Das Wichtigste in Kürze:
- Siemens Energy verfehlt Umsatzkonsens um 547 Millionen Euro.
- EPS steigt um 78.0 Prozent auf 0.89 Euro.
- Auftragsbestand wächst auf 154 Milliarden Euro.
| Q2 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | €10.294B | €10.841B |
| EPS | €0.89 | €0.99 |
| Gasdienstleistungen | €3.478B | €3.558B |
| Netztechnologien | €3.067B | €3.301B |
| Transformation der Industrie | €1.422B | €1.466B |
Siemens Energy: Zweites Quartal 2026 mit Wachstum, aber unter Erwartungen
Siemens Energy hat im zweiten Quartal 2026 den Wachstumskurs fortgesetzt, blieb jedoch hinter den Konsenserwartungen zurück. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3.3 Prozent auf 10 294 Milliarden Euro, lag aber unter der Analystenschätzung von 10 841 Milliarden Euro. Damit verfehlte Siemens Energy die Erwartungen um 547 Millionen Euro.
Auch beim Gewinn je Aktie blieb der Konzern unter dem Marktkonsens. Das EPS erreichte 0.89 Euro nach einem Plus von 78.0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verfehlte aber die Erwartung von 0.99 Euro um 0.10 Euro. Das verwässerte EPS lag bei 0.88 Euro, der Nettogewinn bei 835 Millionen Euro. Operativ zeigte Siemens Energy dennoch solide Profitabilität: Das EBITDA betrug 1455 Milliarden Euro, das operative Ergebnis 1062 Milliarden Euro und der Gewinn vor Steuern 1115 Milliarden Euro.
Siemens Energy: Gas Services und Grid Technologies treiben Aufträge
Die wichtigsten Impulse kamen erneut aus Gasdienstleistungen und Netztechnologien. Gasdienstleistungen erzielte einen Umsatz von 3478 Milliarden Euro und verfehlte damit die Erwartung von 3558 Milliarden Euro, wuchs aber im Jahresvergleich um 9.9 Prozent. Die Aufträge stiegen vergleichbar um 32.4 Prozent auf 8.9 Milliarden Euro, getragen von US-Nachfrage rund um Rechenzentren sowie zusätzlichen Kraftwerkskapazitäten in Europa.
Netztechnologien lieferte die stärkste Auftragsdynamik. Der Umsatz lag bei 3067 Milliarden Euro gegenüber erwarteten 3301 Milliarden Euro und stieg um 7.2 Prozent. Die Aufträge kletterten vergleichbar um 41.5 Prozent auf 7.0 Milliarden Euro, unterstützt durch ein Baltic-Sea-HVDC-Projekt von mehr als einer Milliarde Euro und starke US-Transformatorennachfrage. Siemens Gamesa blieb mit 2526 Milliarden Euro Umsatz unter den erwarteten 2665 Milliarden Euro und sank um 6.7 Prozent, verbesserte den Verlust vor Sondereffekten aber auf minus 44 Millionen Euro.
Analyse für Siemens Energy
Für Investoren ist das Zahlenbild von Siemens Energy zweigeteilt: Die Gewinn- und Cashflow-Qualität verbessert sich deutlich, während Umsatz und EPS die Erwartungen verfehlten. Der Free Cash Flow stieg um 42.1 Prozent auf 1975 Milliarden Euro, der operative Cashflow um 32.7 Prozent auf 2080 Milliarden Euro. Der ausgewiesene Free Cash Flow nach Steuern lag bei 1716 Milliarden Euro.
Die Bruttomarge erreichte 21.9 Prozent bei einem Bruttogewinn von 2257 Milliarden Euro und Umsatzkosten von 8037 Milliarden Euro. Die operative Marge lag bei 10.3 Prozent, die Gewinnmarge bei 10.8 Prozent. Vor Sondereffekten erzielte Siemens Energy einen Gewinn von 1164 Milliarden Euro und eine Marge von 11.3 Prozent; Sondereffekte belasteten mit minus 55 Millionen Euro. Mit 11 695 Milliarden Euro Zahlungsmitteln, 7551 Milliarden Euro adjustierter Nettoliquidität und 11 118 Milliarden Euro Eigenkapital bleibt die Bilanz robust.
Elliot-Wellen-Analyse für Siemens Energy AG
Ausblick und Prognose
Siemens Energy erhöhte den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 und sendet damit trotz der Konsensverfehlung ein positives Signal an den Markt. Das Management erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 Prozent bis 16 Prozent, eine Ergebnismarge vor Sondereffekten von 10 Prozent bis 12 Prozent, einen Nettogewinn von rund vier Milliarden Euro und einen Free Cash Flow vor Steuern von rund acht Milliarden Euro.
Der starke Auftragseingang stützt diese Prognose. Siemens Energy verbuchte im Quartal Aufträge von 17 749 Milliarden Euro, ein Plus von 23.0 Prozent; vergleichbar lag das Wachstum bei 29.5 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1.72 hob den Auftragsbestand auf 154 Milliarden Euro. Besonders wichtig bleibt der US-Markt: Dort haben sich die Aufträge vergleichbar mehr als verdoppelt, während der Umsatz um 45.7 Prozent zulegte.
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