Am 22. September 2025 steigen Scout24 und GEA in den DAX auf. Scout24 konzentriert sich seit dem Verkauf von AutoScout24 und FinanceScout24 vollständig auf ImmoScout24, Deutschlands größte Immobilienplattform. Mit Abo-Modellen und Zusatzdiensten rund ums Wohnen erwirtschaftete das Unternehmen 2024 rund 530 Millionen Euro Umsatz bei hoher Profitabilität. Die Aktie hat sich seit dem Börsengang 2015 zu 30 Euro fast vervierfacht.
GEA aus Düsseldorf ist ein weltweit tätiger Maschinenbauer für die Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Der Konzern liefert sowohl einzelne Komponenten wie Separatoren oder Kompressoren als auch komplette Produktionslinien und stärkt zunehmend sein Servicegeschäft. 2024 erzielte GEA einen Umsatz von 5.4 Milliarden Euro. In den vergangenen fünf Jahren legte die Aktie um mehr als 100 Prozent zu.
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Scout 24: Vom Internet-Start-up zum DAX-Star
Scout24 ist eine deutsche Digital-Erfolgsgeschichte: 1998 gegründet, 2004 von der Telekom übernommen und 2015 nach dem Einstieg des Investors Hellman & Friedman an die Börse gebracht. Zunächst betrieb das Unternehmen mehrere Plattformen, bevor 2019/20 AutoScout24 und FinanceScout24 für 2.9 Milliarden Euro veräußert wurden. Seitdem liegt der Fokus ganz auf ImmoScout24.
Mit Abo-Modellen und Zusatzdiensten rund um Wohnen erwirtschaftete Scout24 2024 einen Umsatz von 530 Millionen Euro, eine EBITDA-Marge von 59.2 Prozent und starken Free Cashflow. Mit rund sechs Milliarden Euro Börsenwert, steigt das Unternehmen am 22. September 2025 vom MDAX in den DAX auf.
Zusatzinfo:
Ein DAX-Aufstieg setzt eine Prime-Standard-Notierung in Frankfurt, mindestens zehn Prozent frei handelbare Aktien sowie Sitz oder Tätigkeitsschwerpunkt in Deutschland voraus. Entscheidend sind Marktkapitalisierung des Streubesitzes und Handelsvolumen; berücksichtigt werden nur die 40 größten und liquidesten Werte. Der Index wird vierteljährlich überprüft.
Wem gehört Scout 24?
Scout24 ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in München und befindet sich fast vollständig im Streubesitz. Mehr als 96 Prozent der Anteile sind frei handelbar. Nach dem Ausstieg des Finanzinvestors Hellman & Friedman bis 2018 gibt es keinen dominierenden Großaktionär mehr. Stattdessen ist die Eigentümerstruktur breit verteilt: Institutionelle Anleger wie BlackRock, Sun Life, Allianz Global Investors oder DWS halten jeweils zwischen drei und sieben Prozent der Aktien. Damit gehört Scout24 heute im Wesentlichen einer Vielzahl von Fonds und Privatanlegern, ohne dass eine einzelne Partei die Kontrolle ausübt.
Was gehört zu Scout 24?
Zu Scout24 gehört heute vor allem ImmoScout24, Deutschlands größte Online-Plattform für Immobilien. Ergänzt wird sie durch digitale Services wie Makler- und Vermieter-Abos, Bonitätsprüfungen, Umzugs- und Finanzierungsangebote sowie seit 2023 durch Bewertungs-Tools von Sprengnetter. Die früheren Plattformen wie AutoScout24 oder FinanceScout24 wurden 2019/20 verkauft – seitdem ist Scout24 klar auf das Immobiliengeschäft fokussiert.
Scout 24 Aktie: 47 Prozent in fünf Jahren
Scout24 ist am 1. Oktober 2015 zu einem Ausgabepreis von 30 Euro je Aktie an die Börse gegangen – damals mit einem Börsenwert von gut 3.2 Milliarden Euro. Nach Jahren der Seitwärtsbewegung und Kursen meist zwischen 50 und 65 Euro setzte ab 2023 ein klarer Aufwärtstrend ein, der die Aktie Anfang 2025 bis auf über 120 Euro trieb. Heute notiert sie bei rund 112 Euro und hat sich damit seit dem IPO fast vervierfacht. Auf Fünfjahressicht liegt das Plus bei etwa 47 Prozent. Analysten werten den bevorstehenden DAX-Aufstieg als Bestätigung der erfolgreichen Fokussierung auf das Immobiliengeschäft und erwarten zusätzliche Aufmerksamkeit von internationalen Investoren.
GEA: Hidden Champion im Rampenlicht
Der zweite Neuling im DAX ist die Firma GEA mit Sitz in Düsseldorf. Dabei handelt es sich um einen der weltweit führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie. Neben Komponenten wie Separatoren oder Kompressoren entwickelt das Unternehmen ganze Produktionslinien und erzielt zunehmend Umsätze mit Services wie Wartung, Ersatzteilen und digitalen Lösungen. Mit den Strategien Mission 26 und Mission 30 setzte GEA konsequent auf profitables Wachstum, Digitalisierung und nachhaltige Technologien.
Das Ergebnis: 2024 lag der Umsatz bei 5.4 Milliarden Euro, die Aktie legte stark zu – und im September 2025 steigt GEA über das Fast-Entry-Verfahren in den DAX auf. Bekannt wurde GEA als Hidden Champion, weil es in seinen Nischen – etwa bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln oder in der Pharmaproduktion – Markt- und Technologieführer ist, ohne lange im Rampenlicht der Börse zu stehen.
GEA Aktie: 105 Prozent in fünf Jahren
Die GEA Group ist bereits seit Mitte der 1980er-Jahre an der Börse notiert, stand aber lange Zeit eher im Schatten größerer Industrieunternehmen. In den vergangenen fünf Jahren hat die Aktie jedoch eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt: Von Kursen um die 30 Euro im Jahr 2020 stieg sie nach einer Zwischenrally 2021 zunächst bis knapp 50 Euro, fiel dann zeitweise wieder unter 35 Euro und legte ab Ende 2023 einen klaren Aufwärtstrend hin. Heute notiert die Aktie bei rund 64 Euro – ein Plus von gut 105 Prozent in fünf Jahren.
Mit einer Marktkapitalisierung von über zehn Milliarden Euro hat GEA den Sprung in die Top-Liga geschafft. Der kräftige Kursanstieg spiegelt die erfolgreiche Neuausrichtung des Konzerns auf profitables Wachstum, Digitalisierung und nachhaltige Technologien wider. Der nun bevorstehende Aufstieg in den DAX am 22. September 2025 ist die logische Konsequenz dieser Entwicklung und verleiht der Aktie zusätzliche Sichtbarkeit und Gewicht bei internationalen Investoren.
FAQ:
Was macht Scout24?
Scout24 betreibt mit ImmoScout24 Deutschlands führende Online-Plattform für Immobilien und bietet dazu digitale Services wie Makler- und Vermieter-Abos, Bonitätsprüfungen, Umzugs- und Finanzierungsangebote.
Ist ImmoScout monatlich kündbar?
Ja, Privatkunden können ihre ImmoScout24-Pakete in der Regel monatlich kündigen. Für gewerbliche Nutzer wie Makler gelten je nach Vertrag längere Laufzeiten.
Für was steht GEA?
GEA stand ursprünglich für Gesellschaft für Entstaubungsanlagen. Heute wird nur noch die Abkürzung genutzt.
Was macht die GEA Group?
GEA ist ein Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Maschinen und Anlagen für die Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie, ergänzt durch Prozesstechnik und ein wachsendes Servicegeschäft.
Wo produziert GEA?
GEA produziert weltweit, mit Standorten in Europa, Asien und Amerika. Der Hauptsitz ist in Düsseldorf, von dort wird die internationale Produktion gesteuert.




