Symrise senkt Prognose nach schwachem Quartal
Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im dritten Quartal 2025 nur ein leichtes organisches Umsatzwachstum von 1.4 Prozent erzielt und damit die Erwartungen verfehlt. Der Umsatz lag bei 1.22 Milliarden Euro, nach 1.26 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Wegen der schwachen Nachfrage und globaler Unsicherheiten senkte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr: Statt 3 bis 5 Prozent erwartet Symrise nun nur noch 2.3 bis 3.3 Prozent Wachstum. Die Aktie fiel nach der Veröffentlichung deutlich.
Symrise erklärte, man wolle die Effizienz weiter steigern und so langfristig profitables Wachstum sichern. Trotz des schwierigen Umfelds bestätigte der Konzern eine EBITDA-Marge von rund 21.5 Prozent und eine solide Cashflow-Quote von 14 Prozent. CEO Jean-Yves Parisot betonte, man wolle sich stärker auf Innovation und Kosteneffizienz konzentrieren. Analysten reagierten jedoch skeptisch und warnten vor anhaltendem Druck auf Umsatz und Margen.
Deutsche Bank überrascht mit Rekordgewinn – Aktie steigt deutlich
Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal 2025 ein Rekordergebnis erzielt und damit die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Das Geldhaus meldete einen Vorsteuergewinn von 2.45 Milliarden Euro, rund acht Prozent mehr als im Vorjahr und einen den Anteilseignern zurechenbaren Gewinn von 1.6 Milliarden Euro. Besonders das Investmentbanking trieb die Zahlen: Die Erträge dieser Sparte legten um 18 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zu. Die Aktie stieg nach der Veröffentlichung um fast fünf Prozent.
Die Bank profitierte von stabilen Kosten, geringeren Rückstellungen und einem florierenden Markt für Anleihen und Währungen. Konzernchef Christian Sewing sieht das Institut auf Kurs, im Gesamtjahr über zehn Prozent Eigenkapitalrendite zu erzielen, ein wichtiger Maßstab für die Rentabilität eines Finanzinstituts. Mit dem Programm Deutsche Bank 3.0 will Sewing die Bank langfristig profitabler machen und das Wachstum weiter ankurbeln.
BASF: Gewinne sinken, doch die Erwartungen übertroffen
BASF hat im dritten Quartal 2025 trotz schwacher Konjunktur besser abgeschnitten als erwartet. Der operative Gewinn (EBITDA) sank um rund fünf Prozent auf 1.54 Milliarden Euro, lag damit aber über den Analystenschätzungen. Der Umsatz fiel um 3.2 Prozent auf 15.23 Milliarden Euro. Besonders belastend wirkten der schwache US-Dollar und sinkende Preise in wichtigen Sparten. Der Konzern verkaufte zudem seine Lacke-Sparte für 5.8 Milliarden Euro an die Carlyle Group und die Qatar Investment Authority, um seine Finanzlage zu stärken.
Die BASF bleibt jedoch vorsichtig: Vorstandschef Markus Kamieth rechnet mit einer Konjunkturflaute bis 2026 und setzt den Sparkurs fort. Allein 2024 wurden rund 3000 Stellen gestrichen, vor allem am Standort Ludwigshafen. In China soll Ende des Jahres ein neues Werk eröffnen, das mittelfristig eine Milliarde Euro zum Gewinn beitragen soll. Anleger reagierten positiv, die Aktie legte leicht zu.
Covestro mit erneutem Verlust – Brand und Prognosesenkung setzen Aktie unter Druck
Covestro hat im dritten Quartal 2025 einen Umsatzrückgang um zwölf Prozent auf 3.2 Milliarden Euro und einen Nettoverlust von 47 Millionen Euro gemeldet. Zwar lag das operative Ergebnis (EBITDA) mit 242 Millionen Euro über den Analystenerwartungen, doch der Chemiekonzern senkte erneut seine Jahresprognose: Statt bis zu 1.1 Milliarden Euro werden nur noch 700 bis 800 Millionen Euro erwartet.
Ein Brand im Werk Dormagen belastet das ohnehin schwache Jahr zusätzlich mit einem dreistelligen Millionenbetrag. Neben der schwachen Nachfrage und globalem Preisdruck kämpft Covestro mit Überkapazitäten in wichtigen Märkten. Ein Sparprogramm soll Abhilfe schaffen und bis 2028 jährlich 400 Millionen Euro einsparen, doch Experten bleiben skeptisch.
Scout24 überrascht mit starkem Quartal – Aktie legt zu
Scout24 hat im dritten Quartal 2025 deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Der Betreiber von Immobilienplattformen wie ImmoScout24 steigerte seinen Umsatz um 15 Prozent auf rund 166 Millionen Euro und verdoppelte den Nettogewinn auf über 100 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte ebenfalls um 15 Prozent auf 104 Millionen Euro zu. Das Management hob daraufhin die Prognose an und rechnet nun mit einem Jahresumsatzwachstum von bis zu 15 Prozent. Anleger reagierten positiv, die Aktie stieg leicht.
Hintergrund: Scout24 profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach digitalen Immobilienlösungen. Marken wie ImmoScout24 oder Vermietet.de verzeichneten steigende Abonnements sowohl von Privat- als auch von Profikunden. Der Konzern, der erst kürzlich in den DAX aufgestiegen ist, will seine Margen weiter verbessern und setzt auf mehr Effizienz. Analysten lobten die soliden Resultate, sahen die Ergebnisse aber im Rahmen der Erwartungen.







