Alle, die VeChain oder VeThor im Portfolio haben, kommen heute aus dem Grinsen wohl kaum mehr heraus: Innerhalb von wenigen Stunden machte VeChain ein Plus von gut 30 Prozent, der eng verwandte VeThor-Token verdoppelte sich im selben Zeitraum mal eben. Damit wirbelte VeThor die Spitzengruppe der Top-500-Liste aller Kryptowährungen durcheinander – in Gefilden, wo Projekte mit größerer Marktkapitalisierung eigentlich nur selten auftauchen. Sowohl VeChain als auch VeThor gehören zu den alten Hasen am Krypto-Markt und haben schon zahlreiche Hype-Zyklen überstanden, die weniger nachhaltige Projekte aus dem Markt gespült haben. VeThor ging 2018 an den Start, sein Bruder VeChain bereits 2015. Schon im letzten Bullrun verzeichneten beide ein Kursplus von über 10 000 Prozent, der Bärenmarkt war für beide zäh. Am Potenzial der Grundidee ändert das allerdings nichts: VeChain beansprucht für sich, einige der drängendsten Probleme der globalen Wirtschaft zu lösen. Von effizienten Lieferketten über Klimaschutz bis hin zu Gesundheitsmanagement und der Lebensmittelindustrie ist fast alles dabei – und nichts davon funktioniert ohne VeThor.
VeChain zeigt, wie Adaption funktioniert
Die echte Welt – das ist der Traum eines jeden Krypto-Projekts. Gelauncht auf anonymen Servern träumen selbst die größten und etabliertesten Digitalwährungen davon, endlich in unserem Alltag anzukommen und auch abseits von Finanzspekulation aktiv genutzt zu werden. Noch ist der Blockchain-Sektor eine Nische, in der sich nur Nerds und Kenner aktiv bewegen. Spätestens mit Zulassung der Bitcoin-ETFs dürfte sich das aber ändern. Ähnlich wie vor 30 Jahren das Internet, könnte die Blockchain-Technologie ihr Potenzial als nächste bahnbrechende disruptive Innovation in den kommenden Jahren entfalten. Einen der aussichtsreichsten Träume von der echten Welt träumt VeChain schon seit seiner Gründung und ist einem Großteil des Marktes, der vielerorts noch nach seiner wahren Bestimmung sucht, damit um Längen voraus. Die grundlegende Idee des Projekts besteht in der Nachverfolgung und Organisation von Lieferketten, dafür arbeitet die Foundation hinter der Blockchain unter anderem mit der Luxusmode-Firma Louis Vuitton, dem nordamerikanischen Einzelhandelskonzern Walmart oder auch BMW zusammen. Schließlich eignet sich keine Technologie besser für die konsequente Überwachung von Produkten auf ihrem Weg durch die Welt als die Blockchain, wo sich Daten dezentral und lückenlos speichern lassen.
Ob es um Kühlketten von Lebensmitteln geht, deren Daten mithilfe von Chips gemessen und an die Blockchain übertragen werden, oder ob sich Luxusmarken wie Louis Vuitton effizient gegen Fälschungen ihrer sündhaft teuren Designer-Accessoires machen (mithilfe ausgeklügelter Anwendungen der NFT-Technologie sorgt VeChain auch hier für Sicherheit) – in Sachen Use-Case ist VeChain einer der wichtigsten Pioniere im Sektor. Und die Anwendungsmöglichkeiten reichen viel weiter als nur in die Mode- und Lebensmittelbranche, auch im Gesundheitsbereich oder in der Automobilindustrie stellte VeChain seine Fähigkeiten bereits unter Beweis. Die tiefen Details des Projekts heben wir uns an dieser Stelle für eine umfangreiche Betrachtung im Rahmen unserer Altcoin-Reihe auf, die über die nächsten Wochen bei uns erscheinen wird. Heute konzentrieren wir uns auf den mit VeChain eng verwandten Namensvetter eines ziemlich bekannten Halbgotts aus der nordischen Mythologie und dem Marvel Cinematic Universe: VeThor sorgt aktuell im Markt für Furore, ist selbst vielen Krypto-Kennern aber noch kein Begriff. Dabei wäre all die Innovationskraft, die VeChain zu entfalten vermag, ohne VeThor nicht möglich – manche halten den Coin sogar für weitaus vielversprechender als die Hauptwährung VET des Ökosystems. Denn um zu verstehen, warum Kenner des Projekts VeThor für das bessere Investment halten, muss man seinen eigentlichen Zweck und die gesamte Architektur des Netzwerks verstehen.
Nichts läuft ohne VeThor
VeChain ist ein sogenanntes Dual-Token-System. Es umfasst also zwei native Währungen, die sich in ihrer Anwendung ergänzen und jeweils ganz bestimmte Aufgaben übernehmen. Das Ökosystem ist auf beide gleichermaßen angewiesen, auch wenn der VET-Coin in der Regel im Vordergrund und aufgrund seines Namens auch symbolhaft für die gesamte Blockchains steht. Denn VET und VTO sind wechselseitig voneinander abhängig. VeChain selbst schreibt dazu: „Wir haben von unseren Geschäftspartnern, insbesondere von Unternehmen und Geschäftsinhabern, erfahren, dass eines der größten Hindernisse für die Einführung von Blockchain-Technologien die Unvorhersehbarkeit der Kosten für die Nutzung einer Blockchain aufgrund der Volatilität der Kryptowährung ist“. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, den Datentransfer und die Bezahlung der sogenannten Gas-Gebühren zu trennen. Während VET also als Transaktionsmedium dient, ist VTHO quasi als Treibstoff der Blockchain konzipiert. Damit positioniert sich VeChain gleich in doppelter Hinsicht als aussichtsreicher Kandidat für die Adaption in der ominösen echten Welt – nicht nur, weil es eine Infrastruktur entworfen hat, die bereits aktive Anwendung findet, sondern auch, weil das Projekt bei der eigenen Weiterentwicklung auf das Feedback derjenigen hört, die es am Ende nutzen sollen.
Während VET also der Utility Token des Netzwerks ist, fungiert VTHO als Transaktions- oder Gas-Token und wurde dem Netzwerk 2018 hinzugefügt. Gleichzeitig funktioniert die VeChain Thor-Blockchain als Sub-Chain, im Fachjargon auch als Second Layer, also zweite Ebene, bezeichnet und ermöglicht Smart-Contract-Anwendungen. Dieses „einzigartige Zwei-Token-Design hilft nachhaltig dabei, die Kosten für die Blockchain-Nutzung von der Marktspekulation zu trennen“. In VTHO werden außerdem zentrale Knotenpunkte des Netzwerks dafür bezahlt, dass sie ihre Rechenleistung für die Aufrechterhaltung der Blockchain zur Verfügung stellen und Transaktionen abfertigen. Die Umlaufmenge von VTHO ist nicht begrenzt, für Transaktionskosten bezahlte VTHO werden allerdings verbrannt – dafür sind 70 Prozent der Umlaufmenge vorgesehen. Die Burning-Rate orientiert sich an der Auslastung des Netzwerks, damit immer genügend Liquidität verfügbar ist. Die 30 restlichen Prozent gehen an die Betreiber der Nodes, auf denen die Blockchain basiert. Hält man VET-Token in einer entsprechenden Wallet, werden VTHO automatisch generiert, ohne zusätzliches Staking betreiben zu müssen. Auf VeChain könnte also keine Transaktion ohne VeThor durchgeführt werden, VTHO wiederum wird durch die VET-Token generiert.
318-mal so effizient wie Ethereum: Wie geht’s bei VTHO weiter?
Besonders effizient wird die VeChain Thor-Blockchain durch ihren Konsensmechanismus, der auf der Abstimmung ausgewählter Knotenpunkte basiert, sogenannter Authority Nodes. Ausgewählt werden die Betreiber dieser Nodes in einem Bewerbungsverfahren, in dem sie ihre Identität per KYC-Verfahren (engl.: Know Your Customer) bestätigen müssen. Andere Nutzer bleiben anonym, wodurch VeChain Thor die Balance zwischen Dezentralität und Effizienz halten will. Laut VeChain-Gründer Sunny Lu reduziert diese Strategie den Energieverbrauch der Blockchain deutlich, was VeChain Thor umso attraktiver für kommerzielle Nutzung außerhalb der Blockchain-Welt mache: „Wenn alle 408.5 Millionen Transaktionen, die im Jahr 2022 auf Ethereum stattfanden, stattdessen auf der VeChain Thor-Blockchain abgewickelt worden wären, hätten sie 318 Mal weniger Kohlendioxid ausgestoßen, was die Emissionen von 8824 Tonnen auf 27.3 Tonnen gesenkt hätte“ – und das, obwohl Ethereum bereits damals auf Proof of Stake (Konsensmechanismus zur Freigabe von Transaktionen unter Einbezug von Nutzern, die eine gewisse Menge des nativen Coins ETH zur Verfügung stellen) umgestiegen war. VeChain ist dank VeThor also bereit für die breite Adaption in der echten Welt. Und die konkreten Pläne dazu will Gründer Sunny Lu Ende Februar auf dem Mobile World Congress (kurz: MWC) vorstellen – womit die aktuelle Euphorie rund um VET und VTHO noch verstärkt werden könnte. Wer schon jetzt tiefere Einblicke in die Preisentwicklung und die lukrativsten Einstiegschancen erhalten will, dem sei unser Altcoin-Paket ans Herz gelegt – inklusive regelmäßiger Analysen der vielversprechendsten Krypto-Projekte, angeführt von Bitcoin und Ethereum. Im Rahmen der zubuchbaren Video-Analyse werfen wir auch immer wieder mal einen Blick auf die VeThor-Charts.




