Salesforce kauft Informatica für 8 Milliarden Dollar
Das US-Softwareunternehmen Salesforce hat am Dienstag bekannt gegeben, dass es den Datenmanagement-Anbieter Informatica für rund 8 Milliarden Dollar übernehmen wird. Mit diesem Schritt möchte Salesforce sich im wachsenden Markt für Künstliche Intelligenz besser aufstellen. Der Deal ist die größte Übernahme des Unternehmens seit dem Kauf des Instant-Messaging-Dienstes Slack im Jahr 2021. Salesforce zahlt dafür 25 Dollar pro Informatica-Aktie – ein Aufschlag von 30 Prozent auf den Schlusskurs vor Bekanntwerden der Verhandlungen.
Informatica ist bekannt für Softwarelösungen, mit denen Firmen ihre Daten effizient verwalten und für KI-Anwendungen aufbereiten können. Salesforce will mit dem Zukauf laut eigenen Aussagen seine Position im Geschäft mit generativer KI stärken. Analysten sehen darin einen wichtigen Schritt, um mit Konkurrenten wie Microsoft und Google mitzuhalten. Der Deal soll im nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen werden und könnte laut Salesforce bereits ab dem zweiten Jahr die Gewinnmargen verbessern.
Apple bringt neue Gaming-App
Apple hat angekündigt, in den kommenden Tagen eine neue Gaming-App für iPhone, iPad, Mac und Apple TV zu veröffentlichen. Die App wird als zentrale Plattform für Spiele, Bestenlisten und Kommunikation dienen und soll das bisherige Game Center ersetzen. Gleichzeitig bietet die App redaktionelle Inhalte zu neuen Spielen, Zugriff auf den App-Store-Games-Bereich und auf den Abo-Dienst Arcade. Laut Bloomberg plant Apple, die App am 9. Juni vorzustellen als Teil eines größeren Updates, das viele neue Funktionen für alle Apple-Geräte mitbringen wird.
Interessant ist der Zeitpunkt, da Nintendo am 5. Juni die neue Switch 2-Konsole auf den Markt bringt. Apple wird die neue App also nur wenige Tage später veröffentlichen, was als Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz im Gaming-Bereich gesehen werden kann. Für Apple ist Gaming bereits ein wichtiger Umsatzbringer, etwa zwei Drittel der App-Store-Einnahmen stammen aus Spielen und In-App-Käufen.
Trump sieht Fortschritte in EU-Handelsgesprächen
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag betont, dass es positive Fortschritte bei den Handelsgesprächen mit der EU gebe. Nachdem er letzte Woche angedroht hatte, 50-prozentige Zölle auf europäische Waren einzuführen, will er diese bis zum 9. Juli verschieben. Er erklärte auf seiner Plattform Truth Social, dass die EU „schnell Termine für Treffen vereinbart“ habe. Europas Börsen reagierten mit leichten Kursgewinnen, auch die US-Märkte legten zu.
Für die EU sind die Gespräche von großer Bedeutung, da der Handel mit den USA für viele europäische Unternehmen existenziell ist. Die EU-Kommission kündigte an, dass sie bereit sei, die Verhandlungen „zügig und entschlossen“ voranzutreiben. Ein Scheitern könnte jedoch zu neuen Zöllen und Handelskonflikten führen. Für beide Seiten ein Risiko.
USA stoppt Chevrons Ölgeschäfte in Venezuela
Die US-Regierung hat am Dienstag angekündigt, dass sie Chevrons Lizenz zur Ölförderung in Venezuela nicht verlängern wird. Laut dem Außenministerium soll der Schritt verhindern, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro weiter von den Einnahmen profitiert. Die Entscheidung fiel trotz Lobbying von Chevron, das mehr als ein Viertel der venezolanischen Ölförderung übernimmt. Damit endet am 27. Mai offiziell die bisherige Ausnahmegenehmigung für Chevron in dem krisengeschüttelten Land.
Für Venezuela hat diese Entscheidung weitreichende Folgen. Das südamerikanische Land besitzt die größten nachgewiesenen Ölvorkommen der Welt, kämpft aber mit politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen. Die US-Regierung will durch die Sanktionen Druck auf Maduro ausüben, um politische Veränderungen zu erreichen. Beobachter erwarten, dass China als enger Partner Venezuelas von Chevrons Rückzug profitieren könnte.
Elon Musks Starship-Rakete explodiert erneut
Der neunte Testflug der Starship-Rakete von SpaceX ist am Dienstag fehlgeschlagen. Nach dem Start von der Starbase in Texas kam es durch ein Leck zu einem Kontrollverlust. Die obere Stufe der Rakete geriet ins Trudeln und zerbrach offenbar über dem Indischen Ozean. SpaceX bestätigte, dass der Flug etwa 30 Minuten nach dem Start nicht mehr unter Kontrolle war.
Tesla Gründer Elon Musk schrieb auf X: „Starship hat es bis zur planmäßigen Triebwerksabschaltung geschafft, also eine große Verbesserung gegenüber dem letzten Flug! Lecks haben den Druckverlust im Haupttank während der Küsten- und Wiedereintrittsphase verursacht. Viele gute Daten zum Auswerten.“ Damit ist es bereits der dritte Testflug in diesem Jahr, der gescheitert ist. SpaceX, gegründet von Musk im Jahr 2002, verfolgt mit dem Starship das Ziel, wiederverwendbare Raketen zu entwickeln, um bemannte Flüge zum Mond und Mars zu ermöglichen und die Raumfahrt insgesamt günstiger zu machen.







