Das Wichtigste in Kürze:
- Jahresumsatz wächst nur um 3.5 Prozent.
- Gewinn im vierten Quartal bricht um über 38 Prozent ein.
- Margen sinken und Wettbewerb in der Automobilbranche nimmt zu.
BYD wächst schwächer und verliert an Dynamik
Die Elektromobilität bleibt ein zentraler Treiber der Automobilbranche. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb deutlich, was sich zunehmend in den Zahlen der Hersteller zeigt.
Der chinesische Hersteller BYD verzeichnete 2025 ein Umsatzwachstum von nur 3.5 Prozent auf rund 112 Milliarden US-Dollar. Das war die geringste Dynamik seit sechs Jahren. Gleichzeitig geriet die Profitabilität unter Druck, da der Konzern stärker auf Preise reagieren musste. Nettogewinn lag umgerechnet bei 4.5 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlte BYD beide Markterwartungen.
Die Bruttomarge im Fahrzeuggeschäft, das rund 80 Prozent zum Umsatz beiträgt, sank auf 20.5 Prozent und lag damit 1.8 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Auch die Kostenstruktur wurde angepasst, da die Belegschaft um ein Zehntel auf etwa 870 000 Mitarbeiter reduziert wurde. Trotz weiter steigender Erlöse zeigt sich, dass das Wachstum deutlich an Tempo verloren hat.
BYD unter Druck durch Wettbewerb
Die Zahlen verdeutlichen den zunehmenden Druck auf die Ertragskraft. Besonders im vierten Quartal verschlechterte sich die Entwicklung deutlich. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember fiel der Nettogewinn um 38.2 Prozent und setzte damit den Abwärtstrend der vergangenen Quartale fort. Es war bereits das dritte Quartal in Folge mit rückläufigem Gewinn.
Gleichzeitig verliert BYD Marktanteile im wichtigen chinesischen Heimatmarkt. Der Wettbewerb durch Anbieter wie Geely und Leapmotor nimmt zu, da diese technologisch aufholen. Vor allem Geely wächst dynamisch. Zusätzlich belasten staatliche Änderungen bei Subventionen vor allem günstige Modelle, die einen großen Teil des Absatzes ausmachen.
BYD-Ausblick: Risiken steigen
Für Investoren ergibt sich ein anspruchsvolles Umfeld. Während das internationale Geschäft weiter wächst, bleibt die Entwicklung im Heimatmarkt schwach. Der Konzern setzt verstärkt auf Auslandsmärkte wie die USA, wo die Profitabilität höher ist und die Umsätze zuletzt um rund fünf Prozent zulegten. Doch auch in den Staaten droht ein Preiskampf. Gleichzeitig bleibt die Liquidität angespannt.
Für 2026 erwarten Analysten ein schwierigeres Umfeld, da schwächere Nachfrage im Inland und intensiver Wettbewerb die Gewinne weiter belasten könnten. Entscheidend wird sein, ob BYD durch technologische Verbesserungen und Expansion im Ausland wieder mehr Stabilität in die Margen bringen kann.
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FAQ
Wie viel kostet der billigste BYD?
Das günstigsten Modell von BYD liegt im Heimatmarkt häufig unter 150 000 Yuan, was umgerechnet etwa 18 900 Euro entspricht. Fahrzeuge in diesem Preissegment machen einen großen Teil der Verkäufe in China aus.
Wie viel kostet ein BYD in Deutschland?
Ein BYD kostet in Deutschland je nach Modell und Ausstattung mit E-Autoprämie typischerweise zwischen etwa 13 000 Euro und über 36 000 Euro beim teuersten Modell . Das günstige Einstiegsmodell ist der Dolphin Surf.





