US-Newsflash: OpenAI-Whistleblower tot, TikTok-Verbot, Microsoft setzt auf Nvidia-Chips
#Global Markets

US-Newsflash: OpenAI-Whistleblower tot, TikTok-Verbot, Microsoft setzt auf Nvidia-Chips

Author

Murat Örs

Auf dem US-Markt gedeihen die größten technischen Innovationen unserer Zeit. Mit dem Newsflash sind Sie stets über die neuesten Aktien-News und Investment-Geheimtipps informiert.

Microsoft ist Nvidias bester KI-Kunde

Microsoft ist im aktuellen Jahr der größte Abnehmer von Nvidia-Chips unter den Tech-Giganten. Das Unternehmen erwarb 485 000 Nvidia Hopper-Chips, mehr als doppelt so viele wie der nächstgrößte US-Kunde Meta. Diese Investition übertrifft auch chinesische Tech-Giganten wie die TikTok-Mutter Bytedance und den Internet-Konzern Tencent, die jeweils etwa 230 000 Chips bestellten. Microsofts aggressive Strategie zielt darauf ab, seine Azure-Cloud-Infrastruktur für KI-Dienste zu stärken und OpenAIss neueste Modelle zu trainieren. Mit Gesamtinvestitionen von 13 Milliarden US-Dollar in OpenAI unterstreicht Microsoft seine Entschlossenheit, der Konkurrenz in Sachen KI-Infrastruktur künftig weiter zu enteilen.

OpenAI-Whistleblower tot aufgefunden

Suchir Balaji, ein ehemaliger OpenAI-Mitarbeiter und Whistleblower, ist tot in seiner Wohnung in San Francisco aufgefunden worden. Balaji hatte Ende Oktober in einem Interview mit der führenden US-Zeitung New York Times schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber erhoben und behauptet, OpenAI habe Nutzerdaten veruntreut. Laut dem Informatiker soll der KI-Marktführer urheberrechtlich geschützte Informationen rechtswidrig zum Training für ChatGPT herangezogen haben. OpenAI selbst hatte die Vorwürfe damals entschieden dementiert und zeigte sich in einem Statement nun „erschüttert über die unglaublich traurige Nachricht“ von Balajis Tod. Der 26-jährige Balaji war schon Ende November von der Polizei gefunden worden, offiziell bekannt wurde der Fall vor wenigen Stunden. Die Gerichtsmedizin geht von einem Selbstmord aus.

TikTok vor dem Aus in den USA – Wende durch Trump?

TikTok kämpft in den USA ums Überleben: Bis zum 19. Januar 2025 muss die Video-App verkauft werden, sonst droht ein Verbot. Per Eilantrag hofft TikTok auf einen Aufschub durch den Obersten Gerichtshof. Präsident Biden könnte die Frist verlängern, wenn Verkaufsverhandlungen vorankommen, TikTok lehnt einen Eigentümerwechsel bisher ab. Eine Wende könnte Trumps Amtsantritt bringen. Trump hatte sich im Wahlkampf gegen ein Verbot ausgesprochen und signalisiert Gesprächsbereitschaft mit TikTok-Chef Shou Zi Chew. Hintergrund des Gesetzes ist die Sorge um nationale Sicherheit, da TikToks Mutterkonzern Bytedance in China ansässig ist. TikTok, das in den USA 170 Millionen Nutzer verzeichnet sieht im drohenden Verbot eine Verletzung der Redefreiheit und hat bereits erfolglos geklagt.

Bank of America warnt: Überhitzt der US-Aktienmarkt?

Professionelle Fondsmanager verlagern ihr Kapital in Rekordtempo von Barreserven in US-Aktien, was laut Bank of America ein Warnsignal für die Märkte darstellt. Der Kassenbestand liegt bei nur 3.9 Prozent – deutlich unter dem historischen Durchschnitt von etwa fünf Prozent. Gleichzeitig liegt die Aktienquote bei 51 Prozent, was nahe einem Allzeithoch ist. Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass Manager kurzfristig noch investieren und Gewinne mitnehmen wollen, bevor es ungemütlich wird. Eine Benchmark, also ein Vergleichswert für übliche Gewichtungen, zeigt, dass US-Aktien aktuell 36 Prozent übergewichtet sind. Solche Euphorie führte in der Vergangenheit zu Verlusten: Wenn Kassenbestände unter vier Prozent fielen, sanken globale Aktienkurse im Folgemonat durchschnittlich um 2.4 Prozent.

Gelungenes Microstrategy-Debüt im Nasdaq-100

Am gestrigen Montag hat die MicroStrategy-Aktie ihr vielbeachtetes Debüt im Nasdaq-100-Index gefeiert. Gemeinsam mit dem Datenanalyse-Riesen Palantir rückte Michael Salyors Software-Unternehmen in die Tech-Elite auf und sorgt dort als weltgrößter institutioneller Bitcoin-Investor für Aufsehen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters drückte sich die Beachtung des unkonventionellen Geschäftsmodells auch in Zahlen aus: Gleich am ersten Handelstag im Nasdaq-100 flossen elf Millionen Dollar von Kleininvestoren in die Aktie – dreimal so viel wie das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen in diesem Jahr. MicroStrategys Aktienwert hat sich seit Jahresbeginn dank der starken Bitcoin-Performance vervielfacht. Kritiker werfen Michael Saylor vor, ein Schneeballsystem aufzuziehen. Die Tech-Börse Nasdaq sieht das offenbar anders.

Walmart schielt mit Meituan-Partnerschaft nach China

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Lieferdienst-Giganten Meituan bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Walmarts E-Commerce-Geschäft in China zu beschleunigen, das bereits fast die Hälfte der Umsätze des Unternehmens im Land ausmacht. Alle Walmart-Filialen in China sind nun auf Meituans Plattform gelistet, was eine sofortige Lieferung von Lebensmitteln und anderen Waren ermöglicht. Meituan verspricht dabei Lieferungen "innerhalb von 30 Minuten, jederzeit und überall". Diese Partnerschaft folgt Walmarts Verkauf seiner Anteile an JD.com im August für 3.7 Milliarden Dollar. Experten sehen darin einen klugen Schachzug, da Meituan der bevorzugte Anbieter für Schnelllieferungen in China ist. Walmart stärkt damit seine Position im wettbewerbsintensiven chinesischen E-Commerce-Markt.

Das war’s schon mit dem US-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

Author

Murat Örs

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.