Halten Sie Polkadot in ihrem Portfolio? Dann waren Sie in den letzten Wochen bestimmt das eine oder andere Mal von der Preisentwicklung genervt. Das Bärenmarkttief sah der native Coin DOT erst Ende Oktober 2023 bei gut $3.50 – da starteten andere Projekte schon in den Bullenmarkt. Zwar konnte Polkadot bis März einiges nachholen und stieg auf fast $12. Die anschließende Korrektur aber war schmerzhaft und führte zurück unter die $6-Marke. Während sich andere Coins fulminant erholten, kam DOT nicht so richtig vom Fleck und notiert zwei Monate nach den letzten starken Abverkäufen immer noch bei rund $7. Im Bärenmarkt verzeichnete Polkadot Spitzenwerte bei der Entwickler-Aktivität auf der eigenen Blockchain. Zuletzt aber fiel man deutlich zurück – ein möglicher Grund für das abgekühlte Interesse der Anleger. Den Abwärtstrend will Polkadot jetzt aber brechen: Noch im zweiten Quartal dieses Jahres soll ein großes Update namens Polkadot 2.0 durchgeführt werden, das die Effizienz und Zugänglichkeit der Blockchain steigert. Die neue Infrastruktur soll neue Entwickler anlocken und damit den Wert des Netzwerks steigern. Was aber verändert Polkadot 2.0? Und kann es dem nativen Coin DOT dazu verhelfen, endlich richtig im Bullenmarkt anzukommen?
Polkadot dominiert – und stürzt ab
Im Sommer des vergangenen Jahres sah alles noch so gut aus. Eben hatte sich Polkadot an die Spitze des Krypto-Marktes gesetzt. Freilich nicht nach Marktkapitalisierung. Aber immerhin gemessen an der Entwickler-Aktivität auf der Blockchain, einer der wichtigsten Metriken für die Bewertung etablierter Altcoin-Projekte. Will heißen: Auf Polkadot wurden so viele Anwendungen programmiert wie auf keiner anderen Blockchain zu diesem Zeitpunkt. Solche Rekorde verleihen dem betroffenen Projekt im Krypto-Markt in der Regel Aufwind. Schließlich müssen Programmierer für Operationen auf der Blockchain mit dem nativen Token bezahlen, bei Polkadot mit der internen Währung DOT. Das steigert die Nachfrage und gemeinsam mit zunehmender Spekulation interessierter Anleger auch den Preis. Hohe Entwickler-Aktivität ist also ein wichtiges Aushängeschild und ein nicht zu unterschätzender Marketing-Faktor für ambitionierte Altcoin-Projekte. Und genau dabei brillierte Polkadot im vergangenen Jahr. Auf den ersten zwei Plätzen der Rankings standen monatelang Polkadot selbst und dessen Subchain Kusama. Die technische Überlegenheit des Ökosystems schien eindeutig.
Vergleich der Entwickler-Aktivität auf großen Blockchains
Seitdem hat Polkadot aber deutlich an Boden verloren. Ende Januar verlor man den ersten Platz bei der Entwickler-Aktivität an Cardano, die relevanten Operationen auf der Blockchain gingen von fast 550 im Juli 2023 auf knapp 330 im Januar dieses Jahres zurück. Damit begann für Polkadot ein kontinuierlicher Abstieg, aktuell rangiert die Blockchain nur noch auf Platz neun, die Aktivität ist auf 274 geschrumpft. An der Spitze stehen mittlerweile Hedera Hashgraph (552) und Optimism (543). Cardano verteidigt mit 529 registrierten Aktivitäten noch den dritten Rang, spürt den Atem von Chainlink (442) aber bereits im Nacken. Die Gründer von Polkadot scheinen diesen Trend schon vor längerer Zeit erkannt zu haben und leiteten einige Neuerungen in die Wege. So wurde etwa das Auktionssystem für Parachains angepasst, um neuen Projekten leichteren Zugang zu ermöglichen. Bisher waren die begrenzten Plätze in der Polkadot-Infrastruktur sehr teuer und erforderten oft gesondertes Crowdfunding oder zahlungskräftige Geldgeber, auf die viele kleine Entwickler nicht zurückgreifen konnten. Auch hier könnte eine der Ursachen für die schwindende Aktivität liegen.
Polkadot 2.0: Zurück an die Spitze?
Dennoch gelang bisher keine überzeugende Trendwende. Über die vergangenen zwölf Monate überholten Chainlink, Cardano und Hedera Hashgraph allesamt den ehemaligen Spitzenreiter, der seine eigene Entwickler-Aktivität fast halbierte. Seit Jahresbeginn legte besonders Hedera Hashgraph mit seinem nativen Coin HBAR eine beachtliche Rallye hin: Von rund 250 gemessenen Operationen im Januar ging es bis knapp unter 600 im zurückliegenden Monat. Auch Chainlink schrieb in dieser Kategorie kürzlich ein neues Jahreshoch. Das will der ehemalige Primus natürlich nicht auf sich sitzen lassen und präsentierte bereits Anfang März das Polkadot 2.0-Update, das noch im zweiten Quartal launchen soll. Durch eine umfangreiche Restrukturierung der Software möchte man die Zugänglichkeit für Entwickler günstiger und einfacher machen. Mit dem neuen Update soll die Nutzung einer Parachain auf der Polkadot-Blockchain ähnlich einfach und effizient werden wie das Hosting von Web-Diensten im klassischen Internet. Laut Gründer Gavin Wood soll Polkadot zu einem globalen Supercomputer avancieren, der bei Skalierbarkeit und Interoperabilität in neue Sphären vorstoßen wird.
Erreichen will Polkadot dieses ehrgeizige Ziel durch eine grundlegende Veränderung der eigenen Blockchain-Architektur. Durch neue Operabilitäts-Ebenen innerhalb des Ökosystems und der Möglichkeit, mehr Transaktionen simultan abzuwickeln soll Polkadot effizienter und günstiger werden. Ein wichtiger Grundgedanke dabei ist die dynamische Anpassung der verarbeiteten Blöcke, je nach Bedarf an auszuführenden Operationen. Dadurch werden unnötige Kosten gespart und ungenutzte Kapazitäten nicht verschwendet. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Parachains soll ebenso verbessert werden wie Polkadots eigene Interoperabilität. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Entwickler-Aktivität zurück auf die Polkadot-Blockchain zu schleusen, bleibt abzuwarten. Laut unserer technischen Analyse hat Polkadot am 13. Mai eine wichtige Korrekturbewegung abgeschlossen und befindet sich im Aufwind des nächsten bullischen Impulses, der alsbald auf ein neues Jahreshoch führen sollte. Bis zum Bullenmarkt-Top trauen wir Polkadot einen Anstieg bis über $100 zu. Wer auf dem Weg dahin keine lukrative Einstiegschance verpassen möchte, kann auf die Analysen unseres Altcoin-Pakets zurückgreifen – mit dem Code Europawahl20 aktuell gar mit einem Rabatt von 20 Prozent. Enthalten sind auch die Entwickler-Magnete Chainlink, Hedera Hashgraph und Cardano.




