Rigetti wächst um 185 Prozent: Startet die Quanten-Wette?
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Rigetti wächst um 185 Prozent: Startet die Quanten-Wette?

Author

Muriel Ayari

Das Wichtigste in Kürze:

  • Rigetti Computing steigert den Umsatz um 185.3 Prozent auf 5138 Millionen US-Dollar.
  • Das EPS von -0.05 US-Dollar trifft die Analystenschätzung exakt.
  • Einer Liquidität von 541 295 Millionen US-Dollar stehen null US-Dollar Schulden gegenüber.

Q2 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz$5.138M$5.13M
EPS-$0.05-$0.05
Vor-Ort-Novera-QPU- und SystemlieferungenNicht separat ausgewiesenNicht verfügbar
Cloud-ZugangNicht separat ausgewiesenNicht verfügbar
Nationale Laboratorien und UniversitätenNicht separat ausgewiesenNicht verfügbar

Rigetti Computing übertrifft Umsatzprognose im zweiten Quartal 2026

Rigetti Computing erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 5138 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 5130 Millionen US-Dollar knapp um 0008 Millionen beziehungsweise 8000 US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal stiegen die Erlöse um 185.3 Prozent. Haupttreiber waren Vor-Ort-Lieferungen von Novera-QPUs und Quantensystemen sowie nicht wiederkehrende Cloud-Umsätze.

Das für den Konsens maßgebliche EPS lag bei -0.05 US-Dollar. Damit traf Rigetti Computing die Erwartung von -0.05 US-Dollar exakt. Die Abweichung betrug 0.00 US-Dollar. Im Jahresvergleich verschlechterte sich das EPS um 25.0 Prozent. Auf GAAP-Basis belief sich der unverwässerte und verwässerte Verlust je Aktie jeweils auf 0.16 US-Dollar. Der Nettoverlust erreichte 52 606 Millionen US-Dollar, während der Non-GAAP-Nettoverlust von 13.3 Millionen auf 15 984 Millionen US-Dollar zunahm. Zinserträge von 5058 Millionen US-Dollar konnten den sonstigen Nettoaufwand von 24 544 Millionen US-Dollar nur teilweise abfedern.

Systemlieferungen und Cloud-Zugang im Fokus

Das wichtigste operative Wachstumsfeld waren Vor-Ort-Lieferungen von Novera-QPUs und Systemen. Rigetti Computing weist dafür jedoch keinen separaten Ist-Umsatz aus. Auch eine Analystenschätzung und eine Vorjahresveränderung sind nicht verfügbar. Gleiches gilt für den Cloud-Zugang. Die breitere Nutzung über Rigetti QCS, Amazon Braket, Microsoft Azure Quantum und qBraid stärkt zwar die Reichweite, der Umsatzsprung beruhte aber vor allem auf Hardware- und Systemabnahmen.



Die Kundenbasis erweiterte sich um einen großen japanischen Mischkonzern, während die Zusammenarbeit mit der University of Saskatchewan fortgesetzt wurde. Technologisch erreichte der 108-Qubit-Prozessor Cepheus-eins eine mediane Zwei-Qubit-Gattertreue von rund 99.1 Prozent bei Gatterzeiten von 60 Nanosekunden. Das 36-Qubit-System kam auf 99.6 Prozent. Die Chiplet-Architektur bildet zugleich die Grundlage für Systeme mit mehr als 1000 Qubits. Diese Fortschritte sind entscheidend, damit aus einzelnen Lieferungen langfristig wiederkehrende Aufträge entstehen können.

Analyse für Rigetti Computing

Die Ergebnisqualität bleibt trotz des Umsatzwachstums angespannt. Der Bruttogewinn betrug 2188 Millionen US-Dollar bei Umsatzkosten von 2950 Millionen US-Dollar. Daraus ergab sich eine Bruttomarge von 42.6 Prozent. Gleichzeitig lag die operative Marge bei -546.2 Prozent. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben stiegen um 53 Prozent auf 20 728 Millionen US-Dollar, während die Vertriebs- und Verwaltungskosten 9522 Millionen US-Dollar erreichten. Insgesamt beliefen sich die operativen Aufwendungen auf 30 250 Millionen US-Dollar und der operative Verlust auf 28 062 Millionen US-Dollar.

In den ersten sechs Monaten lag der operative Cashflow bei -31 993 Millionen US-Dollar und damit 7.3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der freie Cashflow sank um 27.2 Prozent auf -48 397 Millionen US-Dollar. Positiv ist die Bilanz: Rigetti Computing verfügte über 541 295 Millionen US-Dollar an Barmitteln und Anlagen bei null US-Dollar Schulden. Den Vermögenswerten von 648 233 Millionen US-Dollar standen Verbindlichkeiten von 110 799 Millionen US-Dollar und Eigenkapital von 537 434 Millionen US-Dollar gegenüber.

Elliot-Wellen-Analyse Chart

Ausblick und Prognose

Für das nächste Quartal ist keine Finanzprognose verfügbar. Damit fehlen Anlegern konkrete Zielwerte für Umsatz, Margen und Verlustentwicklung. Rigetti Computing hält jedoch an drei für 2026 vorgesehenen Systemlieferungen fest. Deren Zeitpunkt und Abnahme dürften wegen des projektbasierten Geschäfts erheblichen Einfluss auf die Quartalsumsätze haben.

Zusätzliche langfristige Sichtbarkeit könnte eine Absichtserklärung mit dem US-Handelsministerium schaffen. Sie sieht potenziell bis zu 100 Millionen US-Dollar über drei Jahre für Forschung an Prozessoren, Steuerelektronik und Multi-Chip-Skalierung vor. Die erweiterte Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise und dem Pittsburgh Supercomputing Center soll zudem hybride quantenklassische Anwendungen voranbringen. Für Analysten und Investoren bleiben neben neuen Aufträgen vor allem Gattertreue, Fertigung, Kühlung und Skalierbarkeit entscheidend. Die hohe Liquidität finanziert diese Meilensteine, doch ohne klaren Margenpfad dürfte die Aktie sensibel auf Lieferverzögerungen und weiter steigende Entwicklungskosten reagieren.

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Rigetti Computing, Inc. Fundamentaldaten - Jahresabschlüsse

  

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