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Wall Street testet DIESEN OG-Altcoin: Das Phantom sieht den Boden!

Author

Nikolai Heger

CHART DES TAGES

In diesem Format beleuchten wechselnde HKCM-Analysten regelmäßig spannende Aktien, Märkte und Indikatoren – auch außerhalb unserer Analysepakete. Heute geht es um einen Altcoin, den unser Phantom seit Wochen auf dem Zettel hat, nämlich Avalanche (AVAX). Die wichtigsten Punkte:

  • Wall-Street-Katalysator: Die NYSE testet seit rund einem Jahr die Avalanche-Technologie für tokenisierte Wertpapiere, dazu kommen neue institutionelle Produkte auf der Chain.

  • Bodensignal: Fallende Tiefs im Kurs treffen auf steigende Tiefs im MACD – eine bullische Divergenz, die sich über Monate aufgebaut hat.

  • Großes Bild: Für das Phantom ist die mehrjährige Korrektur seit 2021 abgeschlossen. Sein Credo: „When in doubt, zoom out.“

Der Kryptomarkt ist gespalten wie selten. Das eine Lager hält den Boden bei den Altcoins längst für gesetzt, das andere wartet auf den nächsten Abverkauf. Das sieht das Phantom ähnlich – und zwar bei einem Coin, der noch immer über 90 Prozent unter seinem Rekordhoch notiert. Avalanche hat sich seit dem Sommertief kräftig erholt und in den vergangenen Tagen die gesamte Altcoin-Spitze hinter sich gelassen. Für das Phantom ist das mehr als eine Gegenbewegung: „Dieser Markt ist hier, um zu bleiben. Und Altcoins sind es auch.“

Avalanche auf einen Blick

AVAX, der Token der Avalanche-Blockchain, hat binnen einer Woche rund 50 Prozent zugelegt und notiert wieder zweistellig. Auslöser war der Avalanche Summit in New York: Dort bestätigte Ava-Labs-Präsident Charley Cooper, dass die New York Stock Exchange seit rund einem Jahr die Avalanche-Technologie testet. Hintergrund ist eine geplante Plattform für den Handel tokenisierter US-Aktien und ETFs. Eine finale Entscheidung für Avalanche gibt es noch nicht, doch der Markt las die Nachricht als Ritterschlag. Für das Phantom war sie der Katalysator, den der Chart gebraucht hat.

Die Nachrichtenlage geht weiter. New York Life Investment Management, ein Vermögensverwalter mit 807 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen (Vermögensverwaltung), bringt seinen ersten tokenisierten Fonds auf Avalanche. Aave baut dort einen Kreditmarkt für tokenisierte Realwerte auf, Janus Henderson ist als Validator eingestiegen. Außerdem erfolgte jüngst das Helicon-Upgrade, welches die Mindestsperrfrist beim Staking von 14 Tagen auf 48 Stunden verkürzt. Zu den Nutzern des Netzwerks zählen ohnehin schon BlackRock, Franklin Templeton und Apollo. Das Phantom bringt es kurz auf den Punkt: „Absoluter OG-Coin. Etabliertes System, etabliertes Netzwerk.“

„Altcoins sind hier, um zu bleiben“: Warum das Phantom jetzt hinschaut 

Warum genau dieser Chart, warum genau heute? Für das Phantom ist es die Mischung aus Stimmung und Struktur. „Die Schere zwischen den beiden Lagern ist riesig. Die einen sagen, der Boden ist drin, die anderen sehen noch lange keinen“, beschreibt er die Lage. Das Sentiment bleibt aus seiner Sicht tendenziell negativ. Doch der Glaube kehrt zurück. „Man merkt, dass wieder mehr Leute an diesen Markt glauben. Genau dann sucht man sich die Coins mit inhärenter Stärke.“

Avalanche gehört für ihn in diese Kategorie. Während Bitcoin am Wochenende in Richtung 80 000 US-Dollar abrutschte, legte AVAX zweistellig zu. Kein anderer Coin unter den 30 größten kam an diese Bewegung heran. Relative Stärke in einem schwachen Umfeld ist für den Analysten das wichtigste Argument. Der Satz, den sich Leser merken sollen, ist entsprechend eindeutig: „Dieser Markt ist hier, um zu bleiben. Altcoins sind hier, um zu bleiben.“

„Ein relativ klares Bodensignal“: Was der MACD dem Phantom verrät 

Technisch blickt das Phantom vor allem auf den MACD im Tageschart. Seit Herbst 2025 hat AVAX drei markante Tiefs ausgebildet, jedes unter dem vorherigen. Der Abwärtsdruck ließ dabei sichtbar nach, die Verbindungslinie der Tiefs wurde immer flacher. Der Indikator zeichnet derweil ein anderes Bild: Seine Tiefs liegen jeweils höher als zuvor. „Der Kurs macht neue Tiefs, der MACD nicht mehr. Das ist eine bullische Divergenz, die sich über fast ein Jahr aufgebaut hat“, erklärt der Analyst.

Fallende Kurstiefs, steigende MACD-Tiefs

Mit dem jüngsten Kursschub hat der MACD die Nulllinie dynamisch nach oben durchbrochen. Für das Phantom ist das der letzte Baustein. „Das ist ein relativ klares Bodensignal“, lautet sein Fazit. Solche Divergenzen brauchen Zeit und laufen selten sauber. Wer nur die Tageskerzen verfolgt, sieht vor allem Rauschen. Der Indikator sortiert dieses Rauschen ein.

„When in doubt, zoom out“: Das große Bild seit dem Hoch 2021 

Sein Credo für solche Phasen: „When in doubt, zoom out.“ Im mehrjährigen Bild wird deutlich, wie tief AVAX gefallen ist. Vom Rekordhoch Ende 2021 bis zum Sommertief 2026 verlor der Token rund 95 Prozent. Diesen gesamten Abstieg zählt das Phantom als eine große, mehrteilige Korrektur. Deren letzter Abschnitt bildete einen sich verengenden Keil – ein Muster, das typischerweise am Ende einer Bewegung auftritt.

Das übergeordnete Szenario für AVAX

Mit dem Sommertief gilt diese Korrektur für ihn als abgeschlossen. Was folgt, ist aus seiner Sicht ein neuer Impuls, der AVAX über mehrere Etappen deutlich höher führen kann. Zwischenzeitliche Rücksetzer gehören ausdrücklich dazu. „Der erste Anstieg wird nicht der letzte sein, und die erste Korrektur danach auch nicht“, sagt er. Dazu passt die Lücke zwischen Chart und Fundamentaldaten: Während Institutionen auf die Chain drängten, ignorierte der Kurs das jahrelang. Solche Lücken bleiben selten dauerhaft offen.

AVAX auf dem Prüfstand: Wo die These des Phantoms kippt 

Bedingungslos ist die Einschätzung nicht. Nach 50 Prozent in einer Woche notiert der Kurs weit über seinen gleitenden Durchschnitten, ein Rücksetzer wäre normal. Entscheidend ist für das Phantom das Tief, aus dem der aktuelle Anstieg gestartet ist. „Dieses Tief darf nicht mehr unterschritten werden. Passiert das, ist der Impuls invalidiert, und ich muss meine Sicht überdenken“, sagt er. „Alles darüber ist bullisch.“ Für den Ernstfall hält er ein klar definiertes Alternativszenario bereit.

Auch fundamental bleibt ein Restrisiko. Die NYSE hat Avalanche getestet, aber nicht ausgewählt; die geplante Plattform soll mehrere Netzwerke unterstützen. Bleibt der Zuschlag aus, fehlt ein Teil der Fantasie. Dazu kommt die Abhängigkeit vom Gesamtmarkt: Dreht Bitcoin nachhaltig nach unten, geraten auch die stärksten Altcoins unter Druck. Wer in AVAX eine eigenständige Story sieht, sollte diese Korrelation im Hinterkopf behalten.

Bleibt die Struktur intakt, hat Avalanche aus Sicht des Phantoms alles, was ein Comeback braucht. Eine abgeschlossene Korrektur, ein frisches Indikatorsignal, ein Katalysator von der Wall Street. Für ihn ist das der Anfang einer längeren Geschichte.

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Hinweis: Die in diesem Beitrag geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die persönliche Meinung des interviewten Analysten und der Redaktion zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Sie stellen keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine sonstige Empfehlung dar und ersetzen keine individuelle Beratung. Alle Angaben ohne Gewähr. Wertpapiere und Rohstoffe unterliegen Kursschwankungen, die zu Verlusten bis hin zum Totalverlust führen können. Jede Anlageentscheidung erfolgt auf eigene Verantwortung.

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