Morning-Briefing: Ist der Bitcoin-Vierjahreszyklus tot?
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Morning-Briefing: Ist der Bitcoin-Vierjahreszyklus tot?

Author

Simeon Koch

Guten Morgen,

mit dem CLARITY Act wurde gestern das wichtigste Krypto-Gesetz der letzten Jahre im Bankenausschuss des US-Senats beschlossen (hier die wichtigsten Details). Das positive Votum ist ein Meilenstein für Bitcoin und vor allem für Altcoins. Schließlich soll der CLARITY Act nicht nur regulatorische Klarheit und zusätzlichen Anlegerschutz vor Marktmanipulationen, sondern auch neue Wege für Kapitalzuflüsse von institutionellen Investoren schaffen. Der CLARITY Act, der noch im US-Parlament bestätigt werden muss, kommt in einer Phase, die zyklisch gesehen eigentlich tiefster Bitcoin-Bärenmarkt sein sollte. Doch diesmal ist einiges anders. Was spricht dafür, dass der Vierjahreszyklus endet? Und was dagegen?

Kevin Warsh und ein Haufen Geld: Ist diesmal alles anders?

Vor vier Jahren, im Frühjahr 2022, schien Bitcoin sich nach dem Abverkauf vom Zyklushoch bei gut 69 000 US-Dollar auf rund 35 000 Dollar (ziemlich genau -50 Prozent) und stieg von Mitte Februar bis Ende März auf knapp 50 000 Dollar. Dieser Anstieg um rund 40 Prozent sorgte für kurze Euphorie, bevor der finale Abverkauf auf rund 16 000 US-Dollar kam und den Bärenmarkt komplettierte. Vor acht Jahren, Anfang 2018, ein ähnliches Bild: Bitcoin fiel vom 2017er Allzeithoch bei rund 19 000 Dollar auf unter 5000 Dollar zurück, erholte sich kurz auf knapp 12 000 Dollar, bevor zum Jahresende hin der finale Boden bei etwa 3000 Dollar erreicht wurde.

Tipp: Ciao, Vierjahreszyklus? Auf diese drei Signale haben Bitcoin und Altcoins gewartet!

Zwei Bärenmärkte, zwei ähnliche Muster, jeweils vier Jahre dazwischen. Und 2026, erneut vier Jahre nach dem letzten großen Crash 2022? Seit dem Allzeithoch bei 126 000 Dollar im Oktober 2025 ist Bitcoin ziemlich genau 50 Prozent auf 60 000 Dollar zurückgefallen und notiert Mitte Mai rund 40 Prozent höher bei gut 80 000 Dollar. Die Parallelen (besonders zu 2022) sind frappierend. Und eine auffällige Gemeinsamkeit mit dem Bärenmarkt 2018 gibt es auch: Damals kam mit Jerome Powell ein neuer Fed-Chef ins Amt. Dieses Prozedere wiederholt sich gerade: Kevin Warsh, der reichste Fed-Vorsitzende aller Zeiten, steht bereit.

Und doch gibt es einige wichtige Unterschiede. 2018 und 2022 beendete die Federal Reserve jeweils ein milliardenschweres Stimulusprogramm. Die für den Kryptomarkt so wichtige Zentralbank-Liquidität ging nach starken Anstiegen deutlich zurück, geldpolitische Straffung drehte der Risiko-Rallye die Luft ab. Die Fed ging 2018 und 2021 in einen Zinshebungszyklus. Das Gegenteil ist heute der Fall: Nach fast fünf Jahren straffer Geldpolitik dreht sich der Wind bei der Fed in Richtung Lockerung. Hartnäckige Inflation verzögerte diesen Lockerungszyklus 2025 deutlich. Aber die Vorzeichen sind gegenteilig zu 2018 und 2022.

Risiko-Rotation: Kommt die (Krypto-) Gier zurück?

Während die heftigen Krypto-Abverkäufe der vergangenen sechs Monate vor allem im Altcoin-Sektor für Panik und Verzweiflung sorgten, scheint sich der Markt hinter den Kulissen bereits für die nächste Risiko-Rotation bereit zu machen. Die deutliche relative Stärke des Kupferpreises gegenüber Gold deutet darauf hin, dass der breite Finanzmarkt mit einer Expansion rechnet. 2017 und 2021 kam dieses Signal jeweils vor dem großen Bitcoin-Bullrun und der Altcoin-Season. Ähnliches gilt für bullische technische Signale bei Altcoins und der Bitcoin-Dominanz, die an 2016 und 2020 erinnern.

Tipp: Altcoin-Season 3.0? Dieser Indikator lag nie falsch!

Während Bitcoins aktuelle Preisbewegung Parallelen zu den Bärenmärkten 2018 und 2022 aufweist, erinnern wichtige Makro-Faktoren (die geldpolitische Ausrichtung der Fed, die konjunkturelle Erwartung des breiten Marktes und positive technische Signale aus dem Altcoin-Sektor) eher an 2016 und 2020, also vor den großen Krypto-Bullenmärkten 2017 und 2021. Diese Diskrepanz sorgt für Verwirrung: Woran soll man sich nun halten? An die Gemeinsamkeiten in der Preisstruktur oder an wichtige fundamentale und technische Bullrun-Indikatoren?

Welche Seite am Ende recht behält, wird die Zukunft zeigen. Einen entscheidenden Impuls konnte die CLARITY-Entscheidung gestern noch nicht setzen. Bitcoin schoss nach schwacher Tagesperformance zurück in Richtung 82 000 Dollar, scheiterte dort jedoch wie bereits mehrfach in den letzten zwei Wochen. Auffällig schwach blieben Ethereum und Altcoins, während der US-Aktienmarkt weiter stieg. Bereits am Mittwoch hatte der S&P 500 mit 7 444 Punkten den höchsten Tagesschluss seiner Geschichte erreicht. Dieses Kunststück wiederholte der US-Leitindex gestern kurzerhand, diesmal bei 7500 Punkten.

Tipp: Ethereum- und Altcoin-Comeback? Dieses Signal kam auch 2017 und 2021!


HKCM-Tops und -Flops

Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent

 

Cisco

+13.41

Keel Infrastructure

+11.08

AST SpaceMobile

+10.96

Lumen Technologies

+10

Samsung

-8.61

Lithium Americas

-6.20

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HKCM-Signal

Heute veröffentlichen wir Analysen zu folgenden Titeln aus unserem Altcoin-Paket: Bittensor, Solana, Render und Polkadot.

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