#Global Markets

US-Newsflash: Apples iPhone-Mangel, BlackRocks Bitcoin-Kooperation, IBMs KI-Supercomputer

BlackRock schließt neue Bitcoin-Kooperation

BlackRock hat gestern Anchorage Digital zum zusätzlichen Verwahrer seiner Bitcoin- und Ethereum-ETFs ernannt. BlackRock ist der weltweit größte Vermögensverwalter mit rund 11.6 Billionen US-Dollar unter Verwaltung. Anchorage Digital ist die einzige bundesstaatlich lizenzierte Kryptobank in den USA und spezialisiert auf Verwahrung digitaler Vermögenswerte.

Die Erweiterung erfolgt parallel zu Coinbase, das weiterhin primärer Verwahrer bleibt. Anchorage bietet Verwahrung in sicheren Hardware-Wallets, Staking und On-Chain-Governance – also die Abstimmung über Protokolländerungen direkt auf der Blockchain. Die Zusammenarbeit spiegelt die wachsende Nachfrage institutioneller Anleger nach sicherem Zugang zu Kryptowerten wider.

Apple fliegt wegen Zöllen iPhones ein

Apple hat Ende März in Eilflügen iPhones aus Indien und China in die USA gebracht. Grund ist die Einführung der heute in Kraft tretenden höheren Importzölle. In den Apple Stores bilden sich Schlangen, Kunden kaufen Geräte auf Vorrat. Die geplanten Zölle auf chinesische Produkte könnten bis zu 104 Prozent betragen. 

Apple will vorerst Preissteigerungen vermeiden, greift dafür auf eingelagerten Vorrat zurück. Langfristig soll die iPhone-Produktion stärker nach Indien und andere Länder verlagert werden. Die Zölle gelten ohne Ausnahmen und betroffene Unternehmen konnten keine Einwände einreichen – auch Apple nicht.

US-Gericht verurteilt Chevron zu Millionenstrafe

Letzte Woche hat ein Geschworenengericht in Louisiana den Öl-Giganten Chevron zu einer Zahlung von 744.6 Millionen US-Dollar verurteilt. Es geht um Umweltschäden durch jahrzehntelange Ölförderung. Die Klage stammt aus dem Bezirk Plaquemines und betrifft Aktivitäten der Chevron-Tochter Texaco.

Dabei wurden Feuchtgebiete zerstört, kontaminiert und nicht zurückgebaut. Laut dem Urteil fehlten Genehmigungen und gesetzliche Vorgaben wurden verletzt. Die Summe umfasst Schäden durch Landverlust, verschmutzten Boden und zurückgelassene Ausrüstung. Chevron kündigte bereits Berufung an. Es ist die erste Entscheidung in einer Reihe ähnlicher Verfahren in Louisiana.

IBM präsentiert neuen KI-Supercomputer

IBM hat gestern den z17 vorgestellt – einen neuen Großrechner, der speziell für KI-Anwendungen entwickelt wurde. Das System verarbeitet täglich 450 Milliarden KI-Inferenzen, 50 Prozent mehr als der Vorgänger z16 und er hat ein Tailored Fit Pricing-Modell, das eine flexible, nutzungsbasierte Preisgestaltung ermöglicht. 

Preise sind bisher nicht bekannt, und das Herzstück ist der neue Telum-II-Prozessor mit integriertem KI-Beschleuniger. Der z17 ist vollständig verschlüsselt, unterstützt Echtzeit-Analysen und wird ab 18. Juni ausgeliefert. Er wurde in Zusammenarbeit mit über 100 Kunden entwickelt und ist für mehr als 250 KI-Einsatzbereiche vorbereitet – von medizinischer Bildanalyse bis zur Betrugserkennung.

T-Mobile US stoppt Diversitätsprogramme

T-Mobile US hat letzte Woche wesentliche Programme zur Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) gestrichen. Das Unternehmen löste Diversity-Gremien auf und entfernte Diversitätsziele aus Beschaffungsrichtlinien. Auch die DEI-Webseite war zwischenzeitlich offline. Am Folgetag genehmigte die US-Regulierungsbehörde FCC den Kauf des Glasfaseranbieters Lumos.

Hintergrund scheint politischer Druck aus der Trump-Administration zu sein. Die FCC hatte signalisiert, Deals nur zu genehmigen, wenn Unternehmen auf Diversitätsrichtlinien verzichten. T-Mobile investiert 1.45 Milliarden US-Dollar in Lumos – die Deutsche Telekom hält weiterhin an eigenen DEI-Werten fest, verweist aber auf US-Rechtslage.

Boeing: 130 Auslieferungen im ersten Quartal

Boeing konnte im ersten Quartal seine Auslieferungen steigern. Allein im März waren es 41 Flugzeuge (zwölf mehr als im Vorjahresmonat). So wurden insgesamt zwischen Januar und März 130 Maschinen ausgeliefert. Davon waren 104 vom Typ 737 Max. Im gleichen Quartal des Vorjahres konnte Boeing nur 83 Flugzeuge ausliefern. Nicht nur im Bereich ziviler Luftfahrt konnte der Flugzeugbauer seine Auslieferungen erhöhen, sondern auch im Militärbereich, wo 26 Einheiten fertiggestellt werden konnten. 

Darunter der Apache-Kampfhubschrauber, sowie die Düsenjäger F-15 Eagle und F/A-18 Hornet. Die steigenden Auslieferungszahlen weisen auf Verbesserungen in Bezug auf frühere Produktionsprobleme hin sowie auf einen fortschreitenden Lagerabbau. Was wieder zu einer finanziellen Stabilität des Unternehmens führen dürfte und den stark abgewerteten Kurs des Flugzeugbauers wieder Auftrieb geben kann.

Das war's schon mit dem US-Newsflash.

Weiter geht’s, wie gewohnt, am nächsten Mittwoch.

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