Telekom kämpft mit Netzausfall – Aktie verliert an Schwung
Die Deutsche Telekom hat am Montag mit einer großflächigen Netzstörung in Brandenburg zu kämpfen gehabt. Auslöser dürfte ein Leitungsschaden durch Bauarbeiten gewesen sein. Durch beschädigte Glasfaserkabel kam es in mehreren Orten zu Ausfällen, gleichzeitig verlor die Aktie knapp ein Prozent und setzte ihre Seitwärtsbewegung fort.

Betroffen vom Ausfall waren vor allem Haushalte, Einzelhändler und Homeoffice-Nutzer. Die Telekom arbeitet an der Reparatur und verweist auf mögliche Entschädigungen bei längerer Störung. An der Börse bleibt die Lage angespannt: Trotz starker Marktstellung und früherer Kursgewinne belasten hohe Investitionen und schwaches Marktwachstum das Vertrauen der Anleger. Die starke Rallye der zurückliegenden zwölf Monate ist vorerst auf Halt.
Continental spaltet sich auf – Konzern trennt sich von Autogeschäft
Die Aktionäre von Continental haben der Abspaltung eines großen Unternehmensteils mit fast 100 Prozent zugestimmt. Die neue Firma heißt Aumovio und soll im September 2025 an die Börse gehen. Aktionäre bekommen dafür zusätzliche Aktien – je zwei Continental-Aktien bringen eine Aumovio-Aktie.
Aumovio wird künftig das gesamte Geschäft mit Autotechnik übernehmen, darunter elektronische Steuergeräte, Sensoren, Software und Fahrerassistenzsysteme. Bisher war dieser Bereich ein Teil von Continental. Mit der Abspaltung wird er zu einem eigenständigen Unternehmen. Continental konzentriert sich künftig wieder auf sein Kerngeschäft, die Reifenproduktion. Auch die Sparte für Gummi- und Kunststoffprodukte soll ausgegliedert oder verkauft werden. So will der Konzern übersichtlicher und fokussierter werden.
Airbus greift sich Werksteile – Spirit-Übernahme bringt Aktie in Schwung
Gemeinsam mit dem US-Konkurrenten Boeing hat Airbus den lang erwarteten Deal mit dem US-amerikanischen Bauteil-Lieferanten Spirit Aerosystems abgeschlossen. Damit übernimmt Airbus ausgewählte Werke des Zulieferers, darunter auch die Flügelproduktion für A320 und A350. Bei der Übernahme handelt es sich nicht um einen gemeinsamen Kauf mit Boeing, vielmehr teilen sich die beiden Konkurrenten den Spirit-Konzern auf.
Boeing übernimmt für rund 4.7 Milliarden Dollar den Großteil des Zulieferers, da viele Werke bereits für den US-Flugzeugriesen produzieren. Airbus hingegen sichert sich gezielt jene
Standorte, die für seine Programme relevant sind. Dazu zählen auch neue Produktionslinien in Schottland, während ein weiteres Werk im malaysischen Subang an einen Dritten geht. Die ursprünglich vereinbarte Entschädigung für Airbus wurde im Rahmen der neuen Konditionen von 559 auf 438 Millionen Dollar reduziert. Die Transaktion soll Airbus helfen, seine Lieferketten stabiler und effizienter zu gestalten.
MTU senkt Umsatzprognose – Dollar-Schwäche trifft Triebwerkshersteller
Der Flugmaschinenhersteller MTU hat vor wenigen Stunden seine Geschäftszahlen fürs erste Quartal präsentiert. In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 erzielte MTU einen bereinigten Umsatz von rund 2.1 Milliarden Euro – eine Steigerung von fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (1.7 Milliarden). Grund dafür ist der schwache US-Dollar, der das Geschäft belastet. Der neue Zielkorridor liegt nun bei 8.3 bis 8.5 Milliarden Euro – zuvor war man von 8.7 bis 8.9 Milliarden ausgegangen.
MTU stellt Triebwerke her und verdient vor allem an deren Wartung. Ein großer Teil der Einnahmen wird in Dollar erzielt. Wenn der Dollar schwächelt, kommen in Euro umgerechnet weniger Einnahmen an. Zusätzlich könnten weltweite Handelszölle das Ergebnis im Laufe des Jahres weiter beeinträchtigen. Unterm Strich blieb MTU im ersten Quartal ein Gewinn von 300 Millionen Euro übrig – auch hier eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 218 Millionen des Vergleichszeitraums im Vorjahr.
Porsche warnt vor schwierigem Jahr – Aktie bricht deutlich ein
Die Porsche AG hat ihre Jahresprognose gesenkt und im ersten Quartal 2025 ein deutlich schwächeres Ergebnis vorgelegt: Der operative Gewinn sank um über 40 Prozent, die Umsatzrendite fiel von 14.2 auf 8.6 Prozent. Die Aktie verlor daraufhin zeitweise über sechs Prozent an Wert.

Hintergrund der Entwicklung sind unter anderem hohe Sonderkosten für den Konzernumbau, neue US-Einfuhrzölle sowie schwache Geschäfte in China. Der Sportwagenbauer, der mehrheitlich zum Volkswagen-Konzern gehört, plant nun mit einem deutlich geringeren Jahresumsatz von 37 bis 38 Milliarden Euro. Auch Investitionen in Batterietechnologie und die Unterstützung von Zulieferern belasten das Ergebnis zusätzlich.





