Morning-Briefing: Bitcoin auf 80 000 Dollar – aber Warren Buffett warnt!
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Morning-Briefing: Bitcoin auf 80 000 Dollar – aber Warren Buffett warnt!

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Simeon Koch

Guten Morgen,

schon seit Monaten sitzt Warren Buffett auf der größten Cash-Position in der Geschichte seiner Berkshire Hathaway. Fast 400 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln stehen dem legendären Orakel von Omaha aktuell zur Verfügung. Viel wurde gerätselt um Buffetts Beweggründe: Sieht er im Markt keine Chancen? Erwartete er sogar einen Crash? Oder will er seinem Nachfolger Greg Abel einfach nur alle Wahlmöglichkeiten lassen und sein Vermächtnis so kurz vor seinem Abtritt nicht mehr gefährden?

"Das ist kein Investieren. Das ist Glücksspiel!"

Jetzt hat Warren Buffett sein Schweigen gebrochen und die Frage nach den Motiven hinter seinem Cash-Hamstern sehr eindeutig beantwortet. Für den Aktienmarkt hat Buffett keine gute Diagnose übrig. Seine Einschätzung klingt viel eher alarmierend: "Es gab nie so viele Leute, die dem Glücksspiel verfallen, wie jetzt", sagte der 95-Jährige am Samstag dem US-Fernsehsender CNBC. Für die Börse sei das ein Problem.

"Es gibt einen Haufen junger Leute, vor allem junger Männer aus der Mittelschicht, die einfach nur Lotto spielen. Das macht mich verrückt!" Damit meinte Buffett nicht die klassischen Glücksspielscheine von der Tanke, sondern neue, immer kürzerfristige Spekulationsmöglichkeiten am Finanzmarkt. Prediction Markets, Hebeltrading, Optionen mit eintägiger Laufzeit – Buffett hat dazu eine klare Meinung: "Das ist kein Investieren. Das ist Glücksspiel!"

Investoren würden sich derzeit verhalten, als spielten sie nichts weiter als ein Kartenspiel. Die Börse wirke auf ihn wie ein Casino mit angehängter Kirche. Aber: "Das bedeutet nicht, dass Investieren schlecht ist. Es heißt nur, dass die Preise, die heute an der Börse für viele Dinge bezahlt werden, in Zukunft sehr dumm aussehen werden."

Bitcoin knackt 80 000 Dollar – wie geht's weiter?

Für Buffett ist die Sache klar: "Am besten meidet man Lotterie und Glücksspiel vollständig." Besser sei es, geduldig zu investieren "und die Positionen langsam wachsen" zu sehen. Besonders viel dieser Geduld wurde in den letzten Wochen und Monaten von Krypto-Investoren abverlangt. Nach dem Absturz auf 60 000 Dollar Anfang Februar irrte Bitcoin lange im Niemandsland rund um 70 000 Dollar umher. Der Wind aber scheint sich zu drehen.

Nach zwei starken Wochenschlüssen ist Bitcoin in der Nacht auf Montag kurz über 80 000 Dollar gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit einem Vierteljahr erreicht. Ethereum folgte erst halbherzig, dann ebenfalls kräftig und klopfte schüchtern an die 2400-Dollar-Marke. Der breite Altcoin-Sektor bleibt etwas zurück, die Bitcoin-Dominanz kletterte am Morgen über 61 Prozent.

Unterstützt wird die Krypto-Erholung von Schwäche im Rohöl-Markt, wo ein Ende (oder zumindest eine Beruhigung) der Iran-Krise eingepreist zu werden scheint. Brent und WTI verteidigen zwar die 100 Dollar, das starke Aufwärtsmomentum der vergangenen Woche ist aber (vorerst) abgeebbt. Und auch der US-Aktienmarkt bleibt stark: Bei 7300 Punkten markierte der S&P 500 am Freitag ebenso ein neues Allzeithoch wie der Nasdaq bei gut 27 800 Punkten.


HKCM-Tops und -Flops

Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent

 

Atlassian

+29.58

SÜSS MicroTec

+9.40

Riot Platforms

+7.31

Xiaomi

+7.10

NIO

-7.51

Amgen

-4.75

Earnings

Palantir (erw. EPS: 0.28 USD)

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