Lithium Americas erstes Quartal 2026: Aktie im Sinkflug
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Lithium Americas erstes Quartal 2026: Aktie im Sinkflug

Author

Nikolai Heger

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lithium Americas meldet keinen Umsatz, exakt wie erwartet.
  • EPS von 0.00 US-Dollar schlägt Konsens um 0.07 US-Dollar.
  • Capex im ersten Quartal erreicht 294.5 Millionen US-Dollar für Thacker Pass.
Q1 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz$0$0
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Lithium Americas Earnings: EPS schlägt Erwartungen im ersten Quartal 2026

Lithium Americas hat für das erste Quartal 2026 erwartungsgemäß noch keinen Umsatz ausgewiesen. Der Erlös lag bei null US-Dollar, exakt auf der Analystenschätzung von null US-Dollar; damit wurde die Erwartung um null US-Dollar getroffen. Im Jahresvergleich blieb der Umsatz ebenfalls bei null Prozent Veränderung, was den Entwicklungsstatus des Thacker-Pass-Projekts widerspiegelt. Deutlich besser fiel das Ergebnis je Aktie aus: Lithium Americas meldete ein EPS von 0.00 US-Dollar gegenüber erwarteten -0.07 US-Dollar und übertraf den Konsens damit um 0.07 US-Dollar.

Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Verbesserung von 100 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 4.6 Millionen US-Dollar, während die operativen Aufwendungen 11.1 Millionen US-Dollar erreichten. Wichtig: Die positive EPS-Überraschung beruhte vor allem auf nicht-operativen Effekten wie einem Fair-Value-Gewinn aus Orion-Wandelanleihe-Derivaten und höheren Zinserträgen, nicht auf Umsatzwachstum.



Lithium Americas: Thacker Pass bleibt der zentrale Werttreiber

Operativ stand bei Lithium Americas weiterhin der Bau von Thacker Pass im Mittelpunkt. Die Baukosten für Thacker Pass Phase eins beliefen sich im Quartal auf 275.5 Millionen US-Dollar gegenüber einer Erwartung von null US-Dollar; ein Vorjahresvergleich wurde nicht offengelegt. Sonstige aktivierte Entwicklungskosten für Thacker Pass lagen bei 8.3 Millionen US-Dollar gegenüber erwarteten null US-Dollar, ebenfalls ohne ausgewiesene YoY-Angabe. Aktivierte Zinsen erreichten 10.7 Millionen US-Dollar gegenüber null US-Dollar erwartet.

Insgesamt meldete Lithium Americas Investitionsausgaben von 294.5 Millionen US-Dollar gegenüber einer Erwartung von null US-Dollar; kumuliert wurden rund 1.3 Milliarden US-Dollar, beziehungsweise 1.28 Milliarden US-Dollar, kapitalisiert. Der Projektfortschritt bleibt substanziell: Das detaillierte Engineering überstieg 95 Prozent, die Beschaffung lag bei mehr als 70 Prozent. Bis Mitte Mai arbeiteten über 1300 Beschäftigte vor Ort, zum Höhepunkt werden mehr als 2000 erwartet.

Analyse für Lithium Americas

Für Investoren bleibt Lithium Americas ein Projekt- und Finanzierungsfall, weniger eine klassische Gewinn- und Umsatzstory. Free Cash Flow und Operating Cash Flow wurden nicht offengelegt; auch die jeweiligen YoY-Veränderungen wurden nicht offengelegt. Damit rückt die Bilanz in den Fokus: Cash und Restricted Cash stiegen auf 1.2 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 1.21 Milliarden US-Dollar nach 905.6 Millionen US-Dollar, gestützt durch 189.7 Millionen US-Dollar ATM-Eigenkapitalerlöse und eine zweite Tranche von 432 Millionen US-Dollar aus dem DOE-Darlehen.

Die Bilanzsumme lag bei 3.1 Milliarden US-Dollar, die langfristigen Verbindlichkeiten bei 1.1 Milliarden US-Dollar. Bruttomarge und operative Marge sind wegen null US-Dollar Umsatz nicht aussagekräftig. Das EPS von 0.00 US-Dollar ist positiv gegenüber den erwarteten -0.07 US-Dollar, doch die Qualität des Ergebnisses hängt stark von nicht-operativen Erträgen ab. Entscheidend bleibt die Fähigkeit, Thacker Pass ohne größere Kostenüberschreitungen zu realisieren.



Ausblick und Prognose

Lithium Americas bestätigte für das Gesamtjahr 2026 eine Investitionsplanung, die den Kapitalbedarf klar absteckt. Für Thacker Pass Phase eins erwartet das Management Gesamt-Capex von 1.3 Milliarden bis 1.6 Milliarden US-Dollar. Die reinen Baukosten der Phase eins sollen bei 1.2 Milliarden bis 1.5 Milliarden US-Dollar liegen, hinzu kommen sonstige aktivierte Entwicklungskosten von 30 Millionen bis 40 Millionen US-Dollar sowie aktivierte Zinsen von 45 Millionen bis 55 Millionen US-Dollar.

Die mechanische Fertigstellung ist weiterhin für Ende 2027 vorgesehen. Analysten dürften deshalb weniger auf kurzfristige Umsätze achten, sondern auf Projektmeilensteine, Liquiditätsreichweite und Kostenkontrolle. Risiken bleiben sichtbar: Das Management bezifferte mögliche Zollbelastungen auf 80 Millionen bis 120 Millionen US-Dollar. Zudem können Stahltransporte aus dem Nahen Osten stören, auch wenn Umleitungen über Jeddah die kurzfristigen Auswirkungen begrenzen sollen.

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