Volkswagen-Aktie taumelt: Gewinn und Umsatz brechen ein
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Volkswagen-Aktie taumelt: Gewinn und Umsatz brechen ein

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Carlo Schmid

„Der Volkswagen-Konzern hat sich in einem extrem herausfordernden Umfeld wirtschaftlich behauptet“, betonte CEO Oliver Blume bei der Präsentation der jüngsten VW-Quartalsergebnisse Ende dieser Woche. Inmitten eines globalen Marktes, der von Handelskonflikten und politischen Unsicherheiten geprägt ist, steht Volkswagen vor der Herausforderung, seine Position als einer der führenden Automobilhersteller der Welt zu verteidigen. Steigende US-Zölle und ein intensiver Wettbewerb setzen dem Unternehmen immer heftiger zu. Die Quartalszahlen litten nun deutlich.

Zölle belasten VW: Gewinn und Umsatz brechen ein

Der Gewinn von Volkswagen sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um deutliche 36.3 Prozent auf 2.29 Milliarden Euro. Diese Entwicklung ist vor allem auf die gestiegenen US-Importzölle, Umstrukturierungsmaßnahmen und die geringeren Gewinnspannen bei Elektromodellen zurückzuführen. Der Betriebsgewinn des Konzerns fiel um knapp 30 Prozent auf 3.8 Milliarden Euro, während die Rendite von 6.5 Prozent im Vorjahr auf 4.7 Prozent schrumpfte. Der Umsatz lag mit 80.8 Milliarden Euro um drei Prozent unter dem Vorjahreswert.


Die VW-Aktie knabbert an der 100-Euro-Marke, sollte aber schon bald wieder nach unten drehen, um die aktuelle Korrektur abzuschließen.
Verantwortlich für das schwache Quartal machte die Unternehmensführung vor allem Trumps harte Handelspolitik. Die Belastungen durch die US-Zölle summierten sich allein seit April auf 1.3 Milliarden Euro. Finanzchef Arno Antlitz verwies zudem auf Herausforderungen durch Restrukturierungsprogramme. Diese Maßnahmen umfassen Sparprogramme und den Abbau Tausender Stellen. Trotz dieser Belastungen lag die Rendite vor den Zöllen am oberen Ende der Erwartungen. „Doch am Ende zählt das Geld, was tatsächlich in der Kasse ankommt“, erklärte Antlitz. 

Die teuren Marken Porsche und Audi schnitten im Tagesgeschäft schlecht ab, und in China verdiente der Konzern erneut deutlich weniger. Diese Entwicklungen trugen ebenfalls zur angespannten finanziellen Lage bei. Auch für das laufende Jahr erwartet Volkswagen aufgrund der US-Zölle und der Schwäche bei Porsche und Audi einen geringeren Gewinn. Der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz wird voraussichtlich nur noch zwischen vier und fünf Prozent liegen, während zuvor 5.5 bis 6.5 Prozent erwartet wurden.

Volkswagen stutzt Prognosen zusammen

Volkswagen hat auch seine Umsatzprognose für das Jahr 2025 angepasst. Konzernchef Oliver Blume erwartet nun, dass die Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres bleiben werden, anstatt, wie zuvor erwartet, um bis zu fünf Prozent zu steigen. Blume betonte, dass der Konzern trotz der makroökonomischen Schwierigkeiten resilient bleibe und hob den Erfolg neuer Produkte sowie die Fortschritte bei Design, Technologien und Qualität hervor.


Ist das nächste Tief erreicht, kann für Volkswagen ein neuer, mehrteiliger Aufwärtstrend beginnen. Der jahrelange Bärenmarkt sollte dann erstmal vorbei sein.
Für die kommenden Jahre plant Volkswagen, seine solide Finanzierungs- und Liquiditätspolitik fortzusetzen. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile wird 2025 voraussichtlich zwischen 31 und 33 Milliarden Euro liegen. Die zukünftige Entwicklung der US-Zölle bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor. Sollte der Zollsatz von derzeit 27.5 Prozent gesenkt werden, könnte dies die finanzielle Situation des Unternehmens verbessern. 

Volkswagen sieht sich weiterhin mit Herausforderungen durch politische Unsicherheiten, Handelsbeschränkungen und geopolitische Spannungen konfrontiert. Die steigende Wettbewerbsintensität und volatile Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkte stellen zusätzliche Risiken dar. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Unternehmen optimistisch und plant, seine Position in der Elektromobilität weiter auszubauen. Oliver Blume betonte: „Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt. Getragen von unserer fortgeführten Produktoffensive und einer konstant guten Nachfrage erwarten wir, dass sich der positive Trend im zweiten Halbjahr fortsetzt.“

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