiten erst im vergangenen August für sich entscheiden konnte.

XRP ist mit der jüngsten Rallye in unsere mittlerweile ausgegraute Zielzone eingetreten. Von hier aus dürfte die grüne Welle [4] nochmal deutlich korrigieren.

Hoskinson warf den XRP-Unterstützern damals Falschinformation vor und kritisierte auch Ripples Führungsriege, die für seinen Geschmack zu wenig unternahm, um ihre Anleger von seiner Unschuld zu überzeugen. In Richtung des Technologie-Chefs bei Ripple, David Schwartz, sagte Hoskinson öffentlich, er sei „ein wenig enttäuscht“ vom Verhalten des gesamten Unternehmens. Provokant fügte der Cardano-Gründer damals an: „Wie wäre es, wenn ihr eurer Gemeinde sagt, dass sie nicht verschwörerisch sein soll?“

Zwar ist dieser Streit, der sich auf Twitter (heute X) über Wochen hinzog, nicht vergessen – die Wogen aber glätten sich. Den ersten Schritt machte Hoskinson, der sich vor einigen Tagen in einer Videobotschaft an die XRP-Community wandte und sich entschuldigte: „Es war nie meine Absicht zu sagen, dass XRP als Ökosystem nicht existieren sollte.“ Niemand bei Ripple habe den „Horror“ der „übereifrigen“ Regulierung verdient, die von der Börsenaufsicht ausgegangen sei.

„Krypto-Community muss zusammenkommen“

Dieses Problem dürfte nun aber ohnehin der Vergangenheit angehören. Schon im Sommer kündigte Donald Trump während seines Wahlkampfes an, im Falle seiner Wiederwahl den SEC-Chef Gary Gensler zu entlassen. Wie gestern bekannt wurde, legt Gensler zum 20. Januar 2025 sein Amt nieder. Gensler war durch seine strikte Haltung gegenüber dem Altcoin-Sektor und seine Beharrlichkeit in der juristischen Verfolgung von XRP zum Feindbild der Ripple-Community avanciert.

Auch ADA hat unsere ehemalige Zielzone für Neueinstiege erfolgreich abgearbeitet und dürfte in der orangen Welle [v] noch ein Stück steigen.

Entsprechende Erleichterung machte sich bei vielen großen Altcoin-Projekten breit, als Trump die Wahl Anfang November tatsächlich gewann. Die Gunst der Stunde nutzten Charles Hoskinson und Brad Garlinghouse prompt für ihre Annäherung. „Es gibt viele Bereiche, in denen wir zusammenarbeiten könnten“, hatte Hoskinson schon in seiner Videobotschaft vor einer Woche gesagt. Er würde „sehr gerne Wege finden und Brücken bauen, um mit der XRP-Community zusammenzuarbeiten“.

Brad Garlinghouse lobte er als „einen großartigen CEO und „extrem kollaborativ“. Garlinghouse wiederum ergänzte: „Es ist an der Zeit, dass die Krypto-Community zusammenkommt, sich für gleiche Wettbewerbsbedingungen einsetzt und klare Spielregeln schafft.“ Auch die technologische Entwicklung wollen Cardano und Ripple künftig offenbar gemeinsam vorantreiben. Nähere Details dazu sickerten in den vergangenen Tagen langsam durch.

Cardano will XRP-Stablecoin integrieren

Im Raum steht die Verbindung von Ripples Expertise im Bereich grenzüberschreitender Zahlungen mit Cardanos Fokus auf Smart Contracts und Skalierbarkeit. Dafür traf Hoskinson nach dem Gespräch mit Brad Garlinghouse gleich auch David Schwartz, den er vor zwei Jahren noch scharf für die Äußerungen der XRP-Community kritisiert hatte. Dennoch schienen sich beide auf Anhieb zu verstehen und tüftelten an Möglichkeiten einer technischen Zusammenarbeit.

Ein zentrales Thema war dabei Cardanos Sidechain Midnight, die auf fortschrittliche Datenschutztechnologien spezialisiert ist. Ripple könnte diese Technologie nutzen, um die Sicherheit und Vertraulichkeit seines Ökosystems zu stärken, insbesondere im Bereich grenzüberschreitender Zahlungen. Ripples Netzwerk und dessen Liquiditätslösungen könnten wiederum dazu beitragen, Midnight weiter auszubauen und in ein größeres Finanzökosystem zu integrieren.

Schwartz zeigte großes Interesse und kommentierte: „Midnight klingt extrem interessant.“ Gleichzeitig brachte Hoskinson die Idee ins Spiel, dass Ripples Stablecoin RLUSD auf Cardano integriert werden könnte. Der Stablecoin, der aktuell auf Ethereum und der XRP-Chain getestet wird, könnte durch Cardanos Netzwerk zusätzliche Interoperabilität und Skalierbarkeit gewinnen. Cardanos Infrastruktur ist bekannt für ihre Energieeffizienz und Sicherheitsstandards, was RLUSD neue Anwendungsmöglichkeiten im DeFi-Bereich eröffnen würde. Gleichzeitig könnte Ripple von Cardanos Expertise bei Smart Contracts und Layer-2-Lösungen profitieren, um RLUSD flexibler und vielseitiger einsetzbar zu machen.

XRP bleibt korrektiv – ADA auf $6?

Trotz der jüngsten Rallye dürfte XRP vorerst in einer korrektiven Struktur feststecken. Laut unserer technischen Elliott-Wellen-Analyse sollte es nach dem Top der magentafarbenen Welle (D) in unserer ausgegrauten Zielzone wieder deutlich abwärts gehen. Bis zum Tief der aktuellen grünen Korrekturwelle [4] kann sich XRP mittel- bis langfristig nochmal der Unterstützung bei $0.28 annähern. Danach dürfte die farbgleiche Folgewelle [5] impulsiv über den Widerstand bei $1.96 ausbrechen.

Seit Jahren müht sich XRP durch eine Seitwärts-Struktur und dürfte trotz der jüngsten Rallye noch einmal deutlich abverkaufen, bevor das Allzeithoch attackiert werden kann.

Neue Allzeithochs könnte Ripple aber auch schon früher schreiben: Laut unserer Alternative ist auch ein direkter Durchmarsch über die grüne Linie bei $1.96 möglich. Dieser Alternative geben wir eine Wahrscheinlichkeit von 27 Prozent. Wann die grüne Welle [5] beginnt, ist also von XRPs Preisentwicklung in den nächsten Wochen und Monaten abhängig. Für unsere Abonnenten bringen wir regelmäßig neue Zielzonen auf die Charts aller analysierten Altcoins, sobald die jeweiligen Kursstrukturen präzise Berechnungen zulassen.

Cardano hat das Bärenmarkttief hinter sich gelassen und das bisherige Jahreshoch durchbrochen. Im aktuellen Impuls dürfte noch viel Luft nach oben sein.

Bei Cardano erscheint die aktuelle Aufwärtsstruktur impulsiver als bei Ripple. Nach dem Bärenmarkttief der grünen Welle [2] dürfte sich ADA bereits im übergeordneten bullischen Impuls der ebenfalls grünen Welle [3] befinden. Der kürzliche Ausbruch über das bisherige Jahreshoch aus dem Frühling spricht dafür, dass ADA nun endgültig in diese große Rallye starten kann. Als erster großer Widerstand wartet nach der psychologisch wichtigen Marke bei $1 die grüne Widerstandslinie bei $2.51. Auf dem Weg zum nächsten Allzeithoch und wahrscheinlichen Bullenmarkt-Top sollte diese Hürde aber recht flink überwunden werden.

Author

Simeon Koch

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.