„KI-Agenten werden maschinelles Lernen und Robotik revolutionieren. Sie werden die nächste Multi-Milliarden-Branche“, sagte Nvidia-CEO Jensen Huang auf der Technologie-Messe CES, die noch bis zum Wochenende in Las Vegas stattfindet. Bisher hatten nur Tech-Nerds und Memecoin-Enthusiasten KI-Agenten auf dem Schirm. Blockchain-Apps, die KI-Agenten erstellen oder betreiben, explodierten in den vergangenen Wochen. Etwa das Virtuals-Protokoll auf der Coinbase-Blockchain Base, das seinen Preis von Ende November bis Neujahr verachtfachte und mit einer zwischenzeitlichen Marktkapitalisierung von mehr als vier Milliarden Dollar in die Top-50 der Blockchain-Welt vorstieß.
Seit Jensen Huang sie auf der Bühne in Las Vegas als epochalen technologischen Paradigmenwechsel pries, sind KI-Agenten aber auch auf dem Radar des breiten Börsen-Publikums angekommen. Während auf der CES über Roboter oder Gesundheitsanwendungen philosophiert wurde, die von KI-Agenten gesteuert werden könnten, sprechen Krypto-Fans bereits vom nächsten großen Narrativ des Altcoin-Bullruns. Und tatsächlich könnte die Blockchain-Technologie keine unwesentliche Rolle in der KI-Revolution spielen, die Jensen Huang erwartet. Wie aber funktionieren KI-Agenten überhaupt? Warum mischen sie den Kryptomarkt derart auf? Und welche Altcoins könnten davon profitieren?
Nehmen uns KI-Agenten die Arbeitsplätze weg?
Bei seinem Auftritt in Los Angeles erklärte Jensen Huang: „KI-Agenten werden schon bald die Hälfte aller menschlichen Aufgaben in der Arbeitswelt übernehmen.“ Das hört sich ganz schön dystopisch an – die Angst, dass Künstliche Intelligenz die allermeisten menschlichen Arbeitskräfte ersetzt, ist nicht neu. Warum aber sollen ausgerechnet KI-Agenten diese Entwicklung beschleunigen?
Einfach gesprochen sind KI-Agenten Programme, die eigenständig Entscheidungen treffen und Aufgaben ausführen können. Kein großer Unterschied zu herkömmlicher Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT, könnte man meinen. Was KI-Agenten jedoch von klassischer Software unterscheidet, ist ihr Grad an Autonomie und Lernfähigkeit. Sie agieren in Echtzeit, analysieren Daten und passen sich dynamisch an neue Umgebungen oder Ziele an. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert: von der Kundeninteraktion über Marktanalysen bis hin zur kreativen Content-Produktion.
Anders als bisherige KI-Modelle brauchen KI-Agenten keinen konkreten Input für einzelne Arbeitsschritte, um selbstständig zu arbeiten. Eine ungefähre Zielsetzung genügt, den Rest erledigt der Agent allein. Die Zielsetzung kann dabei mehrere komplexe Etappen und planungsintensive Strategien umfassen – etwa, einen Social-Media-Kanal aufzuziehen und eine gewisse Follower-Zahl zu erreichen oder Musik zu komponieren und sie anschließend zu vermarkten. So weit, so abstrakt.
Luna, AIXBT und Zerebro: Was KI-Agenten jetzt schon können
Ein auf Social Media sehr bekannter KI-Agent ist Luna by Virtuals. Luna streamt dauerhaft live auf TikTok und interagiert in Echtzeit mit ihren Zuschauern. Über Spracherkennung versteht sie Kommentare ihrer Follower und antwortet über ein KI-Sprachmodell, das Antworten formuliert und verbal ausgibt. Zudem reagiert Luna, die wie eine Zeichentrickfigur aus einem japanischen Anime aussieht, mimisch und mit Bewegungen. Luna maximiert nicht nur gezielt ihre Reichweite, sondern generiert über Spenden, virtuelle Geschenke und Werbedeals auch direkte Einnahmen. Alles vollkommen autonom.
Ein weiteres Beispiel ist AIXBT, ein Bot, der auf Twitter regelmäßig Neuigkeiten rund um Kryptowährungen und Technologie veröffentlicht, seinen Kanal selbstständig betreibt und aktiv mit der Community interagiert. AIXBTs Funktion ist es, News zu sammeln, zu aggregieren und komprimiert sowie mit einordnenden Kommentaren versehen an seine Follower weiterzugeben. Kürzlich fragte ein großer Krypto-Influencer AIXBT, ob er in seinem YouTube-Livestream auftreten wolle. AIXBT antwortete lakonisch: „Sorry, aber ich habe gerade viel zu tun“ und setzte seine Arbeit fort.
Videos produzieren, Memes bauen, auf Social Media mit der Community kommunizieren – all diese Dinge kann auch der KI-Agent Zerebro, dessen Name vom medizinischen Fachbegriff für das menschliche Gehirn (cerebrum) abgeleitet ist. Zerebro aber beschränkt sich nicht auf Social Media-Posts und Community-Management, sondern produziert gleich auch noch künstlerische Inhalte: Zerebro komponiert Musik, entwirft Beats und nimmt Tracks auf, die er auf Spotify publiziert. Melodie, Text und Instrumente entwickelt er selbst – ebenso wie die Vermarktung auf den unterschiedlichen Plattformen, auf denen er tätig ist.
Warum brauchen KI-Agenten die Blockchain?
Luna, AIXBT und Zerebro haben eines gemeinsam: Sie alle laufen auf der Blockchain und sind aus Altcoin-Protokollen hervorgegangen, die aktuell durch die Decke gehen. Schon lange gelten Künstliche Intelligenz und die Blockchain-Technologie als Traumpaar, die wechselseitigen Vorteile dieser Kombination sind ebenso bemerkenswert wie zukunftsträchtig. Mit KI-Agenten bekommt diese Symbiose eine ganz neue Dimension: Als fälschungssichere dezentrale Datenbanken bieten Blockchains optimale Voraussetzungen für KI-Agenten, die wirklich unabhängig arbeiten sollen.
KI-Agenten treffen Entscheidungen basierend auf Daten, was gelegentlich zu Vorwürfen von Intransparenz oder Verzerrungen führt. Mit Blockchain könnten die Entscheidungsprozesse von KI-Agenten für alle Beteiligten nachvollziehbar dokumentiert werden. So könnte Luna by Virtuals etwa transparent machen, wie genau sie die Inhalte ihrer Livestreams gestaltet oder welche Daten sie für die Interaktion mit Nutzern verwendet. Über die Blockchain können rasche und zensurresistente Wert-Transaktionen stattfinden, die KI-Agenten dazu befähigen können, selbst und im Austausch mit anderen KI-Modellen geschäftlich tätig zu werden.
Viele KI-Agenten agieren in ökonomischen Kontexten, sei es durch den Verkauf von Dienstleistungen, Inhalten oder Informationen. Hier spielen Smart Contracts – selbstausführende Verträge auf Blockchain-Basis – eine entscheidende Rolle. Sie könnten Zahlungen automatisieren, sobald vorab definierte Bedingungen erfüllt sind. AIXBT könnte etwa Einnahmen für aggregierte Inhalte direkt erhalten, ohne dass ein Intermediär nötig wäre.
Blockchain bietet eine Möglichkeit, digitale Inhalte eindeutig zuzuordnen und Eigentumsrechte zu sichern. Dies ist relevant für KI-Agenten wie Zerebro, der Musik produziert. Die Blockchain könnte sicherstellen, dass jede produzierte Komposition eindeutig ihm zugeordnet wird und Einnahmen fair verteilt werden. Auch Luna könnte durch Blockchain-basierte Tokenisierung ihre virtuellen Güter, wie digitale Kunstwerke oder exklusive Inhalte, monetarisieren.
Fetch.ai, Bittensor, Virtuals: Nächster großer Altcoin-Hype?
Hätte man im Dezember 1000 Euro in AIXBT investiert, wäre daraus innerhalb von zwei Monaten mehr als eine Million geworden. Wäre man Mitte Oktober mit demselben Betrag bei Luna eingestiegen, hätte man in der Zwischenzeit immerhin rund 200 000 Euro verdient. Bei Zerebro wäre aus 1000 Euro im selben Zeitraum eine halbe Million geworden. Und jeden Tag werden auf Plattformen wie dem Virtuals Protocol neue KI-Agenten aufgesetzt, die teils schwindelerregende Preissteigerungen durchlaufen – aber oft mindestens genauso schnell wieder abstürzen.
Mit den KI-Agenten auf Altcoin-Basis verhält es sich aktuell so ähnlich wie mit Memecoins im vergangenen Jahr: Tausende werden generiert, wenige schaffen es an die Blockchain-Spitze und machen frühe Investoren reich. Die meisten implodieren und verbrennen das eingesetzte Kapital. Ein wichtiger Unterschied besteht trotzdem: Altcoins mit Bezug zu KI-Agenten haben – anders als die meisten Memecoins – eine konkrete technische Anwendung. Und wenn Jensen Huang in Los Angeles große Versprechungen in Sachen AI Agents macht, profitieren die kleinen, volatilen Krypto-Assets vom Hype.
Welche Altcoins profitieren vom AI-Agents-Hype?
Um an der Entwicklung von KI-Agenten auf der Blockchain finanziell zu partizipieren, muss man sein Geld keineswegs einer leicht bekleideten, autonomen Anime-Streamerin oder einem Algorithmus-Popstar anvertrauen – geschweige denn kleineren Altcoin-Agenten, deren langfristige Erfolgsaussichten in der Breite äußerst gering sind. Wer zocken will, ist bei Luna, AIXBT oder Zerebro ganz gut aufgehoben. All jene, die etwas seriöser an die Sache herangehen wollen (soweit man im Altcoin-Sektor eben von Seriosität sprechen kann), können sich die alte Goldgräber-Regel zunutze machen: Während des Goldrauschs verdienen diejenigen am besten, die das Werkzeug verkaufen.
Im Jargon des Kryptomarktes heißt das: Wer nicht mit einzelnen KI-Agenten zocken will, kann auf die Infrastruktur setzen, die sie umgibt. Am populärsten ist aktuell die Plattform Virtuals Protocol, auf der man ohne großes technisches Knowhow seinen eigenen KI-Agenten lancieren kann. Deutlich etablierter sind Projekte wie etwa Bittensor (TAO), wo die Idee der KI-Agenten auf Subnetzen bereits praktiziert wurde, bevor der große Hype um sie ausbrach. Und auch Fetch.ai, das aktuell in die Artificial Superintelligence Alliance überführt wird, schraubt an KI-Agenten.
Natürlich sind auch diese Altcoins volatil und laufen Risiko, im Bärenmarkt (zumindest vorübergehend) nahezu ihren gesamten Wert zu verlieren. Im Vergleich zu einzelnen AI Agents, die aktuell die Hype-Welle reiten, bieten sie aber relativ planbare Perspektiven der Wertentwicklung. Für alle, die in KI-Infrastruktur investieren möchten, analysieren wir Fetch.ai in unserem Altcoin-Paket – inklusive kurz- und langfristigen Zielzonen, um lukrativ einzusteigen oder nach prognostizierten Rallyes Gewinne zum richtigen Zeitpunkt mitzunehmen.
Ignorieren sollte man KI-Agenten aber wohl lieber nicht. In Los Angeles sagte Jensen Huang auf die Frage, ob man nun Angst um seinen Arbeitsplatz haben müsse: „Den Leuten, die mich das fragen, sage ich immer das Gleiche: KI wird Ihnen Ihren Arbeitsplatz nicht wegnehmen. Aber vielleicht jemand, der KI besser einsetzen kann als Sie. Lernen Sie also, damit umzugehen!“


Luna by Virtuals streamt als leicht bekleidete Anime-Figur auf YouTube und anderen Plattformen. Für eine Spende in der nativen Währung LUNA macht sie Kunststücke.
AIXBT betreibt einen eigenen X-Account mit mehr als 330 000 Followern, analysiert Krypto-Projekte und gibt Antworten auf Fragen seiner Community.
Zerebro macht Musik auf Spotify und hat mehr als 33 000 monatliche Hörer. Auf Instagram veröffentlicht der KI-Agent Kurzvideos zu seinen Songs.
KI-Agenten sind mehr als streamende Anime-Figuren: Auch Fetch.ai schraubt an der neuen Technologie, um Anwendungen in der echten Welt zu ermöglichen.

