US-Newsflash: Apple baut KI mit Alibaba, BlackRocks ETH-ETF boomt und Honeywell plant Aufspaltung
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US-Newsflash: Apple baut KI mit Alibaba, BlackRocks ETH-ETF boomt und Honeywell plant Aufspaltung

Apple und Alibaba bündeln KI-Power

Apple und Alibaba haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um KI-Funktionen speziell für iPhones in China zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht Alibabas Qwen 2.5 Max-Modell, das in wichtigen Leistungsbereichen Metas Llama übertrifft und leistungsstarke Text-, Bild- und Programmierfähigkeiten bietet. Damit passt sich Apple den chinesischen Vorschriften an, die den Betrieb von KI-Modellen durch inländische Firmen vorschreiben.

Die Zusammenarbeit ermöglicht Apple den Zugang zu Alibabas umfangreichen Daten von 1.3 Milliarden aktiven Nutzern. Erste KI-Funktionen sollen ab April 2025 auf chinesischen iPhones verfügbar sein. Im vergangenen Quartal waren die iPhone-Verkäufe in China deutlich gesunken, CEO Tim Cook erklärte die Absatzschwäche damit, dass die hauseigene KI Apple Intelligence im Reich der Mitte bisher nicht verfügbar war.

BlackRock baut ETH-Bestand auf über 1.35 Millionen ETH aus

Der Ethereum-Bestand in BlackRocks Spot-ETF ist in den vergangenen Wochen massiv angewachsen, allein letzte Woche haben ETF-Käufer insgesamt 100 535 $ETH im Wert von 276 Millionen US-Dollar erworben. Diese Käufe erfolgen vorwiegend über den iShares Ethereum Trust (ETHA), der seit Juli 2024 laut Bloomberg-Daten durchschnittlich 85.5 Millionen US-Dollar an täglichen Zuflüssen verzeichnet hat. 

Gemeinsam mit dem zweitgrößten ETF von Fidelity investierten BlackRocks Kunden im Dezember 2024 über 500 Millionen US-Dollar in Ethereum. Derzeit hält der ETHA-Fonds von BlackRock ETH-Bestände im Wert von rund 3.7 Milliarden Dollar – eine der größten institutionellen Positionen weltweit.

Nike ersetzt „Just Do It“ beim Super Bowl mit „So Win“

Nike hat während des 59. Super Bowl am vergangenen Montag die neue Markenkampagne So Win vorgestellt und damit den legendären Slogan Just Do It nach 36 Jahren abgelöst. Im Mittelpunkt stehen Athletinnen wie Caitlin Clark und Sha’Carri Richardson, die für Selbstbestimmung im Sport werben.

Es ist Nikes erste Super-Bowl-Werbung seit 27 Jahren. Parallel wurde ein limitiertes So Win-T-Shirt veröffentlicht. Die Neuausrichtung folgt einem Umsatzrückgang von rund acht Prozent im letzten Quartal, den Nike mit stärkerem Fokus auf Sport und Innovation umkehren will.

Der Spot wurde von der Agentur Wieden+Kennedy produziert, die bereits Just Do It entwickelte.

Milliarden-Schaden für Travelers durch kalifornische Waldbrände

Gestern hat der Versicherungskonzern Travelers Companies vorläufige Schäden von 1.7 Milliarden Dollar vor Steuern durch die jüngsten Waldbrände in Kalifornien gemeldet. Die Brände zerstörten rund 2000 Gebäude und verwüsteten über 25 000 Hektar Land, was sie zu einer der teuersten Naturkatastrophen in Kaliforniens Geschichte macht. Die Verluste betreffen sowohl private als auch gewerbliche Versicherungen. 

Travelers hat die Selbstbeteiligung für 2025 um 500 Millionen US-Dollar erhöht, um zukünftige Risiken besser abzufedern. Kaliforniens FAIR Plan, ein staatlich unterstütztes Versicherungsprogramm, das grundlegenden Feuerschutz für Immobilien in Hochrisikogebieten bietet, deckt Immobilien im Wert von 458 Milliarden US-Dollar ab.

Chevron kämpft mit rückläufigen Öl- und Gasreserven

Chevrons Öl- und Gasreserven sind 2024 auf 9.8 Milliarden Barrel Öläquivalent (also die kombinierte Menge von Öl und Gas, umgerechnet in eine vergleichbare Einheit) gesunken und haben damit den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt erreicht. Der Reserve-Ersatz-Quotient (der angibt, wie viel neue Reserven im Verhältnis zur geförderten Menge hinzugefügt werden) fiel auf 45 Prozent – weit unter dem erforderlichen Niveau von mindestens 100 Prozent zur Stabilisierung der Produktion.

Das bedeutet, dass ein Unternehmen genauso viele neue Öl- und Gasreserven erschließen muss, wie es im gleichen Zeitraum fördert. Der geplante 53-Milliarden-US-Dollar-Kauf von Hess könnte Abhilfe schaffen, da er Chevron einen 30-Prozent-Anteil an Guyanas ertragreichen Ölfeldern sichern würde. Doch ExxonMobil und CNOOC blockieren den Deal vor Gericht mit Verweis auf Vorkaufsrechte. Ein Schiedsspruch wird bis September 2025 erwartet.

Honeywell plant dreiteilige Aufspaltung bis 2026

Honeywell hat angekündigt, sich in drei börsennotierte Unternehmen aufzuspalten: Automation, Aerospace und Advanced Materials. Die Entscheidung folgt einer einjährigen Portfoliobewertung unter CEO Vimal Kapur. Ziel ist es, durch klare Fokussierung und die Neuausrichtung der jeweiligen operativen Aufgaben den gesamten Unternehmenswert zu steigern. 

Honeywell Automation wird mit einem Jahresumsatz von 18 Milliarden US-Dollar auf Industrie 4.0 setzen – die Vernetzung von Maschinen, Daten und Prozessen für effizientere, autonome Produktionsabläufe. Honeywell Aerospace agiert mit 15 Milliarden US-Dollar Umsatz eigenständig in der Luft- und Raumfahrt. Die Trennung soll steuerfrei für Aktionäre erfolgen und bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Das war's schon mit dem US-Newsflash. Weiter geht’s wie gewohnt – nächsten Mittwoch.

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