US-Newsflash: Trump kauft Bitcoin, Elon Musk zurück in die Politik und Stromknappheit wegen KI
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US-Newsflash: Trump kauft Bitcoin, Elon Musk zurück in die Politik und Stromknappheit wegen KI

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Carlo Schmid

Trump Media kauft Bitcoin für zwei Milliarden Dollar

Trump Media hat am Montag bekannt gegeben, Bitcoin und verwandte Assets im Wert von zwei Milliarden US-Dollar gekauft zu haben. Die Aktie des Unternehmens legte daraufhin über fünf Prozent zu. Der Konzern – Betreiber von Truth Social und weiteren Trump-nahen Plattformen – will damit laut CEO Devin Nunes seine Strategie umsetzen, zu einem sogenannten Bitcoin Treasury zu werden. Zwei Drittel der gesamten Unternehmenswerte sollen jetzt in der Kryptowährung stecken.

Damit setzt Trump seine Krypto-Offensive fort: Erst kürzlich unterzeichnete er ein US-Gesetz zur Regulierung von Stablecoins, also digitalen Währungen, deren Wert fest an den US-Dollar gekoppelt ist. Außerdem möchte er über seine neue Plattform World Liberty Financial mit einem eigenen Stablecoin namens USD1 durchstarten. Die Strategie erinnert an Michael Saylor und dessen Firma MicroStrategy, die seit 2020 große Bitcoin-Bestände aufgebaut hat. Ziel solcher Bitcoin-Treasury-Strategien ist es, Unternehmen unabhängig vom klassischen Finanzsystem zu machen.

SpaceX warnt: Elon Musk könnte in die Politik zurückkehren

In aktuellen Investorenunterlagen hat SpaceX erstmals den Hinweis aufgenommen, dass Elon Musk künftig wieder politische Ämter übernehmen könnte. Konkret heißt es, Musk habe bereits als Berater unter Trump gearbeitet und könne erneut erhebliche Zeit und Energie in ähnliche Rollen stecken. Diese Warnung wurde im Rahmen eines Aktienrückkaufangebots formuliert – einem Dokument, das SpaceX mit einer Bewertung von rund 400 Milliarden US-Dollar ausweist. Damit zählt das Unternehmen zu den wertvollsten nicht börsennotierten Firmen weltweit.

Musk hatte sich zwar im Mai offiziell aus der Politik zurückgezogen und angekündigt, sich auf Tesla, xAI und SpaceX zu konzentrieren. Doch nach einem öffentlichen Streit mit Trump kündigte er im Juli überraschend an, eine eigene politische Partei gründen zu wollen. Die Warnung in den Papieren zeigt: Für Investoren bleibt Musks politisches Engagement ein Risikofaktor – denn politische Aktivitäten können seine Verfügbarkeit für operative Unternehmensführung einschränken.

KI-Sektor sorgt für Stromknappheit in den USA

In den USA hat der Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) zu einem drastischen Anstieg des Stromverbrauchs geführt. Laut einem neuen Bericht des Netzbetreibers Grid Strategies ist der Strombedarf so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Verantwortlich sind vor allem neue Rechenzentren von Tech-Konzernen wie Amazon, Microsoft und Google, die riesige Mengen Energie benötigen. Netzbetreiber und Versorger schlagen nun Alarm und fordern den schnellen Bau neuer Kraftwerke.

Der Energiebedarf der KI ist enorm: Moderne Rechenzentren verbrauchen teilweise so viel Strom wie ganze Städte. Der Ausbau erneuerbarer Energien kann derzeit nicht mithalten – und selbst neue Atomkraftwerke werden als Option diskutiert. Ohne neue Kapazitäten drohen in Zukunft Stromengpässe, höhere Preise und instabile Netze. Besonders kritisch: Viele geplante Datenzentren konzentrieren sich auf wenige Regionen, was die lokalen Netze vor Ort massiv unter Druck setzt.

Apple lockert AppStore-Regeln nach EU-Klage

Apple hat nach massivem Druck der EU-Kommission seine Regeln für den App Store in Europa geändert. Konkret dürfen Entwickler nun erstmals alternative Bezahlmethoden in ihren Apps bewerben. Ein Schritt, der zuvor strikt untersagt war. Die Entscheidung erfolgte kurz vor Ablauf einer Frist, die Apple täglich Millionenstrafen eingebracht hätte. Damit möchte das Unternehmen ein laufendes Verfahren unter dem neuen EU-Digitalgesetz Digital Markets Act abwenden.

Der Hintergrund: Die EU will mit dem Gesetz marktbeherrschende Plattformen zwingen, fairere Bedingungen für Wettbewerber zu schaffen. Apple stand dabei unter besonderer Beobachtung, weil es Entwicklern bislang hohe Gebühren für App-Transaktionen abverlangte und keine externen Zahlungswege erlaubte. Durch die neuen Regeln könnte der Druck auf andere Tech-Giganten wie Google steigen – und der App-Markt für Nutzer und Anbieter transparenter und günstiger werden.

Amazon kauft KI-Startup für Abhör-Armbänder

Amazon hat das kalifornische Startup Bee übernommen, das ein KI-Armband entwickelt, das Gespräche automatisch mitschneidet und in To-do-Listen oder Zusammenfassungen umwandelt. Die Übernahme wurde am Montag öffentlich, der Kaufpreis bleibt geheim. Das 50-Dollar-Gerät soll künftig mit Amazons Alexa-Umfeld zusammenarbeiten, mit lokal laufender Spracherkennung und laut Amazon mit einem Fokus auf Datenschutz.

Bee steht für einen Trend, der Sprachsteuerung und künstliche Intelligenz direkt ins Handgelenk bringen will, ganz ohne Internetverbindung. Das Armband verarbeitet Sprache lokal, was die Privatsphäre schützten soll und gleichzeitig schnelle Reaktionen ermöglicht. Amazon reagiert damit auf die Konkurrenz von Apple und Google und möchte sich laut eigenen Aussagen als Vorreiter im Markt für persönliche, datensparende KI-Wearables positionieren.

Das war's schon mit dem US- und Technologie-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch.

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