Startschuss für die Altcoin-Season? Fed-Chef Powell will straffe Geldpolitik beenden
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Startschuss für die Altcoin-Season? Fed-Chef Powell will straffe Geldpolitik beenden

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Arcan Askin

Die wichtigsten Punkte

Fed-Chef Jerome Powell hat in einer richtungsweisenden Rede das nahende Ende der straffen Geldpolitik (Quantitative Tightening, QT) angekündigt und damit die Märkte elektrisiert. Die US-Notenbank, die ihre Bilanz seit 2022 um 2.2 Billionen Dollar reduziert hat, könnte schon "in den kommenden Monaten" den Geldhahn wieder aufdrehen. Für den Krypto-Markt ist das der potenzielle Startschuss für eine neue Altcoin-Season. Mehr Liquidität bedeutet mehr Risikoappetit – und das Geld fließt erfahrungsgemäß zuerst in die kleineren, volatileren Coins.

Das Ende der Dürre: Powell signalisiert die Wende

Seit Juni 2022 hat die Federal Reserve ihre Bilanz von fast 9 Billionen auf 6.6 Billionen US-Dollar schrumpfen lassen. Dieser Prozess, bekannt als Quantitative Tightening (QT), entzieht dem Finanzsystem systematisch Liquidität und wirkt wie eine Bremse für Risiko-Assets wie Aktien und Kryptowährungen. Doch diese Phase der geldpolitischen Dürre neigt sich dem Ende zu. In seiner Rede vor der National Association for Business Economics ließ Jerome Powell die Bombe platzen. "Unser langjähriger Plan ist es, den Bilanzabbau zu stoppen, wenn die Reserven etwas über dem Niveau liegen, das wir für ausreichend halten. Wir könnten diesen Punkt in den kommenden Monaten erreichen und beobachten eine breite Palette von Indikatoren genau, um diese Entscheidung zu treffen", so Powell in seinem Original-Manuskript.

Die Anzeichen der Wende mehren sich

Powell gestand ein, dass es bereits erste Anzeichen für eine angespanntere Liquiditätslage gibt. Die Zinsen am Repo-Markt, an dem sich Banken über Nacht Geld leihen, ziehen an. Gleichzeitig ist die Reverse-Repo-Fazilität (RRP), die überschüssige Liquidität aus dem Markt saugt, von einem Höchststand von 2.6 Billionen Dollar auf nahezu null gefallen. Das bedeutet: Der Puffer ist aufgebraucht, und jeder weitere QT-Schritt trifft die Bankreserven direkt. Die Fed will eine Wiederholung des September-Chaos von 2019 vermeiden, als der Geldmarkt plötzlich austrocknete und die Notenbank intervenieren musste. Die jetzige Ankündigung ist ein klares Signal, dass die Fed lieber zu früh als zu spät auf die Bremse tritt. Hinzu kommt ein sich abschwächender Arbeitsmarkt, der der Fed den nötigen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik gibt.

Warum das Ende von QT die Altcoin-Season startet

Für den Krypto-Markt ist das Ende von QT der entscheidende Katalysator. Wie wir in unserem Artikel "6 Gründe, warum Bitcoin neue Allzeithochs erreicht" erklärt haben, führt mehr Liquidität im System zu einer höheren Risikobereitschaft der Anleger. Dieses Kapital fließt oft zuerst in Bitcoin und sickert dann in die Altcoins, was deren Kurse überproportional antreibt. Das Ende der Liquiditätsbremse ist der Startschuss für diesen Zyklus. Historisch gesehen markiert ein solcher geldpolitischer Schwenk oft den Beginn einer neuen Hausse. Während eine straffe Geldpolitik die Altcoin-Season verzögert, wirkt eine Lockerung wie ein Brandbeschleuniger. Die Vorstellung, dass eine Altcoin-Season ein Mythos sei, dürfte sich damit erledigen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann die Rally beginnt.

Politischer Druck und die Zukunft der Fed

Powells Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der die Fed zunehmend unter politischem Druck steht. Kritiker wie Finanzminister Scott Bessent werfen der Notenbank "Mission Creep" vor, während Senatoren wie Ted Cruz die Zinszahlungen an Banken stoppen wollen. Powell verteidigte die Unabhängigkeit und die Instrumente der Fed vehement und betonte, dass ein Verlust der Zinskontrolle die Finanzstabilität gefährden würde. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die Fed ihre Politik anpasst. Doch die Richtung ist klar: Die Zeit der extremen geldpolitischen Straffung ist vorbei. Für risikofreudige Anleger, insbesondere im Krypto-Sektor, brechen goldene Zeiten an. Die Altcoin-Season steht vor der Tür, und die Weichen für eine neue, explosive Rallye sind gestellt.

FAQ

Ist Quantitative Tightening bullisch oder bärisch?

Quantitative Tightening (QT) ist grundsätzlich bärisch für Risiko-Assets wie Aktien und Kryptowährungen. Dabei reduziert die Zentralbank ihre Bilanz, was dem Finanzsystem Liquidität entzieht. Weniger verfügbares Kapital führt zu einer geringeren Risikobereitschaft der Anleger und tendenziell fallenden Kursen.

Was ist der Unterschied zwischen QT und QE? Quantitative Easing (QE)

ist das Gegenteil von QT. Bei QE kauft die Zentralbank Wertpapiere (wie Staatsanleihen) und pumpt so neues Geld in das Finanzsystem. Dies erhöht die Liquidität und ist in der Regel bullisch für Risiko-Assets. QT entzieht Liquidität, QE fügt sie hinzu.

Sind wir gerade in QE oder QT?

Wir befinden uns seit Juni 2022 in einer Phase des Quantitative Tightening (QT). Die US-Notenbank hat ihre Bilanz seitdem um über 2.2 Billionen US-Dollar reduziert. Fed-Chef Powell hat jedoch signalisiert, dass diese Phase "in den kommenden Monaten" enden könnte, was eine Wende hin zu einer neutraleren oder sogar expansiveren Geldpolitik (QE) einleiten würde.

Wie lange noch Jerome Powell?

Die aktuelle Amtszeit von Jerome Powell als Vorsitzender des Federal Reserve Board läuft noch bis Mai 2026. Eine weitere Amtszeit ist theoretisch möglich, hängt aber von der Entscheidung des dann amtierenden US-Präsidenten ab. Powell wurde ursprünglich von Donald Trump nominiert und von Joe Biden für eine zweite Amtszeit bestätigt.

Wer ernennt den Fed-Chef?

Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed-Chef) wird vom Präsidenten der Vereinigten Staaten nominiert. Die Ernennung muss anschließend vom US-Senat mit einer einfachen Mehrheit bestätigt werden. Die Amtszeit eines Vorsitzenden beträgt vier Jahre.

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Arcan Askin

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