US-Newsflash: Angst vor US-Rezession, Trump fliegt aus WLFI-Firma
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US-Newsflash: Angst vor US-Rezession, Trump fliegt aus WLFI-Firma

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Carlo Schmid

Rezessionsangst nach größter Job-Revision aller Zeiten

Die US-Wirtschaft hat deutlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als gedacht: Laut einer Revision des Bureau of Labor Statistics wurden in den zwölf Monaten bis März 2025 rund 911 000 Jobs weniger gemeldet als zunächst angegeben – die größte Korrektur seit mindestens 20 Jahren. Im August kamen zudem nur 22 000 neue Stellen hinzu, im Schnitt waren es in den letzten drei Monaten lediglich 29 000. Damit zeigt sich ein spürbarer Abschwung am Arbeitsmarkt, der die Sorge vor einer Rezession verstärkt.

Die Zahlen haben für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt, denn schwaches Wachstum bei gleichzeitig hoher Inflation weckt Erinnerungen an sogenannte „Stagflation“. Darunter versteht man eine Wirtschaftslage, in der Preise weiter steigen, während die Konjunktur lahmt. Experten wie JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnten, dass die US-Wirtschaft deutlich an Schwung verliert. Für die US-Notenbank wird die Lage damit heikel: Senkt sie die Zinsen zu stark, könnte die Inflation weiter angeheizt werden, bleibt sie zu vorsichtig, droht eine tiefere Rezession.

Gericht: Trump kann Fed-Gouverneure nicht feuern

Ein Bundesrichter in Washington hat Präsident Donald Trump vorerst daran gehindert, die US-Notenbank-Gouverneurin Lisa Cook aus dem Amt zu entfernen. Cook, die wegen angeblicher Hypothekenbetrugs-Vorwürfe entlassen werden sollte, darf ihre Arbeit vorerst fortsetzen und könnte damit auch an der wichtigen Fed-Sitzung am 16. und 17. September teilnehmen, bei der über eine mögliche Zinssenkung abgestimmt wird. Das Justizministerium will die Entscheidung anfechten, am Ende könnte sogar der Supreme Court das letzte Wort haben.

Die Entscheidung ist mehr als ein persönlicher Erfolg für Cook. Sie berührt den Kern der Unabhängigkeit der Federal Reserve, also der US-Notenbank, die traditionell frei von politischem Druck arbeiten soll. Ihr Anwalt Abbe Lowell erklärte, das Urteil bestätige diese Unabhängigkeit und schütze zugleich die Stabilität des Finanzsystems. Hintergrund der Auseinandersetzung sind Vorwürfe, Cook habe Immobilien in mehreren Bundesstaaten fälschlich als Hauptwohnsitz angegeben, um günstigere Kreditkonditionen zu erhalten – ein Vorwurf, den sie zurückweist.

Trotz Trump-Zöllen: Apple will iPhone-Preise halten

Apple hat in Cupertino seine neue iPhone-Reihe vorgestellt und dabei die Preise trotz drohender Strafzölle von Ex-Präsident Donald Trump stabil gehalten. Der neue Star ist das „iPhone Air“, das mit einem schlankeren Design, einer leistungsstarken Batterie und dem A19-Prozessor kommt und ab 999 Dollar erhältlich ist. Auch die weiteren Modelle wie iPhone 17 und iPhone 17 Pro sowie neue AirPods Pro und eine Apple Watch mit Blutdruckmessung starten preislich auf dem Niveau der Vorgänger. Damit nimmt Apple milliardenschwere Zusatzkosten in Kauf.

Damit hat Apple laut Beobachtern ein deutliches Signal gesendet: Der Konzern sei bereit, einen Teil seiner Marge zu opfern, um im Wettbewerb mit Samsung, Google und chinesischen Herstellern attraktiv zu bleiben. Experten erklärten, dass Zölle – also zusätzliche Importabgaben – den Kaufpreis eigentlich spürbar hätten erhöhen können. Analysten sehen darin auch einen Versuch, Marktanteile zurückzugewinnen, vor allem in China, wo faltbare Smartphones boomen und Apple zuletzt schwächelte. Ein erstes faltbares Apple Smartphone wird frühestens im Jahr 2026 erwartet.

Abkehr von OpenAI? Microsoft nutzt Anthropic-KI

Microsoft hat begonnen, KI-Technologie des Konkurrenten Anthropic in seine Office-Programme wie Word, Excel, Outlook und PowerPoint einzubauen. Laut einem Bericht sollen die Modelle von Anthropic bestimmte Aufgaben, etwa Finanzfunktionen in Excel oder Präsentationen in PowerPoint, besser automatisieren als die von OpenAI. Microsoft bleibt zwar mit mehr als 13 Milliarden Dollar größter Investor von OpenAI, setzt aber nun zusätzlich auf eine breitere Mischung aus Partnern und eigenen KI-Entwicklungen.

Damit hat Microsoft seinen Kurs in der KI-Strategie erweitert: Auch wenn Microsoft die Zusammenarbeit mit OpenAI fortführt, testet das Unternehmen andere Optionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Besonders interessant ist, dass der Konzern über Amazon Web Services – einem Cloud-Konkurrenten – Zugang zu den Anthropic-Modellen erhält. „Cloud-Modelle“ sind KI-Systeme, die über Rechenzentren bereitgestellt werden und Millionen Nutzern gleichzeitig zur Verfügung stehen. „Frontier-Modelle“ wiederum bezeichnet man als besonders leistungsstarke KI-Modelle, die an der Spitze der aktuellen Entwicklung stehen. Hier plant Microsoft weiterhin, mit OpenAI zusammenzuarbeiten.

Whistleblower enthüllt: Meta stellt VR über Kindersicherheit

Vor einem US-Senatsausschuss haben zwei ehemalige Meta-Forschende schwere Vorwürfe gegen den Facebook-Konzern erhoben. Sie erklärten, Meta habe interne Untersuchungen eingestellt, die belegten, dass Kinder Virtual-Reality-Produkte nutzen und dort mit sexuellen Inhalten sowie Belästigungen in Kontakt kamen. Ex-Mitarbeiterin Cayce Savage berichtete sogar von Fällen, in denen Kinder in Metas VR-Welten bedroht oder zu Nacktfotos aufgefordert wurden. Das Unternehmen habe, so der Vorwurf, Gewinne über den Schutz Minderjähriger gestellt.

Die Enthüllungen haben für großes Aufsehen gesorgt. Meta wies die Anschuldigungen zurück und sprach von einem „falschen Narrativ“, das auf selektiven Dokumenten basiere. Doch die Vorfälle passen zu früheren Berichten, dass selbst Chatbots der Plattform problematische Gespräche mit Minderjährigen führten. Politikerinnen und Politiker sehen sich bestätigt, strengere Regeln wie den „Kids Online Safety Act“ durchzusetzen. Dieser Gesetzentwurf soll Kinder im Netz besser schützen, hängt aber seit Monaten im politischen Prozess fest.

Das war's schon mit dem US/Tech-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch.

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