Am Montag kam es in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald zu einem massiven Netzausfall. Ursache waren Abrissarbeiten an einem Einkaufsmarkt in Groß Köris, bei denen mehrere Glasfaserkabel der Telekom beschädigt wurden. Neben Glasfaserleitungen wurden auch Ortsverbindungskabel zerstört, was die Störung zusätzlich verschärfte. Betroffen sind insbesondere die Orte Storkow und Münchehofe.
Die Telekom begann nach eigenen Angaben umgehend mit den Reparaturarbeiten. Dennoch war zum Zeitpunkt der Berichterstattung unklar, wie lange die Beeinträchtigungen andauern würden. Besonders betroffen waren Berufstätige im Homeoffice sowie der Einzelhandel, da Kartenzahlungen teils nicht mehr möglich waren.
Was Betroffene der Telekom-Störung tun können
Kundinnen und Kunden, die von der aktuellen Netzstörung betroffen sind, können folgende Schritte unternehmen:
• Störung melden und Status prüfen: Die Telekom bietet auf ihrer Website die Möglichkeit, Störungen zu melden und den aktuellen Status einzusehen.
• Selbsthilfe-Maßnahmen ergreifen: Es empfiehlt sich, den Router neu zu starten oder die Verbindung über mobile Daten herzustellen, um kurzfristig online zu bleiben.
• Kontakt zum Kundenservice aufnehmen: Bei anhaltenden Problemen kann der Kundenservice unter der kostenlosen Hotline 0800 330 1000 kontaktiert werden.
• Entschädigungsansprüche prüfen: Sollte die Störung länger als drei Kalendertage andauern, besteht möglicherweise ein Anspruch auf eine pauschale Entschädigung.
Die Telekom arbeitet nach eigenen Aussagen mit Hochdruck an der Behebung der Störung und informiert betroffene Kunden über den Fortschritt der Reparaturarbeiten.
Warum steigt die Telekom-Aktie nicht?
Parallel zur technischen Störung geriet die Telekom Aktie ins Hintertreffen. Mit einem Minus von 0.71 Prozent belegte die Aktie am Montag nur einen hinteren Platz im DAX. Während der deutsche Leitindex insgesamt leicht zulegen konnte, notierte die Telekom-Aktie anderthalb kurz vor Handelsschluss unter 31 Euro, der letzte Tageschluss war etwas darüber gelegen. Gute zehn Prozent unter ihrem 52-Wochenhoch setzt die Aktie damit eine bereits seit einiger Zeit bestehende Schwächephase fort.
Die Telekom-Aktie hat nach einer rund zwölfmonatigen Rallye zuletzt deutlich abverkauft. Zeitnah rechnen wir mit einer langen Korrektur.
Trotz starker Marktstellung und solider Fundamentaldaten gelingt es der Telekom-Aktie derzeit nicht, ihren steilen Anstieg von gut 70 Prozent fortzusetzen, den sie von April 2024 bis Anfang März 2025 hingelegt hatte. Einer der Gründe für die aktuelle Durststrecke liegt in der allgemeinen Unsicherheit über die Wachstumsperspektiven im europäischen Telekommunikationsmarkt. Hinzu kommen hohe Investitionskosten für den Netzausbau, die auf die Gewinnmargen drücken.
Telekom-Aktie jetzt kaufen?
Die Deutsche Telekom bleibt ein solides Unternehmen mit starker Marktstellung und attraktiver Dividendenrendite. Dennoch sind kurzfristige Unsicherheiten nicht von der Hand zu weisen. Hohe Investitionskosten, aktuelle Störungen im Netz und ein schwieriges Marktumfeld könnten das Vertrauen an der Börse belasten. Langfristig orientierte Anleger könnten von der Stabilität und den Wachstumsperspektiven im Bereich Glasfaser und 5G profitieren.
Kurzfristig erscheint jedoch Vorsicht angebracht. Denn laut unserer Analyse hat die Telekom-Aktie im aktuellen Anstieg noch etwas Platz nach oben, sollte aber schon bald in eine lange Korrekturbewegung übergehen. Diese Korrektur könnte mittelfristig zurück in Richtung der runden 10€-Marke führen und dort neue Kaufmöglichkeiten bieten. Eine fundierte Einschätzung zur Telekom-Aktie sowie allen weiteren DAX-Unternehmen bieten wir im DAX40-Paket. Dort werden Chancen und Risiken der einzelnen Aktienkurse regelmäßig analysiert und übersichtlich aufbereitet – inklusive konkreter Zielzonen für mögliche Ein- und Ausstiege.




