Rheinmetall: Umsatz und EPS enttäuschen - Aktie schwächelt
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Rheinmetall: Umsatz und EPS enttäuschen - Aktie schwächelt

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Nikolai Heger

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rheinmetall-Umsatz lag bei 1938 Milliarden Euro.
  • Das EPS verfehlte mit 2,18 Euro die Erwartungen.
  • Der Auftragsbestand stieg auf 72 999 Milliarden Euro.

Q1 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz€1.938B€2.27B
EPS€2.18€2.70

Rheinmetall im ersten Quartal 2026: Umsatz und Gewinn unter Konsens

Rheinmetall hat im ersten Quartal 2026 trotz anhaltend hoher Rüstungsnachfrage die Markterwartungen klar verfehlt. Der Umsatz stieg zwar um 7.7 Prozent auf 1938 Milliarden Euro, blieb aber deutlich unter der Konsensschätzung von 2.27 Milliarden Euro. Damit lag der Konzern um 332 Millionen Euro unter den Erwartungen, was auf Verschiebungen bei Projektabrechnungen und Verteidigungs-Meilensteinen hindeutet. Beim Gewinn je Aktie meldete Rheinmetall 2.18 Euro nach einem Plus von 22.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erwartet waren jedoch 2.70 Euro, womit das EPS um 0.52 Euro verfehlt wurde. Der Nettogewinn erreichte 130 Millionen Euro, das den Aktionären der Rheinmetall AG zurechenbare Ergebnis lag bei 111 Millionen Euro. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten betrug 120 Millionen Euro, während das EBT 160 Millionen Euro und das EBIT 181 Millionen Euro erreichte.




Segment-Highlights: Fahrzeuge tragen, Munition bleibt hinter Plan

Im Segment Fahrzeugsysteme erzielte Rheinmetall 985 Millionen Euro Umsatz, ein Plus von 3.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten jedoch 1.06 Milliarden Euro erwartet, sodass auch der wichtigste Umsatzträger hinter dem Konsens zurückblieb. Noch deutlicher fiel die Lücke bei Waffen und Munition aus: Der Bereich kam auf 601 Millionen Euro nach einem geringen Wachstum von 0.3 Prozent, während der Markt 779 Millionen Euro erwartet hatte. Positiv stach die Luftverteidigung hervor, die mit 192 Millionen Euro den Konsens von 188 Millionen Euro übertraf und um 42.2 Prozent wuchs. Digitale Systeme erzielte 349 Millionen Euro gegenüber erwarteten 377 Millionen Euro und legte um 15.9 Prozent zu. Marine-Systeme erreichte 77 Millionen Euro, deutlich unter den erwarteten 170 Millionen Euro; das Vorjahreswachstum war hier nicht aussagekräftig.

Analyse für Rheinmetall

Operativ zeigte Rheinmetall eine gemischte Qualität der Ergebnisse. Das operative Ergebnis stieg um 17.3 Prozent auf 224 Millionen Euro, die operative Marge lag bei 11.6 Prozent und die Bruttomarge bei 34.8 Prozent. Damit verbesserte sich die Profitabilität trotz Umsatzverfehlung, was auf einen günstigeren Produktmix und höhere Wertschöpfung in Verteidigungsprogrammen hindeutet. Belastend war jedoch die Liquiditätsseite: Der Free Cash Flow fiel auf minus 285 Millionen Euro, ein Rückgang um 217.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow lag bei minus 148 Millionen Euro und verschlechterte sich um 139.5 Prozent. Die Cash Conversion Rate betrug minus 127.0 Prozent, bei Investitionsauszahlungen von 150 Millionen Euro. Für Marktteilnehmer bleibt damit entscheidend, ob der Konzern den hohen Auftragsbestand schneller in Umsatz und Cashflow umwandeln kann.




Elliot-Wellen-Analyse für Rheinmetall

Euro-Titans

Ausblick und Prognose

Das Management bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 und signalisiert damit Vertrauen in die zweite Jahreshälfte. Erwartet werden Umsätze zwischen 14.0 Milliarden Euro und 14.5 Milliarden Euro, eine operative Marge von rund 19 Prozent sowie eine Cash Conversion Rate von mehr als 40 Prozent. Zudem rechnet der Konzern mit einer deutlichen Beschleunigung des Umsatzwachstums ab dem zweiten Quartal 2026. Der Auftragseingang lag im Quartal bei 4037 Milliarden Euro, die Rheinmetall Nomination erreichte 4866 Milliarden Euro und fiel damit um 54.6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Rheinmetall Backlog um 31.4 Prozent auf 72 999 Milliarden Euro. Der Order Backlog betrug 49 433 Milliarden Euro, der Frame Backlog 23 567 Milliarden Euro und die Frame Nomination 1253 Milliarden Euro. Der NATO-Umsatz lag bei 1711 Milliarden Euro, der internationale Umsatzanteil bei 63.4 Prozent.

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