China News: Trump trifft Xi, China streicht E-Auto-Hilfe und baut KI-Waffen
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China News: Trump trifft Xi, China streicht E-Auto-Hilfe und baut KI-Waffen

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Carlo Schmid

Trump und Xi sprechen 90 Minuten lang über Handel

Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping haben sich in Busan rund 90 Minuten lang zu einem Handelsgipfel getroffen. Dabei einigten sich beide Seiten laut mehreren Berichten darauf, die US-Zölle auf chinesische Importe von 57 auf 47 Prozent zu senken. Im Gegenzug will China den illegalen Handel mit Fentanyl stärker bekämpfen, den Export seltener Erden für ein Jahr freigeben und den Kauf von US-Sojabohnen wieder aufnehmen. Die Gespräche fanden am Rande des APEC-Gipfels statt und sollen vorerst eine weitere Eskalation im Handelsstreit verhindern.

Das Treffen markiert den ersten direkten Austausch der beiden Staatschefs seit 2019 und signalisiert eine vorsichtige Annäherung nach Monaten zunehmender Spannungen. Experten sehen darin jedoch eher einen taktischen Waffenstillstand als eine dauerhafte Lösung des Konflikts. Grundlegende Streitpunkte – etwa Subventionen, Technologietransfers oder der Umgang mit Unternehmen wie Nvidia und TikTok – blieben ungeklärt. Dennoch dürfte die Einigung kurzfristig zur Entspannung an den Finanzmärkten beitragen.

Peking streicht E-Auto-Subventionen aus neuem Fünfjahresplan

China hat seine Elektroautoindustrie erstmals seit über einem Jahrzehnt nicht mehr als strategisch wichtig in den neuen Fünfjahresplan für 2026 bis 2030 aufgenommen. Damit signalisiert Peking, dass die massiven staatlichen Subventionen der Vergangenheit auslaufen. Laut Reuters sieht die Regierung den Sektor inzwischen als ausgereift an und will den Markt stärker über Angebot und Nachfrage regulieren. Zuletzt hatte die Branche mit Überkapazitäten, Preiswettbewerb und sinkender Inlandsnachfrage zu kämpfen.

Hintergrund: Seit 2009 hatte China Milliarden in Elektroautos investiert und sich so zum größten Markt für neue Energiefahrzeuge entwickelt. Der Wegfall staatlicher Unterstützung soll die Hersteller nun zwingen, innovativer und wettbewerbsfähiger zu werden. Statt auf weitere E-Auto-Förderung setzt die Regierung künftig auf Zukunftsfelder wie Quantentechnologie, Wasserstoff und Biotechnologie. Ein klarer Kurswechsel in Chinas Industriepolitik.

China baut autonome Waffen mit DeepSeek-KI

 Peking hat den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Rüstungsindustrie deutlich ausgeweitet. Chinas Staatskonzern Norinco präsentierte ein autonomes Militärfahrzeug, das mit der heimischen DeepSeek-KI betrieben wird und eigenständig Kampfoperationen ausführen kann. Laut einer Reuters-Analyse nutzt die Volksbefreiungsarmee DeepSeek inzwischen in zahlreichen Projekten, darunter Drohnenschwärme, Roboterhunde und Zielerkennungssysteme.

Die Volksrepublik hat damit einen strategischen Schritt gemacht: DeepSeek gilt als Schlüssel zur sogenannten algorithmischen Souveränität, also der Kontrolle über eigene KI-Infrastruktur. Das Ziel ist, laut der Reuters-Analyse, weniger auf US-Technologie wie Nvidia-Chips angewiesen zu sein und gleichzeitig die Entscheidungsprozesse auf dem Schlachtfeld zu beschleunigen. Kritiker warnen, dass der zunehmende Einsatz autonomer Waffen das Risiko unbeabsichtigter Eskalationen erhöht, insbesondere im geopolitischen Spannungsfeld zwischen China und den USA.

Gold-Nachfrage in Q3 so hoch wie nie

Die weltweite Gold-Nachfrage ist laut dem World Gold Council im dritten Quartal um 3 Prozent auf 1.313 Tonnen gestiegen, ein neuer Rekordwert. Besonders stark war die Nachfrage von Investorenseite: Der Investmentsektor legte um 47 Prozent zu, während die Zuflüsse in goldgedeckte ETFs sogar um 134 Prozent wuchsen. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach Goldschmuck um 23 Prozent auf 419 Tonnen, da die hohen Preise die Käufe bremsten. Auch Zentralbanken steigerten ihre Käufe um 10 Prozent auf fast 220 Tonnen.

Angetrieben wurde der Boom durch geopolitische Spannungen, die Angst vor Wirtschaftsflauten und den schwächeren US-Dollar. Der Goldpreis erreichte im Oktober ein Allzeithoch von 4.381 US-Dollar pro Feinunze. Laut WGC-Analystin Louise Street könnte die Nachfrage weiter zunehmen, wenn die Zinsen sinken und das Vertrauen in den Dollar weiter schwindet.

Japans Premier weist US-Verbot russischer Energie zurück 

Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi hat bei ihrem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Tokio das amerikanische Anliegen abgelehnt, russische Energieimporte zu stoppen. Sie erklärte, ein Verzicht auf Flüssigerdgas (LNG) aus Russland sei für Japan derzeit unmöglich. Rund 9 Prozent der japanischen LNG-Importe stammen aus Russland, und große Konzerne wie Mitsui und Mitsubishi sind am russischen Projekt Sakhalin-2 beteiligt. Ein Ausstieg würde laut Takaichi vor allem China und Russland zugutekommen.

Die Entscheidung kam zu einem Zeitpunkt, an dem neue US- und EU-Sanktionen gegen russische Energiekonzerne wie Rosneft und Lukoil verhängt wurden. Laut Daten von Reuters und Bloomberg halten Russlands Ölexporte bislang jedoch stabil – trotz des Drucks aus Washington und Brüssel. Erst nach Ablauf der US-Frist am 21. November könnte sich zeigen, ob Sanktionen tatsächlich Wirkung zeigen. Bis dahin laufen Lieferungen nach Indien, China und der Türkei weitgehend weiter.

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Carlo Schmid

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