Thyssenkrupp wieder in der Gewinnzone – Ausblick enttäuscht
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Thyssenkrupp wieder in der Gewinnzone – Ausblick enttäuscht

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Arcan Askin
  • Thyssenkrupp erzielt im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn, der jedoch stark von Sondereffekten geprägt ist.
  • Der Ausblick für 2026 ist negativ, mit erwarteten Verlusten und einem negativen Cashflow.
  • Hohe Kosten für den Konzernumbau und eine schwache Marktlage belasten die Zukunftsaussichten.

 

Thyssenkrupp wieder in der Gewinnzone – Ein trügerisches Bild?

Nach einem schmerzhaften Milliardenverlust im Vorjahr konnte Thyssenkrupp für das Geschäftsjahr 2024/25 einen Gewinn von 532 Millionen Euro ausweisen. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das positive Ergebnis als stark von Sondereffekten getrieben. Eine Neubewertung der Beteiligung am ehemaligen Aufzuggeschäft TK Elevator und der Verkauf einer indischen Spezialstahl-Tochter spülten über 1.2 Milliarden Euro in die Kassen und überdeckten die operativen Schwächen. Der Umsatz des Konzerns war angesichts der schwachen Konjunktur und sinkender Stahlpreise um sechs Prozent auf 32.8 Milliarden Euro rückläufig.

Der Schock-Ausblick und die Gründe für die Misere

Die eigentliche Hiobsbotschaft folgte mit der Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26. Statt einer Fortsetzung des positiven Trends rechnet das Management mit einem erneuten Verlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro und einem negativen Free Cashflow von bis zu 600 Millionen Euro. Diese Ankündigung traf die Börse unvorbereitet und ließ den Aktienkurs umgehend um fast zehn Prozent einbrechen.

 

Der Hauptgrund für den verhaltenen Ausblick sind die hohen Kosten des tiefgreifenden Konzernumbaus. Insbesondere in der Stahl- und der Automobilsparte fallen erhebliche Restrukturierungsaufwendungen an, die das Ergebnis belasten. Hinzu kommt eine anhaltend schwache Nachfrage und ein schwieriges Marktumfeld, das kaum Raum für Optimismus lässt.

Ein Konzern im permanenten Krisenmodus

Für Investoren bleibt Thyssenkrupp ein Sanierungsfall mit ungewissem Ausgang. Der Konzern befindet sich seit Jahren in einem schmerzhaften Transformationsprozess, der von Stellenabbau, Spartenverkäufen und strategischen Neuausrichtungen geprägt ist. Die starke Abhängigkeit vom zyklischen Stahlgeschäft, hohe Produktionskosten in Deutschland und der massive Konkurrenzdruck aus Asien sind strukturelle Probleme, die sich nicht über Nacht lösen lassen.

 

Die Rückkehr zu nachhaltiger Profitabilität ist noch in weiter Ferne, und der Weg dorthin bleibt steinig und mit hohen Risiken behaftet. Die Anleger müssen sich auf weitere volatile Zeiten einstellen, bevor sich abzeichnet, ob der radikale Umbau den Konzern tatsächlich in eine stabile Zukunft führen kann.

FAQ

Warum geht es Thyssenkrupp schlecht?

Thyssenkrupp leidet unter einer Kombination aus strukturellen Problemen wie hohen Kosten und einer starken Abhängigkeit vom zyklischen Stahlgeschäft sowie einer anhaltenden Marktschwäche. Die globale Stahlkrise mit Überkapazitäten und Billigimporten aus Asien verschärft die Situation zusätzlich und macht einen profitablen Betrieb schwierig.

Wie viele Standorte hat thyssenkrupp?

Thyssenkrupp ist ein global agierender Konzern mit einem weltweiten Netzwerk von rund 800 Standorten in 48 Ländern. Die genaue Zahl der Standorte unterliegt durch den laufenden Umbau und den Verkauf von Unternehmensteilen jedoch ständigen Veränderungen.

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Arcan Askin

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