Das Wichtigste in Kürze:
- Amazon übertraf den Umsatzkonsens um 3.66 Milliarden US-Dollar.
- Amazon erzielte ein EPS von 2.78 US-Dollar.
- AWS wuchs um 28 Prozent auf 37.6 Milliarden US-Dollar.
| Q1 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $181.5B | $177.84B |
| EPS | $2.78 | $1.61 |
| Nordamerika | $104.1B | $101.89B |
| International | $39.8B | $38.90B |
| Amazon-Web-Services | $37.6B | $36.75B |
Amazon Q1 2026: Umsatz und Gewinn über Erwartungen
Amazon hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Der Umsatz stieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 181.5 Milliarden US-Dollar und lag damit über dem Konsens von 177.84 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Beat von 3.66 Milliarden US-Dollar und zeigt, dass die Nachfrage in Cloud, Handel und Werbung weiter robust blieb.
Noch deutlicher fiel die Überraschung beim Gewinn aus. Das EPS erreichte 2.78 US-Dollar nach erwarteten 1.61 US-Dollar, womit Amazon die Schätzungen um 1.17 US-Dollar übertraf. Gegenüber dem Vorjahr legte das EPS um 75 Prozent zu. Der Nettogewinn belief sich auf 30.3 Milliarden US-Dollar. Damit präsentierte Amazon ein Quartal, das operativ stark war, beim Gewinn aber auch von Sondereffekten geprägt wurde.
Amazon Segmente: AWS bleibt der zentrale Wachstumsmotor
Der wichtigste Treiber blieb Amazon-Web-Services. AWS steigerte den Umsatz um 28 Prozent auf 37.6 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartung von 36.75 Milliarden US-Dollar. Es war das schnellste Wachstum seit 15 Quartalen. Das operative Ergebnis von AWS stieg auf 14.2 Milliarden US-Dollar und machte rund 59 Prozent des gesamten operativen Gewinns aus.
Auch das Handelsgeschäft lieferte. Nordamerika erzielte 104.1 Milliarden US-Dollar Umsatz nach erwarteten 101.89 Milliarden US-Dollar, ein Plus von zwölf Prozent. Das operative Ergebnis stieg auf 8.3 Milliarden US-Dollar nach 5.8 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. International wuchs der Umsatz um 19 Prozent auf 39.8 Milliarden US-Dollar und lag über den erwarteten 38.90 Milliarden US-Dollar. Ohne Währungseffekte betrug das Plus elf Prozent.
Analyse für Amazon
Die Zahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild: Amazon wächst profitabel, investiert aber massiv in die nächste Infrastrukturphase. Die operative Marge lag bei 13.2 Prozent, während die Bruttomarge nicht ausgewiesen wurde. Der operative Cashflow stieg um 30 Prozent auf 148.5 Milliarden US-Dollar und unterstreicht die starke Innenfinanzierungskraft des Konzerns.
Gleichzeitig brach der freie Cashflow um 95 Prozent auf 1.2 Milliarden US-Dollar ein. Hauptgrund war ein Anstieg der Ausgaben für Immobilien und Ausrüstung um 59.3 Milliarden US-Dollar, vor allem für AI-Kapazitäten. Zudem profitierte der Nettogewinn von 16.8 Milliarden US-Dollar an Vorsteuergewinnen aus Anthropic-Investments. Für Anleger bedeutet das: Amazon priorisiert langfristiges AI-Wachstum klar vor kurzfristiger Cashflow-Maximierung.
Elliot-Wellen-Analyse für Amazon.com, Inc.
Ausblick und Prognose
Für das zweite Quartal 2026 erwartet Amazon einen Nettoumsatz zwischen 194.0 Milliarden US-Dollar und 199.0 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 16 Prozent bis 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und signalisiert, dass das Management weiterhin mit breiter Nachfrage in Handel, Cloud und AI-Infrastruktur rechnet.
Beim operativen Gewinn stellt Amazon 20.0 Milliarden US-Dollar bis 24.0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, verglichen mit 19.2 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2025. Der Ausblick dürfte am Markt positiv aufgenommen werden, weil er weiteres Margenpotenzial trotz hoher Investitionen andeutet. Entscheidend bleibt, ob AWS die Dynamik aus dem ersten Quartal halten kann. Die Nachfrage nach Trainium, Graviton, Bedrock sowie Verpflichtungen von OpenAI, Anthropic, Meta, Uber und NVIDIA-nahen Kunden liefern dafür eine starke Grundlage.
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