BlackRock übernimmt Häfen in Panama
BlackRock übernimmt strategische Häfen am Panama-Kanal. Ein von BlackRock geführtes Konsortium hat sich mit CK Hutchison Holdings, einem in Hongkong ansässigen Infrastruktur- und Logistikkonzern, auf den Kauf der Häfen Balboa und Cristobal geeinigt. Der Deal umfasst eine 90-prozentige Beteiligung an der Panama Ports Company und hat einen Gesamtwert von rund 23 Milliarden US-Dollar.
Neben den Panama-Häfen wechseln 43 weitere Häfen in 23 Ländern den Besitzer. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung der panamaischen Regierung. Die Übernahme erfolgt vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen zwischen den USA und China um die Kontrolle kritischer Infrastruktur.
Microsoft stellt Skype nach 21 Jahren ein
Microsoft beendet den Betrieb von Skype. Der Videotelefonie-Dienst, 2003 gegründet und 2011 für 8.5 Milliarden US-Dollar von Microsoft übernommen, wird im Mai 2025 eingestellt. Nutzer sollen zu Microsoft Teams wechseln, das sich in den vergangenen Jahren als führende Kommunikationsplattform im Microsoft-Universum etabliert hat.
Skype verlor Marktanteile an Konkurrenten wie Zoom und WhatsApp von Meta, insbesondere seit der Pandemie. Die monatlichen Nutzerzahlen sanken auf 30 Millionen. Mit der Einstellung setzt Microsoft seinen Kurs fort, unrentable Produkte zu streichen, wie es bereits beim Internet Explorer und dem Windows-Media-Player der Fall war, um Ressourcen auf strategisch wichtigere Plattformen zu konzentrieren.
USA stoppen Chevrons Ölimporte aus Venezuela
Die US-Regierung hat den weltweit operierenden Energiekonzern Chevron angewiesen, seine Ölexporte aus Venezuela bis zum 3. April einzustellen. Die Entscheidung, die gestern bekannt gegeben wurde, widerruft eine Lizenz aus 2022, die Exporte in die USA ermöglicht hatte. Begründet wird der Schritt mit mangelnden Fortschritten der Maduro-Regierung bei Wahlreformen und der Rückführung von Migranten.
Chevron exportierte zuletzt rund 252 000 Barrel pro Tag aus Venezuela, was 25 Prozent der dortigen Ölproduktion ausmachte. Die Maßnahme könnte die venezolanische Wirtschaft weiter destabilisieren, da Ölexporte 70 Prozent der Staatseinnahmen ausmachen und zu steigenden Preisen für Schweröl an der US-Golfküste führen.
Honeywell mit Milliarden-Deal
Der Technologie-Mischkonzern Honeywell aus New Jersey übernimmt den Pumpen- und Kompressorenhersteller Sundyne für 2.16 Milliarden US-Dollar von der Private-Equity-Firma Warburg Pincus. Die gestern angekündigte Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Sundyne, mit Hauptsitz in Colorado und rund 1000 Mitarbeitern, produziert Spezialausrüstung für Raffinerien, Petrochemie und erneuerbare Energien.
Die Übernahme stärkt Honeywells Geschäftsbereich für Energie- und Nachhaltigkeitslösungen und erweitert das Ersatzteil- und Servicegeschäft, das bereits 40 Prozent von Sundynes jährlichem Umsatz ausmacht. Die Akquisition erfolgt im Vorfeld der geplanten Aufspaltung von Honeywell in drei eigenständige Unternehmen bis 2026.
Warner Bros. setzt auf milliardenschwere Franchises
Warner Bros. Games strukturiert sein Geschäft um und konzentriert sich künftig auf vier Franchises, die jeweils über eine Milliarde US-Dollar Umsatz erzielt haben: Hogwarts Legacy, Mortal Kombat, Game of Thrones und Batman. Hintergrund sind hohe Verluste durch Fehlschläge wie Suicide Squad: Kill the Justice League, das einen Verlust von 200 Millionen US-Dollar verursachte.
Im Zuge der Neuausrichtung wurden mehrere Studios geschlossen, darunter Monolith Productions. Das Harry-Potter-Franchise Hogwarts Legacy bleibt mit über 30 Millionen verkauften Einheiten der wichtigste Umsatztreiber. Eine Fortsetzung des Spielehits ist bereits in Entwicklung.
Goldman Sachs streicht über 1300 Stellen
Goldman Sachs plant, mehr als 1300 Mitarbeiter zu entlassen, was etwa drei Prozent der Belegschaft entspricht. Die Kürzungen sind Teil der jährlichen Leistungsüberprüfung. CEO David Solomon begründete den Schritt mit einer Überbesetzung in dieser Position.
Die Bank verzeichnete 2024 einen Gewinn von 14 Milliarden US-Dollar, dennoch werden die Kosten gesenkt. Parallel dazu investiert Goldman Sachs verstärkt in Technologie und Automatisierung, um langfristig effizienter zu arbeiten. Goldman Sachs plant trotz der Kürzungen weitere gezielte Neueinstellungen.
Das war’s schon mit dem US-Newsflash. Weiter geht’s, wie gewohnt, am nächsten Mittwoch.






