US-Newsflash: Trump kauft Anleihen und beschimpft Powell, Meta jagt Super-KI
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US-Newsflash: Trump kauft Anleihen und beschimpft Powell, Meta jagt Super-KI

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Carlo Schmid

„Too late Powell“: Trump fordert erneut Zinssenkung

Donald Trump hat den US-Notenbankchef Jerome Powell erneut scharf attackiert. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social warf er Powell vor, die US-Immobilienbranche „sehr stark“ zu belasten, da viele Menschen wegen hoher Zinsen keine Hypotheken mehr bekämen. Trump forderte deshalb eine kräftige Senkung der Leitzinsen. Die Attacke kommt kurz vor Powells Rede beim wichtigen Notenbanktreffen in Jackson Hole, das Anleger genau verfolgen werden, um Hinweise auf künftige Zinsschritte zu erhalten.

Hintergrund ist die anhaltende Diskussion über Inflation und Zinspolitik. Zwar liegt die Teuerung deutlich unter den Höchstständen der Pandemie, sie bewegt sich aber weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der Fed. Viele Investoren rechnen mit einer Zinssenkung um 0.25 Prozent im September. Weit weniger als die drastischen Schritte, die Trump fordert. Die Zinsen beeinflussen nicht nur Hypotheken, sondern auch Kredite für Unternehmen und den Staatshaushalt. Für Hauskäufer bleibt die Lage angespannt: Die 30-jährige Hypothek liegt mit rund 6.7 Prozent immer noch auf hohem Niveau.

US-Finanzminister Bessent: "Gute" Zollverhandlung mit China

US-Finanzminister Scott Bessent hat in einem TV-Interview erklärt, dass die aktuelle Zollregelung mit China aus Sicht der Regierung „ziemlich gut funktioniert“. Er betonte, die USA seien „sehr zufrieden“ mit dem Status quo, da China die größte Einnahmequelle bei den Zöllen sei. Bessent kündigte zudem an, dass es vor Ablauf der derzeitigen Zollpause im November wohl weitere Gespräche mit Peking geben werde. Präsident Trump will dabei auch ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping erreichen.

Die Aussage hat gezeigt, dass Washington seinen Konfrontationskurs gegenüber Peking zuletzt abgeschwächt hat, um den Weg für ein mögliches Handelsabkommen freizumachen. Im Juli hatte Trump eine geplante Erhöhung der Zölle um 90 Tage verschoben, nachdem beide Seiten gegenseitige Handelsbeschränkungen gelockert hatten, etwa bei wichtigen Rohstoffen wie seltenen Erden.

Meta, Qualcomm, Home Depot: Trump kauft Millionen-Anleihen

US-Präsident Donald Trump hat seit seiner Rückkehr ins Amt Anleihen im Wert von mindestens 103.7 Millionen Dollar gekauft. Laut einem Bericht des Weißen Hauses umfassten die 690 Transaktionen seit dem Tag nach seiner Amtseinführung sowohl Kommunalanleihen von Städten, Schulen und Flughäfen als auch Unternehmensanleihen großer US-Konzerne wie Qualcomm, Home Depot und Meta. Besonders auffällig: Trump tätigte die Käufe während seiner Amtszeit und meldete keinerlei Verkäufe.

Damit ist Trump der erste Präsident seit Einführung des Ethikgesetzes von 1978, der seine Vermögenswerte nicht in einen unabhängigen Treuhandfonds überführt hat. Stattdessen verwalten seine Söhne sein Firmenimperium weiter, das stark mit seiner Politik verflochten ist. Kritiker sehen mögliche Interessenkonflikte, da Trump parallel Unternehmen traf, die von seinen Zöllen und politischen Entscheidungen direkt betroffen sind. Sein Vermögen wird laut Bloomberg Billionaires Index auf 6.4 Milliarden Dollar geschätzt.

Jagd nach Super-KI: Meta baut KI-Division weiter aus

Meta hat seine neu gegründete KI-Abteilung erneut umgebaut und in vier Teams aufgeteilt. Laut einem internen Memo von Alexandr Wang, dem neuen Chief AI Officer und Ex-Chef von Scale AI, soll die neue Struktur die Arbeit an sogenannter „Superintelligenz“ beschleunigen. Die Bereiche heißen TBD Lab, FAIR, Products and Applied Research sowie MSL Infra. Sie decken von Grundlagenforschung über Produkte bis hin zu Infrastruktur alles ab. Entlassungen gab es keine, viele der jüngst teuer eingekauften KI-Experten wurden neu zugeordnet.

Damit hat Meta einen weiteren Schritt gemacht, um im Rennen mit Konkurrenten wie OpenAI und Google nicht ins Hintertreffen zu geraten. Unter „Superintelligenz“ versteht man KI-Systeme, die jegliche Aufgaben sogar besser als Menschen verstehen und erledigen können. Firmenchef Mark Zuckerberg hat angekündigt, Hunderte Milliarden Dollar in Talente und Technik zu investieren. Hintergrund sind massive Umbrüche in der KI-Landschaft: Meta hat mehrfach die Führung ausgetauscht und neue Teams gegründet, um Forschung und praktische Anwendungen schneller zusammenzubringen.

Wegen EU-Klage: Google ändert Gebührenmodell im Playstore

Google hat angekündigt, sein Gebührenmodell im Playstore in Europa grundlegend zu überarbeiten. Ab sofort dürfen App-Entwickler Nutzer auch außerhalb des Playstores zu Zahlungen weiterleiten. Ein Schritt, den die EU schon lange gefordert hatte. Statt der bisherigen 10 Prozent verlangt Google künftig nur noch 3 Prozent für die erste Transaktion, führt aber gleichzeitig ein gestaffeltes Gebührenmodell ein. Betroffen sind 30 europäische Länder, darunter auch Deutschland. Google betont allerdings, dass damit Sicherheitsrisiken für Android-Nutzer steigen könnten.

Die Änderungen hat Google nach Gesprächen mit der EU-Kommission beschlossen, die mit dem Digital Markets Act (DMA) strenge Regeln gegen Wettbewerbsverstöße eingeführt hat. Dieses Gesetz erlaubt Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Umsatzes und hat bereits Apple und Meta hunderte Millionen Euro gekostet. Für Google ist die Anpassung ein Versuch, weiteren Milliardenstrafen zuvorzukommen, nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit schon über 8 Milliarden Euro an EU-Bußgeldern zahlen musste.

Das war's schon mit dem US-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch!

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