Solarenergie: BlackRock investiert $200 Millionen in Frankfurter Startup
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Solarenergie: BlackRock investiert $200 Millionen in Frankfurter Startup

Trotz der Solarkrise in Deutschland interessieren sich Geldgeber weiterhin für Investitionen in die Branche. Dazu gehört auch der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock. Dieser hat nun rund $200 Millionen in das Photovoltaik-Startup Enviria investiert. Die Finanzspritze, bereitgestellt durch den speziell für erneuerbare Energien aufgelegten Fonds Global Renewable Power IV, zielt darauf ab, Envirias Wachstumskurs voranzutreiben. Es handelt sich um eines der größten europäischen Solarinvestments seit fast einem Jahr. Enviria, geführt vom Gründer Melchior Schulze Brock, konzentriert sich auf die Bereitstellung von Energielösungen für den gewerblichen und industriellen Sektor und hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen den Switch hin zur Solarenergie zu erleichtern. Das Unternehmen finanziert, plant, installiert und wartet Solaranlagen. Darüber hinaus integriert es Ladestationen und Energiespeicher. Kunden haben die Möglichkeit, die Anlagen zu kaufen oder zu mieten. Zudem nutzt Enviria gepachtete Dachflächen für den Betrieb von Solaranlagen und den Verkauf des erzeugten Stroms.

Envirias Fokus auf den gewerblichen Sektor dürfte damit zu begründen sein, dass es am Heimatmarkt noch ordentlich Bedarf beim Umstieg auf Solarstrom gibt. Im vergangenen Jahr befanden sich 90 Prozent der verbauten Solaranlagen auf Dächern von Wohngebäuden. Dabei ist anzumerken, dass den 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland rund 21 Millionen Nichtwohngebäude gegenüberstehen – darunter Lager- und Logistikhallen mit bis zu zehnmal so großen Dachflächen. Solaranlagen könnten Unternehmen nicht nur unabhängiger von den Strompreisen machen. Ein Umstieg dürfte sich auch positiv auf die sogenannten ESG-Ratings (Environmental, Social, and Governance) vieler Firmen auswirken. Bereits heute achten Investoren verstärkt auf dieses Kriterium, künftige politische Regelungen und Vorgaben dürften sich daran orientieren. Für Enviria ist der BlackRock-Einstieg im Rahmen einer Finanzierungsrunde das größte externe Investment seit der Firmengründung im Jahr 2017.

Mit mittlerweile rund 200 Mitarbeitern übernahm Enviria bisher mehr als 500 gewerbliche Projekte. Das Unternehmen hat allerdings auch noch ambitionierte Zukunftspläne: Die Entwicklungspipeline umfasst rund 2 000 C&I-Projekte (engl. Commerce and Industry, dt. Handels- und Industrieprojekte) mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.3 Gigawatt. Allein bis 2029 will Enviria Anlagen mit einer Leistung von rund 1.7 Gigawatt bauen. Das zusätzliche Kapital von BlackRock soll in den Ausbau der bereits bestehenden 500 gewerblichen Solarprojekte fließen, teilte Enviria mit. Trotz Inflation, steigender Zinsen und der durch den Preisdruck der chinesischen Konkurrenz verschärften Solarkrise in Deutschland sei das Start-up im vergangenen Jahr gewachsen. Der Deal ist das zweite Investment des BlackRock-Fonds Global Renewable Power IV. Im Januar hatte er bereits in Recurrent Energy, eine Tochterfirma des chinesisch-kanadischen Unternehmens Canadian Solar, investiertBlackRock setzt stark auf Infrastruktur und hat im Januar 2024 den New Yorker Fonds Global Infrastructure Partners für rund $12.5 Milliarden übernommen. Die Investitionsfreude in erneuerbare Technologien könnte auch der BlackRock-Aktie guttun – alles Infos für lukrative Einstiege finden Sie in unserem US-Titans-Paket.

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